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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Da Fireman, 23. Mai 2007
Vom ersten Teil der "Tha Carter"-Reihe 2004 bis zum zweiten 2005 änderte sich trotz nur einem Jahr dazwischen so gut wie alles für Lil Wayne und die Cash Money-Crew, denn Hausproduzent Mannie Fresh, der dem Sound des Labels seinen einmaligen Stempel aufgedrückt hat und für die Jahre, in denen es Platinauszeichnungen regnete verantwortlich war, hatte nach Baby's "Fast Money" den Jungs von CMR den Rücken gekehrt und ging eigene Wege. Dies konnte Weezy jedoch nicht abschrecken, im Gegenteil. Lyrisch wohl so stark wie noch nie zeigt sich Dwayne Carter, der zusammen mit anderen Producern wie The Runners, Mr. Bangladesh, Bigg D, Deezle oder Cool & Dre und Gästen wie Robin Thicke, Kurupt, Currency und dem Birdman ein Album kreierte, das ohne Zweifel zum Besten der Class of 2005 zu zählen ist.
Wie auch bei "Tha Carter" startet Teil 2 mit einem kurzen Introsong und zwar "Fly In". Insgesamt nichts Besonderes, aber auch nicht schlecht. Richtig los geht's erst mit Track #3, "Money On My Mind". Düstere Beats, gescrewter Hook und ein Weezy in gewohnt selbstverliebter Manier. Hitsingle "Fireman" ist der einzig wirklich clubtaugliche Song von "Tha Carter II" und auch gleich ein echtes Brett. Donnernde Bässe, schnelle Rhythmen und viel Synthesizer, also genau das, was man von Produzent Mr. Bangladesh gewohnt ist. Wayne rappt passend dazu richtig bissig, wobei besonders der Refrain richtig klasse geworden ist. Daraus dass er sich für den Besten hält, mach der Birdman jr. absolut keinen Hehl und bestätigt das auch mit "Best Rapper Alive", einem Song der vor Selbstbewusstsein nur so strotzt, was durch seine kraftvollen Gitarrenriffs grandios untermalt wird. Altmeister Kurupt stand als eines der wenigen Features bei "Lock & Load" parat, übernahm allerdings nur etwas Genuschel im Hook. Insgesamt eine chillige und angenehme Nummer, die jedoch schon bald ihren Reiz verloren hat.
Melodisch und schon fast im Kinderlied-Style, aber auch mit etwas R'n'B-Flavor und Funk ist das entspannte "Grown Man" ausgestattet, bei dem Weezy zusammen mit Cash Money-Kollege Currency seiner Chica erzählt, dass er jetzt ein großer Junge ist, der gern zur ein oder anderen Kissenschlacht bereit ist. Wem das etwas zu weich war, der findet mit "Hit Em Up" genau das Richtige. Treibende Bässe und wieder einiges an E-Gitarren lassen eine aggressive Stimmung entstehen, wozu Lil Wayne mit lässigen und überlegenen Rhymes glänzt. Ein wahres Meisterwerk wird dem Hörer mit "Hustler Musik" geboten. Während der Strophen ist alles schön ruhig und es macht echt Spaß Weezy zuzuhören. Im Refrain setzten dann akkustische Instrumente wie Streicher und Bläser ein, dazu singt der kleine Birdman so gut, dass man fast eine Gänsehaut bekommt. Große Klasse und damit das absolute Albumhighlight! Von Ähnlichem Kaliber wäre "Receipt", das allerdings eine Spur fröhlicher rüberkommt und noch dazu mit einigem an Ghospel und Soul auffährt, wozu Wayne tiefgründige Reime kickt.
