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Kundenrezensionen

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am 18. August 2007
"Therèse Raquin" war Zolas erster erfolgreicher, wenn auch heftig angefeindeter Roman. Emile Zola benutzt in der Beschreibung eines Ehebruchs und seiner Folgen eine exaltierte, teilweise krass naturalistische Schreibweise.
Die Geschichte selbst ist ganz einfach: ein Liebespaar bringt den Ehemann der Frau um; doch statt Liebe und Lust spüren die beiden nur mehr Angst und die Last eines schlechten Gewissens - für ein Happy-End haben sie zu viel Schuld auf sich geladen.
Leider verwendet der Insel-Verlag noch immer die grauenhaft antiquierte Übersetzung von Ernst Hardt, einem deutschen Schriftsteller der ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts. Zolas bildreich-hysterische Schreibweise wird hier noch durch das etwas umständliche Deutsch von vor 100 Jahren gefiltert - was die Verständlichkeit des ohnehin teilweise übersteigerten Textes zusätzlich erschwert. Und dann liest man Seltsamkeiten wie "Müdigkeit fing an, seine Nerven abzuspannen" o.ä.
Für eine entspanntere Lektüre empfehle ich eine neuere Übersetzung, z.B jene aus dem Jahr 2002 in einem Taschenbuch von dtv. Denn: es lohnt sich, sich mit "Therèse Raquin" von Emile Zola zu beschäftigen - Beobachtungen eines großen Psychologen und Menschenkenners, lange vor der Ära von Sigmund Freud.
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am 2. Mai 2003
Was geschieht, wenn Menschen alles daran setzen, sich ihre Wünsche zu erfüllen? Zolas Antwort: Es kommt zur Katastrophe.
Therese Raquin langweilt sich in ihrer Ehe mit dem farblosen und kränkelnden Camille. Eines Tages macht sie die Bekanntschaft von Laurent, einem Freund ihres Gatten. Therese beginnt ein leidenschaftliches Verhältnis mit diesem Mann, Sohn eines Bauern und gescheitertem Maler, der bei der Eisenbahngesellschaft angestellt ist und von einem Faulenzerleben in Wohlstand träumt. Die beiden Liebenden beschließen, Camille aus dem Weg zu räumen und ermorden ihn auf einem Ausflug. Zwei Jahre später sind sie am Ziel ihrer Wünsche, sie können endlich heiraten, ohne Verdacht zu erregen. Doch schon in der Hochzeitsnacht drängt sich der tote Camille in einer schrecklicheren Weise zwischen sie, als es der lebende je vermocht hätte. Die Katastrophe nimmt ihren Lauf.
Zola zeichnet in diesem Roman meisterhaft das Psychogramm zweier Egoisten, die zu spät erkennen, daß die Erfüllung ihre größten Traums zu ihrem schrecklichsten Albtraum wird. Lesen!
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Ein fescher Lebemann und eine frustrierte Ehefrau beginnen eine Affäre. Er begehrt ihr Geld, sie seinen Körper und ein aufregendes Leben. Was den beiden im Weg steht, ist nur der naive Gatte der Dame. Also ertränken sie ihn. Doch der Mord fördert ihr wahres Problem zutage: Sie sind Marionetten ihrer unkontrollierbaren Gefühle. In heftigen Angstzuständen und Nervenkrisen erstickt ihre Liebe so schnell, wie sie aufgeflammt ist. Émile Zola war nicht der Erste, der einen Mord aus Leidenschaft schilderte, aber keiner vor ihm ging so radikal vor wie er. Er spricht seinen Antihelden jene Eigenschaft ab, die gemeinhin für die menschlichste gehalten wird: den freien Willen. Die Figuren können nicht anders, es ist die tierische, ja bestialische Natur, die in ihnen handelt. Thérèse Raquin war Zolas erster naturalistischer Roman. Um ihn zu schreiben, studierte er die Naturwissenschaften seiner Zeit, schwor aller Romantik ab und zeichnete ein neues, soziobiologisches Menschenbild. Heute steht Thérèse Raquin im Schatten des großen Romanzyklus Die Rougon-Macquart. Dabei hat schon dieser frühe Roman alles, was den späteren Zola auszeichnet: Spannung, Detailgenauigkeit und einen schonungslosen Blick auf die Welt.
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am 14. August 2013
Der 1867 erschienene Roman "Therese Raquin" der erste Roman von Emile Zola (1840-1902), beschreibt in seinem ersten Teil eine unheilvolle, allein auf die Befriedigung unerfüllter fleischlicher Begierden ausgerichtete Affäre der verheirateten Therese mit dem Angestellten Laurent die schließlich in der gemeinschaftlichen Ermordung von Thereses schwächlichen Ehegatten und nebenbei Cousin Camille gipfelt.

Teil 2 beschreibt wie das Mörderpaar zwar äußerlich die bei der Ermordung geplanten Ziele erreicht und eine gemeinsame Heirat zustandekommt, dabei aber gleichzeitig aufgrund der ständigen Erinnerung an die Mordtat und das Opfer innerlich das Leben beider überschattet, eine Wiederaufnahme der leidenschaftlichen Beziehung nicht mehr möglich und somit das Erreichen der tatsächlich gewünschten beiderseitigen Lebensbereicherung unerreichbar ist und sich sogar in dramatischer Weise ins Gegenteil verkehrt. Dies führt schließlich zu einer allmählichen Verrohung und Verwahrlosung und im Endeffekt zur Selbstvernichtung der beiden Akteure.

