Ich hatte mir dieses Buch gekauft, um eine prickelnde Urlaubsgeschichte zu lesen. Daraus wurde leider nichts. Ich hatte etwas ähnliches erwartet, wie die Autorin in ihrer Reihe 'die Liebesgöttin' zu Papier gebracht hat. Leider wurde ich komplett enttäuscht. Sowohl die Fantasie, als auch das feine Gespür für erotische Momente, die in der genannten Buchreihe jederzeit spürbar ist, fehlt hier völlig. Die Hauptperson bezieht auf den ersten 180 Seiten des Buches überwiegend eine Beobachtungsposition und greift überhaupt nicht in die Geschichte ein. Der zweiten Person in diesem Roman wird dagegen ein so breites Feld eingeräumt, dass die Lobeshymne auf den Beruf und die Fähigkeiten von Barkeepern bald langweilen. Der Aufhänger für die Story soll eine Recherche zum Thema 'Bar und Nachtleben' sein. Wem das noch nicht lächerlich genug ist, der bekommt auch noch eine Studienarbeit in Kulturwissenschaften dazu serviert. Dies alles findet aber nur beiläufig statt. Das weitere Geschehen dreht sich um ein Tagebuch des Barkeepers in dem er seine Abenteuer mit Frauen ausführlich notiert hat. Um es restlos haarsträubend zu machen, übergibt er dieses Buch direkt am ersten Abend an Noella. Der Rest der Geschichte ist mehr als belanglos. Das Ende dieses Buches ist genau so schwach wie der Rest. Dieses Buch hat eigentlich kein Ende. Es wird nichts aufgelöst, kein Ausblick in die Zukunft, gar nichts. Es scheint so, als hätte die Autorin an dieser Stelle einfach keine Lust mehr gehabt weiter zu schreiben.
Alles in Allem ist die Story der Autorin restlos misslungen. Einzig die recht gelungenen erotischen Szenen retten noch den zweiten Stern in dieser Bewertung.