R'n'B-Shootingstar Robin Thicke produzierte Hitsingle "Shooter" und übernahm dabei auch gleich noch den Gesang im Refrain. Das Lied erinnert an den für New Orleans typischen Blues, wird aufgrund von Klavier und Bass, sowie der Kombination Thicke/Weezy zum echten Genuss. Den einzigen Auftritt seines Ziehvaters Birdman gibt es auf "I'm A Dboy", einem guten, jedoch nicht herausragenden Standart-South-Track. Zum Ende von "Tha Carter II" zeigt sich Lil Wayne auf "Feel Me" und "Get Over" (feat. Nikki) noch einmal von seiner nachdenklichen Seite und beweist den Hatern, dass er eben nicht der klischeehafte stumpfsinnige South Rapper ist, sondern ein ernst zu nehmender Musiker, der uns dann schlussendlich mit "Fly Out" wieder davon flattert.
Nach seinen nicht immer ganz so ernst zu nehmenden ersten vier Alben hört man auf "Tha Carter II" einen erwachsen gewordenen Lil Wayne, der spätestens seit 2005 zu den ganz Großen im amerikanischen Hip Hop-Zirkus gehört. Mannie Fresh vermisst man zwar schon sehr stark, doch die neu gewonnene lyrische Tiefe macht das zum Großteil wieder wett. Fans des alten Cash Money um 1998-2001 werden mit "Tha Carter II" anfänglich vielleicht ihre Schwierigkeiten haben, nach ein paar mal anhören sollte aber jeder seine Freude daran finden.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Dirty South Perle? - Damned Global Shit!, 30. April 2006
Lil' Waynes "Tha Carter II" verdeutlicht die Entwicklung eines ganz Großen (auf die Körpergröße allerdings ganz Kleinen) des Bizz.
Dass er seine Cash Money-Diskografie mit diesem Album auf ganze Hand, also fünf Alben gebracht hat, und damit schon von einer Entwicklung gesprochen werden kann, möchte ich hier aufgreifen...
Lil' Wayne, der ja schon im zarten Alter von 17 Jahren Millionen Bucks machte, hat sich vom überarroganten Soldier zum Song-Builder gewandelt, denn Tracks wie "Oh No" oder "Shooter", beides grandiose Tracks, wären vor 3-4 Jahren ein Unmögliches gewesen.
"Best Rapper Alive" bezieht sich allerdings nochmals auf seine Confidence und haut jeden vom Hocker.
Sonst tümmelt sich für Weezy typisch wieder Cash Money-Huldigung, Sparschweinbefüllung und -entleerung, Hood Stories, weise Worte, (die sich auf das Leben beziehen, jawohl!) und alles, was einen Rapper heutzutage ausmachen.
Allerdings warne ich hier schon mal vor, denn Weezy wagte eine "Frechheit", er spottet einen Beat 3mal auf "Tha Carter II"...
Intro Outro und Track No 13 (Carter II).
Typisch für einen gerissenen, intelligenten und entspannten Megastar des Kalibers Bus-A-Bus und vergleichsweise auch Young Jay-Z!
Nochmal zur Entwicklung, von der ich zu Beginn sprach:
Lil' Wayne ist schon untypisch un-Dirty South-like,
er mischt seine Suppe mit East-West-South-Styles, was jeden Rap-Fan umhaut, denn hier wird wirklich alles bedient und das auf höchstem Niveau.
Also, ich kann jedem dieses Album empfehlen, eine Perle!
MfG chido
p.s.: Wer einen genialen Schachzug machen möchte, sollte sich die "Tha Carter II"-Version mit zusätzlicher Screwed & Chopped (Geschraubt / Gedreht) Cd seiner größten Hits zulegen!
"I Miss My Dawgs", "Bloodline", "F*?! The World", "Way Of Life" und und und..
Kostet grad mal 1-2¤ mehr!
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2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Lil Wayne ganz groß, 10. März 2006
Lil Wayne hat mit Tha Carter part II sein derzeit bestes Album abgelegt. Bisher hat er mich hauptsächlich mit Co-Produktionen überzeugt, doch seine angenehme Art zu rappen und die dazu guten Beats machen dieses Album zu einem Must-Have.Vor allem der Song Hustler Musik ist ein absoluter Burner und ist für mich der bis dahin beste Song von Lil Wayne. Der kleine Wayne wie immer ganz groß - kauft euch dieses Album.
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