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Devins Musik lässt sich sehr schwer einordnen. Am ehesten noch dem Heavy Metal...schwere Gitarren bilden bombastische Klangteppiche, werden ergänzt durch sphärische Keybords und epochalen Soli. Dazu Devins allesdurchdringende Stimme (die muss man einfach gehört haben!)
Terria ist laut Devin die Vertonung seines Heimatlandes Kanada. Dies ist im absolut gelungen! Man sieht, ungeteilte Aufmerksamkeit vorausgesetzt, die unendlichen Gebirgszüge förmlich vor sich. Riesige Flüsse, weite Ebenen, kristallklare Seen oder eifach nur relaxend vor einer Holzhütte hockend und sich eine erfrischende Sommerbrise ins Gesicht wehen lassen. Devin versteht es wie kein zweiter Bilder und Eindrücke zu vertonen und glaubwürdig wiederzugeben. So bildet bereits die ersten 3 Tracks (Olive, Mountain, Earth Day) ein monumentales Massiv das warscheinlich nicht einmal der Allmächtige höchstpersönlich niederzureissen vermag. Beständiger als jede Bergkette, eine nicht endend wollende Kammerafahrt über die Gebirge und Ebenen Kanadas.
Mit Deep Peace hat sich Devin jetzt schon ein Denkmal gesetzt. Dieser von Kreativität nur so strotzende Übersong gehört meiner Meinung nach zu den 5 besten Songs die je geschrieben wurden. Etwas auch nur annähernd vergleichbares hab bis heute nicht gefunden. Alleine schon die etwa 3 minütige Instrumentaleinlage rechtfertigt alleine schon den Kaufpreis für dieses Überwerk.
Canada knüpft dann nochmals an die ersten drei Tracks an und lässt wiederum Landschaften vor dem geistigen Auge erscheinen wie sie Peter Jackson nicht besser hätte inszenieren können und beinhaltet alles was dieses Album ausmacht.
Down and Under kommt fast schon überraschend luftig und leicht daher, wie ein morgendlicher Segeltrip mit anschliessendem Brunch.
The Fluke zieht dann das Tempo wieder gehörig an...Autobahnfahrt...Bäume, Wiesen, Hügel rauschen an einem vorbei.
Nobody's Here und Tiny Tears laden zum gepflegten relaxen ein, irgendwo alleine auf einer Wiese oder mit einem geliebten Wesen im Arm.
Stagnant bildet den Abschluss eines Albums das einen wie kein zweites zum träumen einlädt. Wohl der einzige Song der radiotauglich ist. Könnte man als Anspieltipp nehmen um ganz behutsam in Devins Welt einzusteigen.
Wie schon erwähnt, ungeteilte Aufmerksamkeit ist Pflicht (jedenfalls zu Beginn). Glaubt mir, dieses Album ist das bisschen Konzentration wert. Wer einmal in Devins Welt eindringen konnte, der wird nicht mehr losgelassen. Der einzige Nachteil ist: man will nie wieder etwas anderes hören.
Denkste! Wochen, nachdem ich sie gekauft habe, hörte ich sie mir abends über Kopfhörer an, und wieder und wieder....nachdem dem fünften (!!) Male musste ich mich regelrecht ins Bett zwingen.
Wie bereits von anderen erwähnt, diese CD macht WIRKLICH süchtig!
Es ist die Kombination von einer Wahnsinnsstimme (ich kannte Townsend bereits als Sänger von einer alten Steve Vai - Platte [Sex & Religion], aber hier hat er sich echt übertroffen...) mit diesem tonnenschweren, zähen Gitarrensound, der sich mit nichts vergleichen lässt. Man nehme nur einmal diese sphärische Gitarrenintro von Tiny Tears: es ist, als stünde man auf einem Gipfel der kanadischen Rockies und dieser elementare Sound schwappt einem entgegen, so sphärisch, so elegisch, so voller Sehnsucht und unprätentiösem Pathos. Selten hat jemand das Gefühl von Heimatverbundenheit so plastisch und glaubhaft darstellen können!
Es sind vor allem die balladesken Stücke, die mich auf diesem Album überzeugen, vor allem, neben Tiny Tears das genial schöne Nobody's here und Deep Peace. Fazit: Wer dieses Wahnsinnswerk verpasst, ist selber Schuld!
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