Das Kochbuch hat einige Vorteile wie eine gut gemachte Warenkunde, eine schöne Auswahl an Rezepten sowie nette Fotos. Bei fast allen Rezepten ist es aber ratsam, mitunter deutlich stärker zu würzen, da die Gerichte sonst ziemlich fad sind. Hier wurden die Zutaten doch sehr dem europäischen Gaumen angepasst. Von daher sind die Rezepte auch leider nicht mehr als authentisch zu bezeichnen.
Die Rezepte sind relativ kurz gehalten was auch daran liegt, dass Verarbeitungsanleitungen meist nur bei der Warenkunde stehen. Zum Beispiel wird in der Warenkunde erklärt, dass Thailändische Auberginen nach dem Aufschneiden bis zum Verarbeiten in Salzwasser gelegt werden sollen (sie verfärben sich sonst). Später bei den Rezepten steht nur noch: Thailändische Auberginen, halbiert. Man muss also schon die Warenkunde komplett lesen (und möglichst auch im Kopf behalten), damit beim Kochen nichts schief geht. Das ist ziemlich unpraktisch so.
Die Seiten sind komplett mit Texten und Bildern zugeknallt, was einfach erschlagend wirkt. Hier hätte man besser ein paar mehr Seiten eingefügt und auch die Anleitungen etwas ausführlicher gemacht. Das würden sicherlich nicht nur Anfänger sondern auch Fortgeschrittene schätzen!
Was in meinen Augen ein weiterer großer Nachteil ist, sind die Inhaltsverzeichnisse. Bei dem deutschen Inhaltsverzeichnis stimmen die Seitenzahlen zum Teil nicht. Bei dem Verzeichnis mit den thailändischen Namen der Gerichte sind ALLE Seitenzahlen falsch.
Ärgerlich ist auch, dass die thailändischen Namen nur im Verzeichnis stehen und nicht bei den Rezepten. Diese tragen ausschließlich deutsche Namen. Gerade wenn man mehrere Kochbücher hat und auch mal Rezepte vergleichen möchte, ist das so fast nicht möglich. Ebenso kann man natürlich keine Rezepte finden, die man aus Thailand mit den originalen Namen kennt. Irgendwie merkt man da doch, dass die beiden Autorinnen nicht aus dem Land kommen...