Die Wartburg mit gehisstem Hakenkreuz bildet das Coverbild des von mir vorgestellten Sach- und Nachschlagewerkes über das historische Thüringen zwischen den Jahren 1933 bis 1945.
Ich habe es durch Zufall entdeckt und für mich für interessant befunden.
Inhalt und Aufbau:
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Einleitung
Südwest- und Mittelthüringen
Nordwestthüringen
Mittel- und Ostthüringen
Anhang
Die jeweiligen Kapitel sind farbig an den oben auf den Seiten befindlichen Seitenzahlen und Kapitelnennungen zu erkennen.
Zur Gliederung gibt es zu sagen, dass diese sehr übersichtlich und verständlich gestaltet ist.
Jedes Kapitel bietet dem Leser farbig unterlegte Infos mit Adressen. Auch die Öffnungszeiten, die man als Tourist natürlich benötigt sind nicht vergessen.
Bild- und Fotomaterial:
Ich finde es sehr schön, dass man im Buch sowohl das historische als auch das momentane Bildmaterial zu den einzelnen Sehenswürdigkeiten finden kann.
Sowohl farbige Fotos als historische s/w-Fotos sind zahlreich im Buch vertreten.
Auch finde ich die Qualität der Fotos und den Aussagegehalt optimal und hochwertig.
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meine Meinung zum Buch:
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Dieses kompakte Nachschlagewerk ' man auch Lexikon dazu sagen ' ist wirklich für Thüringen-Urlauber sehr hilfreich, die sich mit der Geschichte der Jahre 1933 bis 1945 ' die man ja nicht vergessen sollte ' auseinander setzen möchten.
Die Texte sind verständlich geschrieben, bieten dem Leser alles an Infos, die man geschichtlich benötigt und die auf die heutige Nutzung der bestimmten beschriebenen Sehenswürdigkeiten wissen muss.
Ob dies das Gebäude der ehemaligen Luftwaffenkaserne in der Ettersburger Straße in Weimar ist, oder die Gedenkstätte für die Opfer des Faschismus in Suhl ' viele sehr interessante ' teilweise bekannte, teilweise aber auch Geheimtipps ' werden im Buch ausführlich beschrieben.
Das Buch macht Lust, Thüringen auf diesen historischen Pfaden zu durchforschen. Man kann sozusagen auf Abenteuerreise gehen und hat immer einen ausführlichen und kompakten Begleiter dabei, der sowohl für die Vorbereitung einer Historiktour geeignet ist, als auch während des Besuchs der jeweiligen Museen, Gedenkstätten oder Architektur aus der angegebenen Zeit.
Viele Fotos und Abbildungen zeigen sehr interessante Details aus dieser Zeit und man lernt sehr viel über dieses Bundesland, das mein Heimatland ist.
Ich wusste wirklich vor dem Lesen nicht, dass Thüringen so viel Geschichte zu bieten hat. Es sind echt viele interessante Tipps im Buch, die ich als schon 43 Jahre lang Thüringer nicht kannte.
Sehr ausführlich und trotzdem kompakt sind die Erklärungen, die in diesem handlichen Buch untergebracht sind.
Kurze Leseprobe an dieser Stelle:
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Auf der Seite 115 des Buches geht es um das ehemalige Gestapo-Gefängnis in Gera und um die Gedenk- und Begegnungsstätte Torhaus der politischen Haftanstalt (1933 ' 1945 und 1945 bis 1989
Erbaut wurde das Gebäude 1874
Amthordurchgang 9
07545 Gera
Öffnungszeiten: Di., Do.,
Sa. 14-18 Uhr
Gera bildete zwischen 1933 und 1945 ein Zentrum des antifaschistischen Widerstandes in Thüringen, der sich aus allen gesellschaftspolitischen Kreisen rekrutierte. Die größte Gruppe bildeten sozialdemokratisch und sozialistisch orientierte Personen, gefolgt von Kommunisten und der kommunistischen Bewegung nahe stehenden Kreisen. Allein in Gera gehörten Mitte 1934 etwa 500 Personen dem Widerstand an. 1934/35 wurden in 14 Hochverratsprozessen 114 Geraer angeklagt und von der NS-Justiz zu hohen Haftstrafen verurteilt. Viele von ihnen durchliefen nach ihrer Verhaftung das Gerichtsgefängnis und wurden von der dort residierenden Gestapo vernommen und gefoltert. Einige der Inhaftierten überlebten die Gestapo-Haft nicht. Von 1945 bis 1989 bis 1999 wurde das Gefängnis von unterschiedlichen Trägen genutzt. Seit 2005 gibt es im Torhaus der ehemaligen Haftanstalt eine Gedenk- und Begegnungsstätte, die an die NS-Verbrechen erinnert, aber auch an die Nutzung zwischen 1945 und 1989.
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Das im vorderen und hinteren Umschlagbereich vorhandene Kartenmaterial rundet das positive Bild des Buches ab. Hier kann man komplette Karten, aber auch Ausschnitte der Städte Erfurt, Weimar, Jena und Gera sehen. Die Nummern auf den Karten sind jeweils den Abschnitten zu den Texten zugeordnet, sodass man sich schnell einen Überblick verschaffen kann.
Es ist sowohl textlich, bildlich als auch bezüglich der Übersichtlichkeit und Kompaktheit sowie Komplexheit ein überaus positives und hochwertiges Sachbüchlein über das historische Thüringen, das ich Interessierten zu 100 Prozent empfehlen kann.