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Tess von den d' Urbervilles
 
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Tess von den d' Urbervilles [Taschenbuch]

Thomas Hardy
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Broschiert --  
Taschenbuch, 1997 --  


Produktinformation

  • Taschenbuch
  • Verlag: Reclam, Ditzingen (1997)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3150099358
  • ISBN-13: 978-3150099353
  • Größe und/oder Gewicht: 14,6 x 9,6 x 3,5 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 488.588 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Buch der 1000 Bücher

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Tess von den D'Urbervilles
OT Tess of the D’Urbervilles. A Pure Woman Faithfully Presented OA 1891 Form Roman Epoche Viktorianismus
Tess von den D'Urbervilles gehört wie seine anderen so genannten »Wessex«-Bücher zu den Hauptwerken Hardys und zu den wichtigsten Romanen der spätviktorianischen Epoche.
Inhalt: Der arme Vater Tess', John Durbeyfield, erfährt, dass er aus einem alten Adelsgeschlecht, den d'Urbervilles, entstammt. Verblendet von diesem Wissen, plant er große Dinge mit seiner Tochter. Er schickt sie für eine Anstellung zu gleichnamigen Verwandten, nicht wissend, dass diese den Titel nur käuflich erworben haben. Dort trifft Tess auf Alex, den Sohn des Hauses, der sie bedrängt und schließlich vergewaltigt. Aus diesem Ereignis gebiert sie ein Kind, das jedoch früh stirbt. Drei Jahre darauf findet sie Anstellung im idyllischen Talbothays, lebt wieder auf und lernt den Pfarrerssohn Angel Clare kennen. Er umwirbt sie, Tess jedoch wagt wegen ihrer Gewissensbisse nicht, seinem Werben nachzugeben. Schließlich nimmt sie seinen Heiratsantrag an, erzählt ihm am Hochzeitsabend aber von der Vergewaltigung. Daraufhin verstößt er Tess und wandert nach Brasilien aus, sie bleibt als gebrochene Frau zurück und zieht wieder zu ihren Eltern.
Als der Winter kommt, arbeitet sie auf einer Farm in der Nähe. Dort trifft sie auf Alec, der mittlerweile als fanatischer Wanderprediger durchs Land zieht und sich ihr gegenüber als reuiger Sünder ausgibt. Erst nachdem Tess' Vater gestorben ist und die Familie in bitterste Not gestürzt hat, erhört sie Alecs Werben, denn insgeheim liebt sie immer noch Angel. Alec unterstützt von nun an Tess' Familie, bis eines Tages Angel von Reue zerfressen wieder auftaucht, um sich mit Tess zu versöhnen. Alec verhöhnt die beiden aufs ärgste, so dass Tess ihn in einem Akt der Selbstbefreiung ersticht. Auf der Flucht zieht sie mit Angel von Versteck zu Versteck, bis beide schließlich nahe der Kultstätte Stonehenge gefasst werden. Beide werden zum Tod durch Erhängen verurteilt. Der Roman endet, als Angel die gehisste schwarze Flagge im Gefängnis sieht – das Zeichen für die erfolgte Hängung von Tess.
Tess ist Spielzeug des Schicksals, das gnadenlos mit ihr umspringt. Die Vollbringer des Tess zugedachten Schicksals gleichen sich: Alec ist der scheinheilige, selbstgerechte Egoist und Angel ist scheinbar klug, gar intellektuell, aber sich blind an vollkommen überholten Moralbegriffen orientierend. Beide verfahren mit Tess gnadenlos und konsequent nach ihrem Dünkel. Hardy sah in beiden die typischen Vertreter des Viktorianismus: prüde, bigott und selbstgerecht. Bis zum Ende sind beide nicht zur Einsicht in ihr Tun fähig, trotz zwischenzeitlicher Anwandlungen von Reue.
Aufbau: Das Buch ist in Kapitel durchstrukturiert, deren Überschriften auf den wesentlichen Auf- und Abstieg der Heldin verweisen. Zudem ist die Handlung in den Ablauf der Jahreszeiten eingebettet: Beim Tanz in den Mai tritt Tess das erste Mal auf, im Sommer ist sie auf dem Höhepunkt ihrer Liebe zu Angel und im Winter tritt sie in Verzweiflung die Tätigkeit auf der Farm an. Auch durchzieht das Motiv des Todes in vielen Variationen das Buch, um dann mit der schwarzen Flagge nach Tess' Hängung zu kulminieren. Hardy tritt als allwissender Erzähler auf, der sich immer wieder mit moralisierenden und philosophischen Kommentaren zu Wort meldet.
Entstehung: Hardy begann 1888 mit der Niederschrift von Tess, der als Arbeitstitel Too Late, Beloved (Zu spät, Geliebte) trug. Das Manuskript wurde zu Beginn von mehreren Zeitschriften wegen angeblicher Anstößigkeiten abgelehnt, bis 1891 eine stark gekürzte Fassung als Fortsetzungsroman in einer Wochenzeitung erschien. Noch im selben Jahr kam das Buch in seiner ursprünglichen Langform heraus.
Wirkung: Literaturgeschichtlich gesehen beschleunigte Hardy mit seinem Roman die endgültige Lösung von der Romantik, indem er die Situation der Landbevölkerung durchaus nicht so beschaulich schilderte, wie bis dahin getan, und auch die Vergewaltigung durch Alec als solche benannte er. Diese Offenheit brachte ihm breite Kritik ein, aber gerade wegen dieser Offenheit hebt sich das Werk aus den sonst eher harmlosen Werken Hardys heraus. A. Fe.

