Anschaulich bekommt man einen Eindruck vom Leben der Tschuktschen, das eigentlich stets seinen geregelten Gang im Wechsel der Jahreszeiten geht - selten einmal wird es aus den Fugen gebracht. Dies ändert sich, als der Robbenjäger Goigoi noch ganz in Gedanken an seine frisch anvertraute Frau auf einer Eisscholle vom Festland aufs offene Meer hinaus abtreibt. Die Legende vom auf sich allein gestellten Menschen, der abseits der Lebensgemeinschaft zwar überlebt, dabei jedoch zum fellbewachsenen Ungeheuer, zum Teryky, wird, holt Goigoi ein ... entsetzt muss er nach einiger Zeit feststellen, dass ihm das Schicksal zuteil geworden ist, ein Teryky zu werden - und die Menschen, die einen Teryky entdecken, müssen ihn töten ... Es handelt sich um eine wunderbare, schlicht erzählte Legende und gleichzeitig Liebesgeschichte aus dem hohen Norden. Der diffuse, aber tief wurzelnde Glaube an die Sage einerseits und an den Tod des verschwundenen Goigoi ist so groß, dass die kleine Lebensgemeinschaft, aus der Goigoi abhanden gekommen ist, den Teryky am Ende tötet, ohne zu merken, dass Goigoi im Grunde als derjenige wiederkam, als der an jenem verhängnisvollen Frühlingsmorgen davongegangen war.