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Texten für TV
 
 
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Texten für TV [Broschiert]

Martin Ordolff , Stefan Wachtel
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Produktinformation

  • Broschiert: 176 Seiten
  • Verlag: Uvk; Auflage: 3., überarbeitete Auflage. (18. Februar 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3867641447
  • ISBN-13: 978-3867641449
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 14,8 x 1,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 155.311 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Ein knapp gehaltenes, aber durchaus sinnvolles Kompendium zum Thema Sprache im Fernsehen." (Celluloid) Mindestens die ersten vierzig Seiten müssten für alle TV-Texter Pflichtlektüre sein.[ ] Wer dem Zwang entkommen ist, nicht jede Regel sklavisch zu befolgen, bekommt mit diesem Buch ein praxisnahes Hilfsmittel für bessere TV-Texte. (amazon.de, 17.03.2009) Texten für TV ist klar gegliedert, hat eine einfache Sprache und anschauliche Beispiele. Ein informatives und hilfreiches Buch, nicht nur für Fernsehjournalisten, sondern auch für Printredakteure, die sich mit Webvideos beschäftigen. (Drehscheibe, 05/2009) Ein auf den journalistischen Alltag zugeschnittener Ratgeber. (videoaktiv.de, 02-03/2010)

Kurzbeschreibung

Um die Verständlichkeit von Fernsehbeiträgen steht es schlecht. Nach Untersuchungen der Medienwirkungsforschung können Zuschauer selten mehr als zehn Prozent der Inhalte einer Nachrichtensendung behalten. Dies liegt auch daran, dass Fernsehjournalisten nicht dem Medium entsprechend texten. Sie verwenden oft lange und verschachtelte Sätze mit schwierigen Ausdrücken wie sie in Zeitungsartikeln üblich sind. Auch die Sprache des Radios, die Vorgänge exakt beschreibt, ist für das Bildmedium Fernsehen nur bedingt brauchbar. Hinzu kommt die Gefahr, dass Text- und Bildaussage auseinanderklaffen. Dieser Band leitet dazu an, Fernsehbeiträge verständlich zu texten, ohne dass sie dabei an Attraktivität oder Spannung verlieren. Nach den Kriterien für effektives Texten folgen Hinweise zur sinnvollen Koordination von Bild und Text. Auch auf die spezifische Sprache verschiedener Fernsehgenres wie Nachrichtenfilm, Bericht, Reportage, Dokumentation, Feature und Trailer wird eingegangen. Und schließlich dokumentieren die Autoren an zwei Originalbeispielen und mit Hilfe einer Gegenüberstellung von Text und Bild, wie ein Bericht und eine Reportage verständlich getextet werden können.

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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Fuchs Werner Dr #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Format:Broschiert
Für einmal beginne ich gleich mit der Mängelliste, um meine Besprechung positiv ausklingen zu lassen und so zum Kauf dieses empfehlenswerten Buches zu animieren. Es ist ja nett, wenn Autoren vom eigenen Buch sagen, es habe sich als zeitlos erwiesen. Aber diese Selbsteinschätzung können sich Martin Ordolff und Stefan Wachtel nur erlauben, weil die Konkurrenz seit mehr als einem Jahrzehnt schläft. Denn seit dem ersten Erscheinen 1997 sind immerhin einige neue Ansätze auf der Bild- oder Texterfläche erschienen, deren Berücksichtigung sich lohnen würde. Dabei denke ich weniger an neue Erkenntnisse der Neurowissenschaften als an Storytelling. Nicht dass man konzeptionell und textlich sehr viel ändern müsste. Die veralteten Thesen über linke und rechte Hirnhälften richten keinen großen Schaden an. Aber Leser, die bereits mit dem Begriff Storytelling in Berührung kamen, möchten doch gerne wissen, wie sie ihn in das Konzept der beiden erfahrenen TV-Texter einreihen können. Zudem könnte dies zur Veranschaulichung einiger Regeln dienen, die in diesem Buch vorgestellt werden. Bleibt der Rhythmus der Neuauflagen erhalten, wird also 2014 eine Aktualisierung unumgänglich sein.

Schön ist es, dass es dieses Buch überhaupt gibt. Denn in meiner eigenen Tätigkeit stelle ich immer wieder mit Erstaunen fest, wie wenig Texter über die besonderen Anforderungen wissen, die das Medium Fernsehen an sie stellt. Nur an den kurzen Produktionszeiten kann es nicht liegen, dass sich Bilder und Worte oft wie Feinde begegnen. Wer von den Printmedien oder vom Radio zum Fernsehen wechselt, und das sind viele, nimmt meist einen Werkzeugkoffer mit, dessen Inhalt am neuen Arbeitsort nur bedingt tauglich ist. Mindestens die ersten vierzig Seiten müssten für alle TV-Texter Pflichtlektüre sein. Was wir alle ahnen und täglich erfahren, zeigen die Autoren glasklar auf. Wir sind unweigerlich überfordert, wenn starke Bilder mit unpassenden Texten im Wettstreit stehen. Das mag die Multitasking-Gemeinde stören, ist aber einfach so. Wer dafür gerne wissenschaftliche Beweise braucht, kann sie bei den Neurowissenschaftlern einholen.

Obwohl der Buchtitel "Texten für TV" lautet, werden nach dem Kapitel "Sprache" die "Ausdrucksmöglichkeiten der Kamera" in komprimierter Form beschrieben. Denn wer Texte zu bewegten Bildern verfasst, sollte auch die verschiedenen Möglichkeiten kennen, mit denen Regisseure, Kameraleute und Cutter arbeiten. Schließlich arbeitet nicht jeder Schreiberling so lange bei einer Fernsehstation, bis ihm der praktische Alltag alle Lektionen beigebracht hat. Im vierten Kapitel geht es dann wieder um das Zusammenspiel von Text und Bild. Und wie schon auf den Seiten vorher, warten die Autoren mit so vielen Beispielen auf, dass sich zunehmend ein erstes Gefühl einstellt, worauf es zu achten gilt. Dabei begnügen sich die Autoren nicht mit dem Kritisieren ungeschickter Texte, sondern zeigen meist auf, wie man es hätte besser machen können. Die gute alte Vorher-Nachher-Methode wirkt noch. Wenn wie beim Fernsehen mit verschiedenen Instrumenten kommuniziert wird, spielt der Rhythmus eine zentrale Rolle, ob und wie die Informationen ankommen. Davon ist auch im Kapitel "Rhetorische Planung" die Rede. Weitere Kapitelüberschriften lauten: Das Innere von Textpassagen - Bedingungen des Textens - Musik in Fernsehbeiträgen - Geräusche in Fernsehbeiträgen - Texten für verschiedene Fernsehgenres. Den Abschluss bilden dann je ein detailliert kommentiertes Beispiel für eine Reportage und einen Bericht.

Mein Fazit: So erstaunlich das vielen Interessierten vorkommen mag, es gibt nicht viele Bücher zu diesem Thema. Schon gar nicht in deutscher Sprache. Das ist vielleicht auch der Grund, warum die Autoren auf eine umfassende Aktualisierung ihres Angebots verzichten können. Wer dem Zwang entkommen ist, nicht jede Regel sklavisch zu befolgen, bekommt mit diesem Buch ein praxisnahes Hilfsmittel für bessere TV-Texte. Gut möglich, dass auch Medienwissenschaftler Gefallen an den spannenden Analysen, Kommentaren und Tipps der beiden Autoren finden.
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