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Power and Terror. US-Waffen, Menschenrechte und internationaler Terrorismus
 
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Power and Terror. US-Waffen, Menschenrechte und internationaler Terrorismus (Taschenbuch)

von Noam Chomsky (Autor)
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 104 Seiten
  • Verlag: Europa, Hamburg; Auflage: 1 (2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3203760088
  • ISBN-13: 978-3203760087
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 13,4 x 1,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 449.690 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Dass der Linguist und Philosoph Noam Chomsky, Autodidakt auch auf dem Feld der Politik, die Diskussion um profunde Analysen zu bereichern vermag, belegt sein mittlerweile recht umfängliches Werk politischer Schriften. Seit einigen Jahren hat Chomskys diesbezüglicher Output mit demjenigen auf seinem angestammten wissenschaftlichen Terrain mindestens gleichgezogen. Der Anlass dafür ist die große Sorge des Autors um die Zukunft der USA (und der Welt). Davon kündet einmal mehr auch der vorliegende Band, der auf knappem Raum die Grundlinien des politischen Denkens des Autors nachzeichnet. Power and Terror gliedert sich in drei Teile. Im ersten Teil ist ein Interview abgedruckt, das John Junkerman anlässlich seines Films Power and Terror: Noam Chomsky in Our Times mit dem Autor geführt hat. Im zweiten Teil beleuchtet Chomsky selbst in einem bissig-polemischen Essay die Geschichte der USA als eine Geschichte der Selbstgerechtigkeit ihrer Regierungen. Im dritten Teil schließlich hat man kleine Glanzlichter aus Vorträgen und Diskussionsbeiträgen zusammengestellt, die insgesamt einen lebhaften Eindruck davon vermitteln, wes Geistes Kind der emeritierte MIT-Professor ist.

Chomsky hat von Beginn an keinen Zweifel aufkommen lassen, was er von der Anti-Terrorpolitik der Bush-Regierung hält, der er eine im Kern verlogene Interessenpolitik vorwirft, die Menschenrechtsargumente für ihre eigenen Zwecke instrumentalisiert und in dem Moment auch nicht mehr ganz so ernst nimmt, wo sie selbst davon keinen unmittelbaren Nutzen hat. Doch so unerbittlich er auch mit der gegenwärtigen Regierung ins Gericht geht, so übersieht er dabei nicht, dass diese in einer Kontinuität steht, zu der auch Bill Clinton seinen Beitrag geleistet hat, auch wenn dessen Präsidentschaft -- aus einsehbaren Gründen -- heute insgesamt in einem fast schon verklärten Licht erscheint. Das verleiht der vielfach ätzenden Kritik Chomskys eine Glaubwürdigkeit, die manch anderem Autor, der dieser Tage gegen die US-Regierung wettert, abgeht. --Andreas Vierecke

literaturtest.de

Die Vereinigten Staaten könnten das Ausmaß des weltweiten Terrors drastisch vermindern, würden sie aufhören, ihn zu unterstützen und sich daran zu beteiligen. Auf diese einfache Formel bringt der Autor die Antwort auf die Frage, wie die demokratischen Staaten die Geißel des Terrors bekämpfen könnten. Als Beweise für die nach seiner Meinung falsche Politik der USA nennt Chomsky den Krieg in Vietnam, die jahrelange Unterstützung des Irak, der Türkei, Saudi-Arabiens, das Paktieren mit Israel, das Embargo gegen Kuba oder die Unterstützung Kolumbiens (das Land hält den Rekord an Menschenrechtsverletzungen in der westlichen Welt).

In diesem Taschenbuch äußert der streitbare amerikanische Linguistik-Professor und Vielfach-Autor seine dezidierten Auffassungen zu weltweit wichtigen Vorgängen und Ereignissen. Aus Interviews, Vorträgen und Artikeln hat der Herausgeber die Meinungen Chomskys gefiltert, der nach Überzeugung des Südwestrundfunks zu den letzten prominenten Intellektuellen gehört, "die überhaupt noch bereit sind, gegen den überwältigenden konformistischen Meinungsstrom zu schwimmen".

