Selten vernahm man einen größeren Hype um ein einziges Album wie bei Lil Wayne's
neuem Album "Tha Carter III".
Vom Album des Jahres wurde bereits gesprochen - tatsächlich muss man sagen dass es
Lil Wayne trotz der hohen Erwartungen gelingt, ein rundum gelungenes Album zu kreeieren
und somit dem scheinbar grenzenlosen Hype gerecht zu werden.
Wenn man sich überlegt, dass das Album bereits vor Release Date knapp 1,5 Mio. mal
verkauft wurde und Lil Waynes "myspace"-Account der meist besuchteste weltweit ist,
muss man sich fragen von welchem Kerl wir hier überhaupt reden.
Keine Frage Lil Wayne hat sich in den USA längst als einer der besten Rapper etabliert,
wobei hauptsächlich seine einzigartige Stimme seine Besonderheit ausmacht und nicht
seine Rapskills.
Mit "Tha Carter I und II" sorgte er bereits in den vergangenen Jahren immer wieder für
aufsehen und gute Musik.
Nebenher produzierte er so viele Mixtapes und Featurings, dass man ihn getrost als
Workaholic bezeichnen könnte.
Doch Masse macht noch lange keine Qualität.
Eben diese hat Lil Wayne allerdings für sich gepachtet.
Seine Songs klingen allesamt gelungen - sowohl die Beats, als auch die Vocals
- was allerdings nicht nur an Lil Wayne selbst liegt, sondern zu gleichen Teilen an den
Produzenten und Featurings die er sich für seine Alben mit ins Boot geholt hat, oder besser
gesagt die allesamt mit in sein Boot wollen.
Vor allem bei "Tha Carter III" war der Andrang überwältigend und deshalb konnte sich
Lil Wayne getrost das Beste vom Besten raussuchen.
Produzenten wie Cool & Dre, Kanye West, Alchemist oder Deezle nahmen sich den Beats an
und produzierten innovativen, tollen Rap mit eingängigen und ohrwurmgarantierenden Beats.
Am außergewöhnlichsten und dennoch, meiner Meinung nach, besten ist hierbei der geniale
Song "Lollipop" geworden, der von Jim Josin und "Deezle" produziert wurde und in den USA
bereits alle Rekorde gebrochen hat, wie zum Beispiel "meistgespielte Hip-Hop Single im
US-Radio".
Doch das 16 Song umfassende Album hat noch mehr zu bieten als "Lollipop".
Zusammen mit Künstlern wie, Hurricane Chris, Juelz Santana, Fabolous, Busta Rhymes,
Ludacris oder Jay-Z bietet er eine "Hitbandbreite" auf, die seines gleichen sucht.
Absolut herausragend zu erwähnen ist ebenfalls der Song "Got Money" mit T-Pain,
der wie so oft durch seine starken Refrains überzeugen kann, sowie das peppige "Mr. Carter"
zusammen mit Jay-Z.
Das ruhigere "Mrs. Officer" mit Bobby Valentino oder "Comfortable", bringen auch etwas R&B
Klänge in das sonst doch eher rap-lastige Album.
Trotzdem gelingt es auch Lil Wayne & Co. nicht ein durchgehend glänzendes Album zu kreeieren.
Songs wie "Phone Home" oder "La La" wirken ideenlos und unpassend zu dem sonst hitgewaltigen
Longplayer.
Dennoch gelingt es Lil Wayne mal wieder, dank seiner jahrelangen Routine, seine doch eher
schwächeren Rapskills durch seine einzigartige Stimme auszugleichen, und, auch dank der
zahlreichen Featurings, ein Album der Extraklasse abzuliefern.