Inhalt:
Persephone Alcmedi, genannt Seph, ist eine Hexe, die ihren Lebensunterhalt mit dem Legen von Tarotkarten und dem Schreiben einer Zeitungskolumne verdient. Zudem bietet sie Werwölfen in Vollmondnächten Unterschlupf in ihrem Haus. Dabei handelt sie gegen die landläufigen Gepflogenheiten, denn während Vampire ein recht hohes Ansehen genießen, stellen Werwesen eine unerwünschte Randgruppe dar und werden als Bürger zweiter Klasse behandelt. Dies bestätigt sich wieder, als Sephs Werwolf-Freundin Lorrie ermordet wird, denn der Fall interessiert die Behörden nicht im Geringsten. Als die Hohepriesterin des Hexenzirkels Vivian Kontakt zu Seph nimmt und eine Menge Geld bietet, um Lorries Mörder zur Strecke zu bringen, zögert Seph zunächst, denn sie will keine "Auftragskillerin" sein. Doch der Umstand, dass Vivian Sephs dunkelstes Geheimnis kennt und Seph Gerechtigkeit für Lorries Tochter will, bringt sie dazu den Auftrag anzunehmen.
Als sie ihre Freundin Theo(die auch eine Werwölfin ist) bei den Ermittlungen um Hilfe bittet, wird diese angegriffen und lebensgefährlich verletzt. Seph findet heraus, dass es sich bei dem mutmaßlichen Mörder, um den mächtigen Vampir Goliath handelt und sie sich auf ein Spiel um Leben und Tod eingelassen hat. Doch zum Glück kann sie auf die Hilfe der Werwölfe zählen, vor allem auf Johnny, den attraktiven Leadsänger einer Gothic-Metal-Band, der bereits seit Längerem ein Auge auf Seph geworfen hat. Doch im Laufe der Ermittlungen stellt Seph fest, dass Vivian ein hinterhältiges Spiel mit ihr treibt und die Vampire nicht ganz so sind wie sie glaubte. Um Theo zu retten, muss sie sich auf einen Handel mit dem Meistervampir Menessos, der ebenfalls ein großes Interesse an ihr zeigt, einlassen. Ein Handel der ihr bisheriges Leben völlig verändert...
Meine Meinung:
Der Roman hat mir gut gefallen. Man wird langsam eingeführt in Sephs Welt und ihren Regeln, die nicht nur aus Werwölfe und Hexen besteht, sondern auch aus Vampiren und Feenwesen(wobei diese erst in den nächsten Teilen eine Rolle spielen werden), wobei die Werwölfe den schlechtesten Ruf haben und den meisten Vorurteilen ausgesetzt sind. Die Vampire sind zwar eher unangenehme Gesellen, faszinieren die Massen jedoch mit ihrem vermeintlichen Charisma. Seph ist alles andere als begeistert, dass sie sich mit ihnen einlassen muss.
Seph ist eine sympathische Heldin. Sie steht mitten im Leben, lässt sich nicht gefallen und ist ein sehr liebenswerter und hilfsbereiter Mensch. Vor allem wenn es um ihre Werwolf-Freunde geht. Sephs Magie ist nicht aggressiv, sie setzt ihre Beschwörungen und Zauber nicht im Kampf ein, sie kommen auch insgesamt eher sparsam zum Einsatz. Meist verlässt sie sich auf ihren gesunden Menschenverstand.
Daher ist die Geschichte eher charakterorientiert und weniger actionlastig. Die Spannung im Roman bleibt dank einiger überraschender Wendungen hoch, aber wer actionreiche Kämpfe erwartet, wird hier wohl enttäuscht werden. Wie schon erwähnt ist Seph keine Kriegerin und sie schafft es, viele Konflikte mit Verhandlungsgeschick zu lösen.
Seph stehen eine Menge sympathischer Nebenfiguren zur Seite, die auf ganzer Linie überzeugen können. Da wäre zum einen ihre Großmutter Nana, die seit sie aus dem Pflegeheim raus geworfen wurde bei ihr lebt. Zwischen den beiden Frauen kommt es immer wieder zu Reibereien und ihre Wortgefechte sind sehr amüsant. Dann sind da noch Sephs Werwolffreunde Celia, Theo und Erik, die ihr treu zur Seite stehen, und natürlich noch Johnny, der gepiercte und tätowierte Leadsänger der Band "Lycanthropia" und der praktisch nonstop mit ihr flirtet. Zwischen Seph und ihm knistert es und ganz langsam kommen sie sich auch näher. Allerdings hat auch Menessos ein Auge auf Seph geworfen und funkt gewaltig dazwischen. Wir dürfen also gespannt sein, wie sich die Beziehung in den nächsten Teilen weiterentwickelt.