Bei aller Kritik an der US-Administration und am Missbrauch der Macht bleibt der Autor optimistisch -- auch mit dem Hinweis darauf, dass die sozialen Bewegungen in den letzten Jahrzehnten viel erreicht hätten und ein gesellschaftlicher Wandel hin zu Frieden und Zusammenarbeit in der Welt durchaus in Reichweite läge. Auch wenn man Chomsky sicher nicht in allen Einschätzungen folgen mag, muss man ihm zugestehen: Er ist ein scharfsinniger Beobachter, der zudem brillant formuliert. -- Carsten Hansen



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5.0 von 5 Sternen Stiche ins Herz der politischen Mitte, 21. September 2008
"Power and Terror" ist das Buch zum gleichnamigen Dokumentarfilm Power and Terror: Noam Chomsky - Gespräche nach 9/11 und daher im Doppelpack ein perfekter multimedialer Einstieg in die politische Gedankenwelt des emeritierten Linguistik-Professors Noam Chomsky aus Boston. "Rebel without a pause" nennt ihn Bono, der Leadsänger der Musikgruppe U2, und spielt damit auf den bekannten Film mit James Dean an (rebel without a cause). Das ist ganz aufschlußreich, denn es läßt anklingen, daß es ein Mißverständnis wäre, aus der Schwere der Vorwürfe, die Chomsky an die Adresse der USA richtet, abzuleiten, daß seine Haltung antiamerikanisch wäre. Das ist gewissermaßen sogar sinnlos, als eben auch Noam Chomsky eine amerikanische Ikone ist. Das Phänomen Chomsky ist nun einmal ein rein amerikanisches und daher auch genug Anlaß im guten alten Europa, das eben keinen Noam Chomsky und keine Amy Goodman hervorgebracht hat, sich für Amerika zu begeistern.

Trotz der bedrückenden Fakten, die Chomsky gegen die amerikanische Machtpolitik anführt, und des scharfen Tadels amerikanischer Militärverbrechen (etwa, daß Deutsche in Nürnberg für weniger gehenkt worden wären), dämonisiert er sein Land nicht. Er weist die Charakterisierung der USA als "Reich des Bösen" zurück und stellt sachlich fest, daß sein Land eigentlich nur deswegen gewalttätiger ist, weil es gerade mächtiger sei als andere. Als die Briten die Welt dominierten, hätten sie sich ähnlich verhalten. Chomsky zitiert Churchill, der nach dem Ersten Weltkrieg als Kolonialminister forderte, Giftgas gegen "unzivilisierte Stämme" einzusetzen, um die britische Herrschaft in Vorderasien aufrechtzuerhalten. Das zielte auf Kurden und Afghanen. Vor diesem Hintergrund erscheint die Rechtfertigung des Irakkriegs (oder seine nachträgliche Beschönigung) mit Verweis auf Saddam Husseins Giftgaseinsatz gegen die Kurden unglaublich ignorant. Auch seien die Militäraktionen des türkischen Verbündeten gegen die Kurden in Ostanatolien viel schlimmer gewesen. Angesichts des Schweigens der westlichen Intellektuellen spricht Chomsky von der "Selbstdisziplin der Gebildeten".

Als moralische Instanz ist Noam Chomsky ebenso unerbittlich wie Immanuel Kant. Seine moralische Referenz ist minimalistisch. Er begnügt sich mit der goldenen Regel bzw. Kants kategorischem Imperativ. Der rote Faden, der sich folglich durch seine politischen Stellungnahmen zieht, ist die Aufdeckung der kontinuierlichen Verletzung dieses Symmetrie-Prinzips in der Außenpolitik der westlichen Welt. Damit eng verknüpft ist für ihn das Problem der Selbstzensur der westlichen Presse. Er behauptet nicht, daß die US-Regierung die Medien direkt beinflußt. Aber er stellt klar, daß die Medien Großkonzerne seien, und die Interessen der Großkonzerne die Politik der Regierung bestimmten. Ein Beispiel aus dem vergleichsweise liberalen Neuengland sei die Weigerung der Herausgeber des Boston Globe zu Beginn der Intifada über Hubschrauberlieferungen der Clinton-Regierung an Israel zu berichten (auch nicht nach direkter Ansprache). Alle anderen amerikanischen Zeitungen hätten die gleiche Selbstzensur geübt.

Jede politische Schrift von Noam Chomsky ist eine Offenbarung. Auch dieses Buch, das aus Interviews und Redebeiträgen zusammgengestellt wurde, lenkt den Blick auf unterschlagene geschichtliche Fakten und politische Zusammenhänge, vor denen einen die großen bekannten Zeitungen der politischen Mitte immer schützen wollen.
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5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Danke, 16. August 2004
Noam Chomsky schafft es immer wieder über noch so "trockenten" Themen so zu schreiben, dass man seine Bücher liest als wären es spannende Kriminalromane. Er beschreibt relativ objetiv, die Machenschaften der großen Weltmachten! Aufschlussreich aber keine Propaganda!
Interessant ist auch das Interview als "Einleitung".

Dieses Buch ist wie auch seine anderen Bücher empfehlenswert.

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