Kurzbeschreibung
Es ist wie ein schrilles Klingeln, hohes Summen, "Weltraumrauschen" oder Pfeifen - Tinnitus, das überaus peinigende Ohrgeräusch, das Menschen - zunehmend auch Jugendliche - über Jahre, manchmal ein Leben lang begleitet. Inzwischen zu einem neuen Volksleiden von Millionen von Menschen geworden, zählt Tinnitus zu den am schwierigsten zu behandelnden Krankheiten. Sprachlich brillant, mitunter poetisch beschreibt Hans-Jürgen Heinrichs vor dem Hintergrund persönlicher Erfahrung das Phänomen Tinnitus aus Sicht der Medizin, Hirnforschung und Psychotherapie. Zugleich stellt er einen neuen, eigenen therapeutischen Zugang vor, der der komplexen Struktur von Tinnitus in besonderer Weise Rechnung trägt. Tinnitus ist zumeist Ausdruck tiefer liegender Konflikte, so seine These, und kann daher nur durch den individuellen Umgang wieder aufgelöst werden. Erst durch Spurensuche in der Biographie, aber auch durch eine bewusst veränderte Wahrnehmung des quälenden Ohrgeräusches kann der Terror Tinnitus aufhören, seine zerstörerische Wirkung zu entfalten.
Über den Autor
Hans-Jürgen Heinrichs, geb. 1945, ist Psychologe und Ethnologe, Promotion zu psychoanalytischen und ethnologischen Theorien. Lehrtätigkeit an deutschen und schweizer Universitäten. Herausgeber ethnologischer und psychoanalytischer Werke, im Mai 2002 ausgezeichnet mit dem 'Preis für Dialogisches Denken". Der Autor lebt in Frankfurt und Gomera.