Die Macht der Medien wird in diesem Buch recht deutlich. "Menschliche Bestien" wie Rudolf Pleil (der Totmacher), Jürgen Bartsch (der Kirmesmörder), Fritz Honka (der Blaubart von Altona) oder Joachim Kroll (der Menschenfresser von Duisburg) werden hier kurz vorgestellt. Dabei fällt vor allem eines auf: Diese "Teufel in Menschengestalt" sind in der Regel eher langweilige Personen, deren einzige Besonderheit darin besteht, dass sie andere Menschen töteten. Das medientypische Bild vom intelligenten Psychopathen, vom Halbverrückten, vom Perversling etc. relativiert sich hier stark. Häufig sind Serienmörder eher geistig beschränkt.Der gesamte Schwerpunkt des Buches liegt auf der Darstellung der Serienmörder in den Medien.
Wer allzu tiefsinnige Untersuchungen über die Psyche der Serienmörder erhofft, wird unter Umständen enttäuscht werden. Interessant hingegen ist der Aspekt der Rechtsprechung, der in diesem Buch gleichfalls zur Sprache kommt. Es ist nämlich gar nicht immer so sicher, ob die Verurteilten tatsächlich die Täter waren. Insgesamt eine sehr anregende Lektüre in einsamen Vollmondnächten.