Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Irritierende Sprachexeperimente führen zu einer extrem freudlosen Lektüre, 17. Januar 2008
So wie schon Elisa aus seinem Debütroman "Stillborn" (2006) ist auch die Hauptfigur in Michael Stavarics neuem Werk kein richtiger Held, sondern eher eine Randexistenz, einer der mühsam und mit allerlei sprachlicher Akrobatik versucht, sein Leben zu meistern, obwohl doch von Anfang an festzustehen scheint, dass das gar nicht funktionieren kann, weil in Stavarics pessimistischer Sicht auf die Welt das Leben immer und zu jedem Zeitpunkt eine einzige Odyssee ist.
Auch Lois, der Ich-Erzähler im neuen Buch wird geschildert als eine Person mit harter und kantiger Struktur. Er steht in seinem eher armseligen Leben drin und beobachtet es gleichzeitig, das eigene und das fremde Handeln gleichsam unter dem sprachlichen und ästhetischen Mikroskop sezierend, als Außenstehender.
Louis ist als Waise in einem Heim in den Bergen aufgewachsen. Viele Erinnerungen an diese Zeit werden in dem Buch von ihm thematisiert, ohne dass man ein klares Bild von seiner Kindheit und Jugend gewönne.
Nun jedoch lebt er, erwachsen, als Krankenpfleger in Wien. Lois hat einen Hund, und als der stirbt, ist auch der Roman zu Ende. Er hat eine Nachbarin namens Christina, die als Ärztin im selben Krankenhaus arbeitet wie er und die sich sehr für ihn zu interessieren scheint.
Das Buch ist in durchnummerierte kurze Kapitel gegliedert, und man kann jedes Kapitel auch für sich selbst lesen. "Terminifera" könnte man auch als eine lockere Aneinanderreihung von Gedichten, Aphorismen und Parabeln lesen und das Buch so quasi von hinten als Roman sehen.
Der Inhalt des Buches muss wie schon in "stillborn" der Freude am sprachlichen Experiment weichen. Stavarics Ebenen der Reflexion sind zahlreich und manches Mal nicht wirklich nachvollziehbar. Ausgelassene Verben, sprunghafte Assoziationen und immer wieder eingestreute Wörterbucheintragungen machten das Buch für mich zu einer schwierigen und extrem freudlosen Lektüre.
Dass ein Autor Freude hat am Sprachexperiment sei ihm zugestanden, dass er den Leser Fallen stellt, über die er stolpern und nachdenken soll, auch in Ordnung, aber eine solche Anhäufung an Experimenten, Geschichten und Teilen als einen Roman zu bezeichnen, ist irreführend und ich kann es nicht nachvollziehen.
Das Buch hat mich zu keinem Zeitpunkt wirklich angesprochen und ich habe es verärgert aus der Hand gelegt mit dem Gefühl, dass der Autor mich hinters Licht geführt hat, mich um eine (seine?) Geschichte betrogen hat.
Vielleicht wollte Michael Stavaric genau das erreichen, als er dieses Buch schrieb ?
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3 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
geflegte Langeweile in Prosa-Fetzen, 26. März 2007
Roman - nun ja, im klassischen Sinn ist das sicher keiner.
Hab mich beim Lesen eigentlich nur gelangweilt, das Buch durchgespult nach einer Stelle an der das Interesse anbeissen würde - aber kaum was gefunden.
Der Autor ergeht sich in einer endlosen Aneinanderreihung von Gedankensplittern, die sich teilweise irgend sowas wie einem Erzählfaden zuordnen liessen. Das Thema "Heim am Arlberg" und "Monster" wiederholt sich ziemlich motivlos. Das einzige Thema des Buches mag das "Herz aus Stein" sein.
Meine Empfehlung: Besser ungelesen/ungekauft im Bücherregal stehen lassen
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5.0 von 5 Sternen
unheimliche Lektüre der besonderen Art, 6. Juni 2009
Eine sehr poetisch gehaltene Geschichte über einen Jungen namens Lois, die in all ihren Fragmenten eine Lektüre der besonderen Art ist. Wer Sinn und Gespür für Poesie, schnelle Perspektivwechsel und unheimliche Kontexte hat, wird mit diesem Buch seine Freude haben. Der Autor ist bekannt für seine formal anspruchsvollen Bücher; dass dies bei nicht geübten Leser/innen Irritationen hervorruft, verwundert mich nicht. Der Autor erhielt für dieses Werk den Adelbert von Chamisso Förderpreis 2008.
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