Dieser vierte Teil der Saga kann nicht wirklich als Terminator gewertet werden.
Inhaltlich ist dieser Film eine völlige Katastrophe.
Der dritte Teil war nichts besonderes, aber recht unterhaltsam und Schwarzenegger spielte noch mit. Die Logiklöcher blieben bestehen und leider wurde nie geklärt, wie Skynet wiederhergestellt werden konnte?
Da die beiden ersten Teile eine abgeschlossene Geschichte sind, wurde auf jede Art der Erklärung einfach verzichtet.
Man tat so, als ob die Zerstörung von Cyberdine, mit des Entwicklers von Skynet und des Armes, der den gesamten technischen Fortschritt vorantrieb, nie passiert wären.
Im ersten Teil beginnt der Kampf gegen die Maschinen 2029, hier bereits 2018, wobei noch erwähnt wird das er schon seit jahren tobt. Auch das nur wenige Menschen den Atomangriff überlebt haben, hier dagegen ist die Welt noch gut bevölkert und sieht auch recht bewohnbar aus und die Sonne scheint! Wogegen im Vorgänger der Himmel immer dunkel ist, ein nuklearer Winter herrscht, die Straßen mit Schädeln übersäht und nur Ruinen der Zivilisation übrig sind. Die Maschinen hier sind weniger gewaltig und sehen wie eine Kopie aus Transformers aus, wobei sie auch ähnliche Soundeffekte haben. Das Set erinnert an Mad Max. Genau wie im zweiten Teil "The Road Warrior" gibt es ein stummes Kind, daß dem Hauptdarsteller hilft, mit Fallen die Bösen zu bekämpfen.
Kyle Reese hat damals Sarah Connor folgendes erzählt, daß man die Terminators baute, um den Widerstand von innen zu infiltrieren. Die Frage die sich hier stellt ist, wozu? Die Menscheit läuft hier einfach Kreuz und Quer durch die Gegend und lässt sich erschießen. Trotzdem wurde aus irgendeinem Grund mit dem Bau der T-800 Serie begonnen, die eine organische Haut besitzt, die T-600 Serie hat eine leichtzuerkennende Gummihaut. Komischerweise sind diese fast nie getarnt.
Auch lassen sich die Terminators plötzlich durch simple Kugeln aufhalten, in den alten Teilen prallten diese ohne jede Wirkung an der Panzerung ab und man musste Plasmawaffen verwenden um einen Schaden zu verursachen. Die Anfangs-Schlacht in T2 ist nur wenige Minuten lang, aber um einiges epischer und bringt den Zuschauer näher in diesen Krieg, als der gesamte Film.
Niemals wurde erläutert, woher der Widerstand sein Luftwaffe herhat, da sie damals nur Fußsoldaten waren.
Der zweitgrößte Fehler hier ist die Besetzung, mit Schauspielern, die mit ihren Vorgängern noch nicht mal ein wenig Ähnlichkeit haben.
Christian Bale gröllt ständig in sein Mikro:"Wir müssen durch halten"! und klingt dabei nur so erschöpft, daß man sich fragt, der Kerl ist der große Anführer der den Widerstand inspirite?
Lustigerweise existierte dieser schon vorher und musste nicht erst noch von John Connor gegründet werden. Auch weiß jeder das er der "Auserwählte" ist!
Trotzdem ist das kein Hindernis ihn zu feuern! Natürlich, er ist ja nur der Retter der Menscheit, der ist entbehrlich!
Statt wie in T1 beschrieben, aus der Sklaverei die Menschen zu einer Gruppe zu vereinen, wie Spartacus im Alten Rom, fehlt hier jeder Ansatz jemanden zu befreien.
Die Résistance war schon immer da und John Connor ist eine stinknormaler Soldat, kein Offizier oder General, nur jemand der völlig fertig seine Lieblingssätze ins Mikro hustet.
Auch das Fehlen von Arnold Schwarzenegger ist bitter. Eine Fortzsetzung ohne ihn, ist wie Die Hard ohne Bruce Willis oder Rambo ohne Stallone! Man kann nicht eine Serie, die man mit einem Gesicht in Verbindung bringt, plötzlich davon trennen und so tun als ob nix gewesen wäre.
Einzig der CGI- Auftritt von Arnie als T-800 liess den Zuschauer etwas nostalgisch an bessere Zeiten denken, als noch Regisseure wie James Cameron neue Maßstäbe setzten!
Wie kann man McG, der 3 Engel für Charlie drehte, hier Regie führen lassen?
Das der Mann Popcorn-Kino für kleine Mädchen macht, hat er schon bewiesen! Für einen solchen Film braucht man einen Regisseur mit Talent und Qualität. Diesem Film fehlt alles. Tiefgang, Handlung, Kontinuität, gute Schauspieler, Effekte die nicht etwas zeigen, was man schon hundertmal gesehen hat. Kurz Seele.
Genau wie George Lucas von paar Jahren Star Wars und Indiana Jones "modernisierte" und eine Kult-Serie ihrer Magie beraubte, kann man hier dasselbe bestaunen.
So ist das moderne Hollywood nunmal, immer gleich und geistlos. Es muss laut und hohl sein, so lassen sich Massen gewinnen.
Dieser Film hat aber auch was gutes ansich, auch wenn nach so viel Kritik nicht mehr damit zurechnen wäre.
Er lässt T1 und T2 um so genialer, größer und visionärer da stehen und zeigt das James Cameron wirklich der König der Welt ist und bleiben wird!