Sarah Connor und ihr Sohn John versuchen im Jahr 1999 unter falschem Namen ein normales Leben zu führen, nachdem sie eine Computerfirma zerstört haben, und somit den Tag des Jüngsten Gerichts abgewendet zu haben glauben. Dabei müssen sie nicht nur vor Regierung auf der Hut sein, welche sie als psychopatische Terroristen verfolgt, sondern auch vor weiteren Maschinenwesen aus der Zukunft. Trotz eines Ortswechsels kommt ein T-888-Terminator Namens Cromartie auf die Spur von John und versucht ihn in seiner neuen Schule zu töten. Dabei entpuppt sich Johns Mitschülerin Cameron Phillips ebenfalls als Terminator. Sie hat den Auftrag John zu schützen. Gemeinsam gelingt es ihnen, dem T-888 zu entkommen. Angekommen im Jahr 2007 versuchen die drei, gemeinsam mit Johns Onkel Derek Reese, der aus der Zukunft eintrifft, die Machtergreifung der Maschinen durch das Computernetzwerk Skynet zu verhindern. Doch FBI-Agent James Ellison sowie Sarahs ehemaliger Verlobter sind trotz des Zeitsprungs wieder auf sie aufmerksam geworden. Und auch der T-888 Cromartie setzt die Verfolgung von John fort.
TERMINATOR: S.C.C. setzt nach der Handlung des zweiten Terminatorkinofilms ein. Die Produzenten müssen anfangs nicht sonderlich stark an die Serie geglaubt haben, denn trotz des Autorenstreiks umfasst die erste Staffel nur 9 Folgen, die jedoch mit einer überaus spektakulären Pilotfolge beginnt. DIE GEJAGTEN kann sowohl inhaltlich, als auch produktionstechnisch bequem mit den bisherigen Kinoabenteuern mithalten. Und so ist es nicht verwunderlich, dass diese Folge mit 18,3 Millionen Zuschauern den besten Start für eine Serie in den letzten Jahren hinlegte. Eine Quote, die in den darauf folgenden Folgen bei Weitem nicht mehr gehalten wurde. Das ist schade, denn die Macher der der Serie haben es verstanden, der actionreichen Kinoserie eine fernsehgerechte Handlung zu verpassen.
Für die Rollen wurden allesamt Gesichter gecastet, die, zumindest in Deutschland, unbekannt sind. Lena Headey tritt das schwere Erbe der Sarah Connor an. Sicher ist sie nicht ganz so stark wie Linda Hamilton in ihrem ersten Terminatorfilm, aber es gelingt ihr, der Rolle ein eigenes Profil zu geben. Thomas Alexander Dekker spielt John Connor. Auch er schafft es im Verlauf der Serie der Figur immer mehr Kontur zu verleihen.
Natürlich stellt sich die Frage, ob man Arnie als Terminator vermisst. Klare Antwort: Nein! Denn Summer Glau, als weiblicher Terminator, ist der eigentliche Star der Serie. Sie spielt den Kampfroboter so stark, dass man sich wünscht, ebenfalls von ihr beschützt zu werden. Als Hommage an James Cameron hat man ihr daher den Seriennamen Cameron gegeben.
Auch wenn die Quoten in den USA letztlich nicht überragend waren, hat man sich für eine zweite Staffel entschieden. Eine Entscheidung, die gerechtfertigt ist, denn TERMINATOR: S.C.C kann durchaus überzeugen. Nach einem packenden Auftakt flacht die Staffel in den Mittelfolgen zwar etwas ab, um mit den letzten drei Folgen wieder an die Qualität der Auftaktfolge zu kommen. Und der Cliffhanger am Ende ist so, dass man schon wissen möchte, wie es weitergeht.
Technisch kann die DVD-BOX mit Dolby Digital, und 16:9 Widescreen überzeugen. Überzeugend ist auch das Bonusmatrial, das sich auf alle drei DVD's verteilt. Neben einer Vielzahl unveröffentlichter Szenen und Audiokommentaren überzeugen ein 3-teiliges Making Of, der Blick in das Casting sowie die ungeschnittene Version von Episode 7. Ebenfalls erfreulich ist die Tatsache, dass das gesamte Bonusmaterial (bis auf die Audiokommentare) mit deutschen Untertiteln versehen wurde.
Insgesamt beweist TERMINATOR: S.C.C einmal mehr, dass die wirklich guten Geschichten inzwischen oft im Fernsehen erzählt werden. Bedingt durch die Tatsache, dass man mehr Zeit hat, eine Handlung zu entwickeln.