Ursprünglich wollte ich mir diesen Eintrag hier sparen, da alles Mitteilenswerte fast vollständig schon geschrieben steht. Doch der Aussage meines Vorrezensenten kann nicht unwidersprochen bleiben - finde ich.
Sicherlich ist dieses Buch in keinem Falle mit Werken von großen Schriftstellern zu vergleichen, aber das beansprucht es nicht und ganz sicher auch nicht die anderen Rezensenten und Rezensentinnen. Wenn man an alle Bücher solche Maßstäbe legen würde, wieviel an guter Literatur bleibt dann noch übrig? 10 Prozent? Oder eher 5 ? Vielleicht sollte man sich Gedanken machen, was 2 Punkte bedeuten: Das ist weniger als der Durchschnitt, also nicht empfehlenswert.
Dieses Buch ist Unterhaltungsliteratur und schafft es darüber hinaus, über die Zeit der Moorkolonisten Wissen anschaulich zu vermitteln, was unter anderem auch mit Hilfe des Sprachstils gelingt, der an die damalige Sprech- bzw. Schreibweise angelehnt ist. Leicht zu lesen ist es dennoch und trotzdem ein gutes Buch. (Weshalb müssen gute Bücher eigentlich schwierig zu lesen sein?)
4 Sterne vergebe ich deshalb 'nur', weil mir ein Anhang fehlt. In diesem Buch gibt es eine Reihe Ausdrücke aus der alten Zeit (?) bzw. aus dem Moor die mir als Süddeutscher nicht geläufig sind (z. B. Mehlklüten, Melioration, Bekassinen...). Da wären ein paar Übersetzungen nicht schlecht gewesen. Dem Verständnis tut es dennoch keinen Abbruch.