Die Geschichten um den jungen "Raumkadetten" Pirx gehören zu den absoluten Perlen des Genres. Da muss einer mit den Touris zum Mond fliegen, weil er dort als echter Kosmonaut sein Flugpflichtprogramm ableisten muß.
Die Nachkriegs-SF mit den Superhelden wird von Lem auch hier sytematisch demoniert. Alles wird mit einer Portion Ironie belegt. Unser "Held" kämpft nicht mit Marsmenschen, sondern der - anscheinend - nicht geplante Auftritt einer Fliege bringen den Jungfernflug in äußerste Gefahr. Vorschriften, Technik und auswendig gelerntes helfen nicht weiter.
Der feine Humor und das spezielle Ego des Protagonisten kommen im Hörspiel nicht so recht "rüber". Man hat´s versucht, z.B. indem das Fliegengeräusch ("ssssss") eben ganz vorsätzlich Syntheziser-gemacht dauer-rundeum-summt. Wer Zeit hat lese das Buch, das Hörspiel ist aber unterhaltsam gemacht.
Das ganze übrigens eher ein Frühwerk des Philophen Lem. Pirx Kollege Tichy erlebt in den "Sterntagebüchern" weit absurdere Dinge: So führt er in seiner "Rakete" eine Dose Thunfisch als Proviant mit - mehr als peinlich, wenn man von der Raumpolizei eines von Fischen bewohnten Planeten kontrolliert wird.