Kurzbeschreibung

Der arme Vater Tess', John Durbeyfield, erfährt, dass er aus einem alten Adelsgeschlecht, den d'Urbervilles, entstammt. Verblendet von diesem Wissen, plant er grosse Dinge mit seiner Tochter. Er schickt sie für eine Anstellung zu gleichnamigen Verwandten, nicht wissend, dass diese den Titel nur käuflich erworben haben. Dort trifft Tess auf Alex, den Sohn des Hauses, der sie bedrängt und schliesslich vergewaltigt. Aus diesem Ereignis gebiert sie ein Kind, das jedoch früh stirbt. Drei Jahre darauf findet sie Anstellung im idyllischen Talbothays, lebt wieder auf und lernt den Pfarrerssohn Angel Clare kennen. Er umwirbt sie, Tess jedoch wagt wegen ihrer Gewissensbisse nicht, seinem Werben nachzugeben. Schliesslich nimmt sie seinen Heiratsantrag an, erzählt ihm am Hochzeitsabend aber von der Vergewaltigung. Daraufhin verstösst er Tess und wandert nach Brasilien aus, sie bleibt als gebrochene Frau zurück und zieht wieder zu ihren Eltern. Als der Winter kommt, arbeitet sie auf einer Farm in der Nähe. Dort trifft sie auf Alec, der mittlerweile als fanatischer Wanderprediger durchs Land zieht und sich ihr gegenüber als reuiger Sünder ausgibt. Erst nachdem Tess' Vater gestorben ist und die Familie in bitterste Not gestürzt hat, erhört sie Alecs Werben, denn insgeheim liebt sie immer noch Angel. Alec unterstützt von nun an Tess' Familie, bis eines Tages Angel von Reue zerfressen wieder auftaucht, um sich mit Tess zu versöhnen. Alec verhöhnt die beiden aufs ärgste, so dass Tess ihn in einem Akt der Selbstbefreiung ersticht. Auf der Flucht zieht sie mit Angel von Versteck zu Versteck, bis beide schliesslich nahe der Kultstätte Stonehenge gefasst werden. Beide werden zum Tod durch Erhängen verurteilt. Der Roman endet, als Angel die gehisste schwarze Flagge im Gefängnis sieht - das Zeichen für die erfolgte Hängung von Tess. Tess ist Spielzeug des Schicksals, das gnadenlos mit ihr umspringt. Die Vollbringer des Tess zugedachten Schicksals gleichen sich: Alec ist der scheinheilige, selbstgerechte Egoist und Angel ist scheinbar klug, gar intellektuell, aber sich blind an vollkommen überholten Moralbegriffen orientierend. Beide verfahren mit Tess gnadenlos und konsequent nach ihrem Dünkel. Hardy sah in beiden die typischen Vertreter des Viktorianismus: prüde, bigott und selbstgerecht. Bis zum Ende sind beide nicht zur Einsicht in ihr Tun fähig, trotz zwischenzeitlicher Anwandlungen von Reue.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Nur eine Frau 22. Oktober 2009
Von Tanja Heckendorn TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Eine der bekanntesten Romanfiguren von Thomas Hardy ist die liebliche Tess, die von dem Autor selbst als eine "reine Frau" bezeichnet wird, deren Wesen und Weg er "getreulich dargestellt" haben will. Allein die Geschichte zur Entstehung des Romans ist ziemlich ob-skur. So soll der liebliche Anblick einer jungen Frau, die vor den Augen Hardys tot am Galgen baumelte, die Anregung seiner schriftstellerischen Fantasie gewesen sein. Trotz der ziemlich morbiden Veranlagung des Autors und seines deutlich spürbaren Zwiespaltes zwischen religiös orientierten Moralempfinden und dem Zweifel an der Selbstbestimmung des einzelnen, ist es ihm gelungen, ein fesselndes Gesamtwerk zu schaffen, welches sogar für einige seiner Zeitgenossen annehmbar und unterhaltsam war. Tess schicksalhafter Weg vom blühenden, unschuldigen Landmädchen zur verzweifelten Mörderin lässt kein Auge trocken, und führt den Leser durch eine unvergessliche Berg- und Talfahrt der Gefühle.

