Der Meister hat wieder zugeschlagen. Und was dabei herausgekommen ist, ist ein wahres Teufels... ähh, Meisterwerk! Man merkt das die Tracks von jemandem produziert wurden, der Ahnung hat. Nicht umsonst gehört Hell zu den besten DJs/Produzenten aus deutschen Landen.
Jeder Titel ist wohl überlegt, nichts dem Zufall überlassen, perfekt arrangiert und besitzt seinen eigenen Charme. Es ist ein Sound der zum Zuhören einlädt und bei dem man immer wieder neues entdecken kann, wenn man sich drauf einlässt. Eher für einen ruhigen Sonntagnachmittag geeigent ist die etwas freundlicher CD Day. Enthält sie doch mehr Atmosphäre, unterbricht den Sound auch mal für beatlose Flächen oder Schrittgeräusche die im Echo wiederklingen. Hier fällt besonders The Angst Pt. 2 auf, gibt Hell nun doch schon mal etwas Gas, obwohl er es sonst auf dieser Disc eher ruhiger angehen lässt. Ganz anders wird das dann auf der CD Night. Hier schöpft Hell aus den Vollen und zeigt was aus der Symbiose zwischen altbewährten Tricks, Kreativität und Innovation werden kann: ein Konstrukt aus erstklassigen Sounds, stimmigen Melodien, Bekanntem das wie Neu erscheint und Neues, das einem sonderbar vertraut vorkommt. Auf Anhieb überzeugen können hier Tracks wie Eletronic germany und Bodyfarm 2 mit seinen vocoderten Stimmen und U can dance mit den grandiosen Vocaleinlagen Bryan Ferrys. Bei den anderen Titeln bedarf es manchmal mehrmaligem oder intensiverem Zuhören um den Detailreichtum und das ganze Spektrum zu erfassen. Einziger Track der mich persönlich nicht vom Hocker reisst ist The disaster (liegt wohl daran das ich es schon von der Gigolo CD 11 her kenne und es da schon nicht mochte), wirklich schlecht ist er aber nicht.
Beide CDs zusammen sind weit mehr als Hells Vision von guter Musik, sie verkörpern einen Lifestyle, den Hell mitgeprägt hat.
Absoluter Pflichtkauf für jeden, der was auf seinen Technogeschmack hält! :P