Von Habeck/Krassa als Autorenpaar habe ich zwei Bücher gelesen (Licht der Pharaonen, Palmblattbibliothek). Immer an Neuem aus der Paläo-Seti-Ecke bzw der Geschichte interessiert, kaufte ich mir dieses Buch - und wurde sehr enttäuscht!
Der erste Teil des Buches befasst sich mit "Verlorenem Wissen", d.h. unlesbaren Schriften im Altertum, bunt gemischt von Etruskern über Völkern in Nord- und Südamerika bis zu alteuropäischen Völkern. Alles kurz angerissen, wild durcheinander und längst bekannt.
Danach kommen "Geheimnisvolle Gottesworte" mit Kapiteln über die ägyptischen Hieroglyphen, Pharaonen, Datierungen, Fälschungen. Alles in x Büchern aufbereitet.
Und als letzter Teil folgen sage und schreibe 64 Seiten über "Kaiserliche Kryptozeichen" - vom Vojnich-Manuskript, Schönbrunner Obelisk und dem Goldenen Dachl in Innsbruck.
Das ist ein wilder, unausgegorener Mix - über den Vojnich-Text, an dessen Entschlüsselung man sich seit Jahren die Zähne ausbeisst, verliert man wenige kümmerliche Zeilen und veröffentlicht ein unscharfes Schwarzweißfoto - das Goldene Dachl erhält 15 Farbfotos und zig Seiten Betrachtungen.
Haben da noch entsprechend viele Seiten für eine Veröffentlichung gefehlt, so dass dies ein "Notbehelf" war?
Im Nachwort schreibt der Autor, dass er sich auf einige "herausragende Fälle" beschränken musste.
Meiner Meinung nach auf die falschen bzw. er wählte eine falsche Gewichtung.
Für alle, die sich für die Materie interessieren, ist dieses Buch eine recht langweilige Zusammenfassung. Für alle Neueinsteiger ist es eine recht ungeordnete, wirre Ansammlung ohne rotem Faden.
Die Schwarzweißbilder sind unscharf, die Farbbilder teilweise auch nicht viel besser - auf manchen Fotos ist von den im darunterstehenden "Ufos" oder "Gravuren" nichts zu sehen.
Für absolute Neueinsteiger in diese Materie empfehle ich "Lexikon der verbotenen Archäologie" von Luc Bürgin - oder grundsätzlich alles von Däniken, der es schafft, ein Thema umfassend, logisch und nachvollziehbar aufzubereiten.
Fazit: Leider enttäuschend. Keine sorgfältige Aufbereitung des Themas, sondern ein recht schnell und lieblos verfasstes Werk.