Das Unglück des Mädchens, das man bis dorthin nur unter dem Namen Tess Durbeyfield kannte, beginnt an einem wunderschönen Maientag. An diesem wonnigen Tag mischt sie sich unter ihre Gefährtinnen, die in weißen, fließenden Kleidern tanzend den Frühling feiern. Hier hat sie ihre erste schicksalhafte Begegnung mit Angel Clare, der mit seinen Geschwistern auf Wanderschaft ist und von dem Treiben der anmutigen Tänzerinnen angezogen wird. Da Tess mädchenhaft schüchtern ist, bemerkt der junge Mann sie zunächst nicht, als er die schwierige Auswahl unter all den lachenden Frauengesichtern trifft. Erst als der Tanz vorbei ist, schaut er in die enttäuschten Augen der ausdrucksstarken Tess und einen Moment lang stellt der Autor die Frage in den Raum, ob die ganze Geschichte einen anderen Lauf genommen hätte, wäre Tess nicht an diesem 1. Mai von Angel Clare übersehen worden wäre! Dieser Einblick währt jedoch nur kurz und wird von einem vordergründig weit gewichtigeren Ereignis überlagert. Tess Vater, John Durbeyfield hat von dem hiesigen Geistlichen erfahren, dass sein Name eigentlich D´Urberville lautet und er einem uralten Adelsgeschlecht entstammen, welches leider verarmt und mittlerweile in Vergessenheit geraten ist. John ist sich sicher, dass aus dieser Nachricht Kapital zu schlagen ist. Mit glänzenden Augen sieht er schon die glänzenden Zukunft seiner bisher so armen vielköpfigen Familie vor sich und trinkt glückselig ein um das andere Gläschen Wein auf sein Wohl, obwohl seine Gesundheit schon mehr als leicht angegriffen ist. Das Ende vom Lied ist, dass die arme Tess übermüdet einen Unfall mit dem Wagen hat, mit dem eigentlich der Mann zum Markt fahren sollte. Mit dem Verlust des einzigen Pferdes stehen den Durbeyfields magere Zeiten bevor. Als Ausweg soll Tess zu angeblichen reichen Verwandten, die Mutter Durbeyfield entdeckt hat, gehen und um Hilfe bitten. Die Durbeyfields ahnen nicht, dass es sich bei den reichen D`Urbervilles keineswegs um Blutsverwandte handelt. Der Sohn der Gutsbesitzerin, Alec D`Urberville, verschweigt der der hilfesuchenden Schönen wohlweislich diese Tatsache und stellt sie als Geflügelbauerin ein. Infolge ist Tess schweren Angriffen ihrer Tugend von Seiten ihres Cousins ausgesetzt, die schließlich damit enden, dass Tess vier Monate später unglücklich, entehrt und schwanger nach Hause zurückkehrt. Doch das Leiden der Tess Durbeyfield hat noch lange kein Ende. Nach dem Tod ihres Säuglings erholt sie sich zwar langsam und findet eine Stelle als Milchmagd auf einem idyllischen Bauernhof, aber der Frieden hält nicht lange an. Der dritte Sohn eines Geistlichen, Angel Clare, macht auf eben diesem Hof ein Prakti-kum und diesmal entgeht ihm der Liebreiz der dunkeläugigen Tess nicht. Der sonst etwas unentschlossene Mann ist schwer in Tess verliebt und drängt sie zur Heirat. Tess fürchtet, dass er ihre Vergangenheit nicht wird akzeptieren können. Da sie jedoch sehr in Angel verliebt ist und so gerne genau die Frau sein würde, die er sich erträumt, willigt sie schließlich ein. Die seltsamen Vorzeichen am Hochzeitstage sind noch längst nicht das Schlimmste, denn der tapferen jungen Frau mit dem adligen Namen steht noch einiges bevor...

