Für mich war es das erste Buch von Colin Forbes und leider wird es mich wohl nicht dazu animieren, weitere Bücher dieses Autors zu lesen.
Die Handlung ist nicht besonders spannend, der Plot an einigen Stellen sehr vorhersehbar. Zudem wirkten die Charaktere auf mich nicht sehr sympathisch. Total von sich überzeugt und unverletzbar bewegen sie sich durch die Story und es wird immer mal wieder dargestellt, wie gut sie doch sind.
Einige Elemente der Geschichte, wie zum Beispiel die Verwicklungen der Lady Cavendish, wirken nicht sehr durchdacht und wie ein Fremdkörper, der zum Ende hin schnell abgeschlossen wird, um mit der ganzen Geschichte zum Schluß zu kommen.
Zudem vermisse ich die wirkliche Ermittlungsarbeit der Agenten, die doch fast ausschließlich den Anweisungen des Bösewichtes folgen und dabei die schönen Landschaften von England, Frankreich und der Schweiz bewundern und dabei beiläufig die Feindesschar ausschalten, die nie wirklich gefährlich wird. Hindernisse verschwinden sehr schnell, es bleibt aber stets Zeit zur Selbstbeweihräucherung. Als Fan von Wissenschafts-Thrillern hätte ich mir mehr Informationen zu dem Kampfstoff und seinen Hintergründen gewünscht, aber das ist lediglich ein persönlicher Randgedanke.
Weiterhin sind die Anspielungen auf neue Feinde aus dem Nahen Osten doch etwas platt und klischeehaft, zumal sie während des gesamten Buches nur als Mörder auftreten und schnell beseitigt werden, ohne dass man ihnen auch nur eine Zeile Dialog gönnt.
Insgesamt kann ich von mir behaupten, dass ich durch dieses Buch nicht zu einem Fan von Colin Forbes geworden bin und bestimmt erst mal kein weiteres Buch aus der „Tweed-Reihe" lesen möchte. Als leichte Abendunterhaltung kann man das Buch schon lesen, es gehört aber sicher nicht zu der Kategorie von Werken, die man ein zweites Mal zur Hand nimmt.