Insgesamt eine sehr gute, exemplarische und weitestgehend realistische psychologische Entwicklungsstudie, die weitestgehend flüssig geschrieben ist und nur am Anfang des zweiten Teils einige Längen aufweist.

Die dtv-Ausgabe weist ein sehr klares und sauberes Druckbild auf, größere Druckfehler sind mir nicht aufgefallen.
Das interessante Vorwort des Autors zur zweiten Auflage von 1869 in dem er sich gegen die moralheuchelnden Anfeindungen einiger engstirnigen Literaturkritiker seiner Zeit zur Wehr setzt ist in dieser Ausgabe ebenso enthalten wie im Anhang eine Zeittafel zum Leben des Autors und ein Nachwort.

Für Werk und dtv-Ausgabe daher auch alle 5 Sterne.
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am 23. Dezember 2015
in diesem Roman passiert in Wirklichkeit nicht viel, die Figuren sind alle sehr ruhig und statisch.
Aber wie Zola beschreibt was in ihrem Inneren vor sich geht, die Ängste, die Vorstellungen, die Gefühle, sogar Gerüche ist ein buntes , wilddrehendes Kaleidoskop, das einen mitreißt.
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am 27. Juli 2008
Thérèse und Laurent tricksen zwar die Strafverfolger umsichtig, smart und clever aus, aber ihre Passion und ihr Leben scheitern danach am nagenden und nicht still zu kriegenden schlechten Gewissen.

Auch dieser Roman von Emil Zola stellt uns ein Sittenbild des ausgehenden 19. Jahrhunderts vor Augen. Milieu, Erbanlagen und Zeitgeist sind Zolas Ingredienzien für sein Personal in diesen Sozialromanen. Das ist noch immer nicht falsch und deshalb ist es noch immer frisch und interessant zu lesen. Seine Leute sind getrieben von ihren Dämonen, wie unsere neurosendurchwirkten Zeitgenossen auch.

Die nackte, ungeschminkte Wahrheit, die Zola einzufangen trachtete, gefiel den Rezensenten damals nicht. Uns kratzt das nicht mehr, aber es trägt dazu bei, dass der Roman immer noch up-to-date ist.

Fazit: Spannende, interessante Lektüre
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am 1. November 2002
Dieses Buch ist nun nicht der typische "Schmöker-Roman", hat mich aber sehr gefesselt. Am Anfang erscheinen alle Charaktere sehr unwirklich, Therese selbst kommt am mir wie eine leblose Puppe vor, so dass es fast überrascht, sie eine Affäre beginnen zu sehen. Und selbst während dieser Beziehung bleibt sie noch seltsam farblos, bekommt erst am Ende der Geschichte in ihrer Angst vor Entdeckung etwas mehr Leben.
Aber abgesehen von der Beschreibung der menschlichen Beziehungen, fand ich die Beschreibung der Lebensablaufe aller Beteiligten sehr interessant. Der ganze Alltag und sogar die Sonntagsausflüge sind so starr und langweilig, dass man sich unwillkürlich fragt, wie man selbst nach einiger Zeit auf so ein Leben reagiert hätte ...
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am 22. Oktober 2008
Die Handlung spielt sich im Paris um 1850 ab, die Inhaltszusammenfassung zitiere ich an dieser Stelle mal vom Klappentext:

"Voller unbefriedigter Wünsche vegetiert die verschlossene, aber sinnliche Thérèse an der Seite eines kränklichen und törichten Ehemannes dahin. Als ihr dieser eines Tages seinen alten Schulfreund Laurent vorstellt, kommt es zu einer unerwarteten Entwicklung. Im Aufeinanderprall zweier zügelloser Temperamente entfesselt sich ein Drama von Ehebruch, Mord und Hysterie.
Für die Zeitgenossen war Zolas Studie menschlicher Triebhaftigkeit skandalös und faszinierend zugleich. Sie gilt heute als erster naturalistischer Roman, als Beginn einer neuen Epoche."

Dieser Ausgabe ist zusätzlich Zolas Vorwort zur 2. Ausgabe beigefügt (in welchem er selbst Stellung zu seinem Werk bezieht). Außerdem ist ein Nachwort vorhanden, in dem noch einmal der zeitspezifische Wert des Werks erläutert und ein bisschen interpretiert wird und noch ein Nachwort zur Übersetzung, die wie ich finde überaus gelungen ist.

Insgesamt hat mich Zolas "Thérèse Raquin" fast von der ersten Seite an gefesselt, es ist wirklich das mit Abstand spannendste und leidenschaftlichste Buch Zolas und dank der naturalistischen Schilderungen erfährt man noch zusätzlich zum psychologischen Experiment verschiedenste Eindrücke zum Leben in der damaligen Zeit.
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am 27. Juli 2014
Einer der besten Romane, die ich je gelesen habe. Der Roman lässt tief in die Abgründe der menschlichen Seele blicken und ist vom ersten bis zum letzen Wort absolut packend
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am 3. Dezember 2014
Mir gefallen alle Romane von Emile Zola. Die beschriebene Frauengestalt lässt einem nicht mehr los und der ganze Roman hat mich innerlich sehr beschäftigt.
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