Das Scheitern der Tess ist letztlich gesellschaftlich bedingt. Auf der einen Seite wurde von einer jungen Frau verlangt, keusch und unberührt in den Ehestand zu treten, aber auf der anderen Seite wurde es dem Mann zugestanden, seine sexuellen Erfahrungen zu sammeln. Dabei erhielten junge Mädchen oft nicht einmal die nötige Aufklärung, um sich gegen sexuelle Übergriffe zu wehren. So geht es auch der unschuldigen Tess. Als Alec sie im Wald überwältigt, kann Hardy die Dinge zwar nur schemenhaft andeuten, um den Sittenkodex seiner Zeit nicht zu verletzten, aber das nachfolgende Kapitel legt nahe, dass Tess vergewaltigt wurde. Ein gemeinsamer Wanderer schreibt zu ihrem Entsetzen drohende Bibelworte an Hauswände. Auf ihre zaghafte Frage, ob man von der Verdammnis verschont bliebe, wenn ein Fehlverhalten "gegen den eigenen Willen" geschehen sei, er-hält sie allerdings eine vernichtende Antwort. Schließlich beschließt Tess einen neuen Anfang zu wagen und ihre Vergangenheit zu verschweigen. Der Preis soll Ehelosigkeit sein. Als sie dann aber Angel begegnet, der vorgibt und wahrscheinlich auch glaubt, ein Freigeist zu sein, denkt sie ihr Schicksal mit Liebe und Vertrauen ändern zu können. Aber Angel enttäuscht sie und auch die Leser schwer, als er sich als Kind seiner Zeit erweist und Tess als gefallene Frau grausam zurückweist und sie damit tief ins Unglück stürzt. Daher ist die Frage, ob der aufrichtige Schurke Alec oder das Engelsgesicht Clare ein größeres Verbrechen an Tess begehen, gar nicht so einfach zu beantworten ist.
Das persönliche Leid hat Thomas Hardy wie so oft mit der schmerzlichen Veränderung der Landwirtschaft durch die industrielle Revolution verbunden. Allerdings ist seine Beschreibung der hingebungsvollen Melkerinnen, die sich so liebevoll an ihre Kühe schmiegen, schon fast übertrieben komisch. Bedeutsamerweise fällt Tess Aufenthalt bei den Rindern in die warme Jahreszeit, wohin gegen ihre harte Zeit auf der Steckrübenfarm im bitteren Winter beschrieben wird.
Thomas Hardy hat in seinem Werk viele Fragen zur Moral seiner Tage aufgeworfen. Wirken frühe Erziehung und Umfeld auf einen Menschen stärker ein, wie Bildung und eigene Erfahrungen? Ist der Mensch ein Spielball der Vorherbestimmung, oder sind seine eigenen Entscheidungen fehlgeleitet? Auf manche Fragen fällt dem schwierigen Autor die Antwort schwer und seine Ausführungen wirken verschwommen oder unklar. Vielleicht hatte er doch mehr mit seinem unentschlossenen Helden Angel Clare gemeinsam, auch wenn der Autor selbst eindeutig Stellung auf der Seite der würdigen Heldin dieses Dramas bezieht.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Geschildert wird die Geschichte der Tess Durbeyfield gegen Ende des 19. Jahrhunderts in England. An ihrer Geschichte sieht man, wie weit entwickelt die Moralvorstellungen zu der Zeit waren.

Diese Geschichte ist von vorne bis hinten tragisch. Immer wieder wird die charakterliche Reinheit (wie auch im Untertitel angedeutet) der Tess beschrieben bzw. durch ihr Verhalten dargestellt. Sie ist eine durch und durch mit der Natur verwurzelte Gestalt, hart mit sich selbst und genügsam. Von anderen will sie sich nichts erbitten und erhoffen. Hardy beschreibt diese Szenen einfühlsam und zärtlich, manche Szenen sind sehr rührend! Zum Beispiel als sie sich aus Angst vor Avancen von Männern in einen Berg aus Laub vergräbt und dort die Natur beobachtet. Oder als sie sich zum Schutz vor Bewunderern und um zu zeigen, daß sie nur einem gehört, ihre Augenbrauen abschneidet.

Doch auf die Liebe ihres Mannes hofft sie die ganze Zeit.

Dieser Roman ist ein eindringliches Dokument über die Verschiedenheit der Moralvorstellungen im 19. Jahrhundert, im viktorianischen Zeitalter.

Das Unglück, das ihr zugestoßen ist, wird als ihre eigene Schuld ausgelegt und gereicht ihr in ihrer ehelichen Beziehung zum Nachteil, so daß sie fast „vergeht", während die Tat ihres Mannes von ihm zwar benannt wird, aber keinerlei Ächtung erfährt. Seine charakterliche Wandlung vom unbarmherzigen Gatten zum liebenden Ehemann hätte glaubwürdiger dargestellt werden können. Auch hätte mich interessiert, ob eine Behandlung von Frauen in solchen „Fällen" geduldet wurde bzw. üblich war. Man leidet mit Tess und kann es einfach nicht verstehen ... wieso mußte sie so leiden, ackern, schuften und schmachten, für das Unrecht, das an ihr begangen worden war?

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Thomas Hardy fans 27. Mai 2009
Von B. Zaman
Format:Taschenbuch
Sehr spannend, sehr dramatisch, zeigt die Abhängigkeit armer Landleute von den Adligen, die Armut und den Fleiß der Armen. Sozialkritisch.
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