Viele machten Blaze Bayley für die Krise bei Iron Maiden verantwortlich. Doch diese Stimmen dürften dank Blaze's 2000er Album "Silicon Messiah", und allerspätestens mit diesem Album ruhiggestellt worden sein.
Eins vorweg... sowohl "The X Factor" (1995) als auch "Virtual XI" (1998) von Iron Maiden mit Blaze als Sänger waren keineswegs schlecht, aber unterscheiden sich stilistisch weitestgehend grundlegend von den Iron Maiden-Alben mit Bruce Dickinson oder Paul Di'Anno.
Aber was Bayley und seine neue Band mit "Silicon Messiah" ablieferten, war schlichtweg das beste Metal-Album, das Blaze je gemacht hat.
Hier also nun der Nachfolger "Tenth Dimension". War schon "Messiah" teils ein Konzeptalbum, so übertreffen sich Blaze (die Band) mit diesem Album selbst, denn das ganze Werk erzählt in 12 Titeln eine durchgehende Geschichte. Musikalisch gesehen ist es nicht mehr ganz so hart wie sein Vorgänger, aber immer noch hart genug. Dafür verbesserte die Band ihr Songwriting einmal mehr und baute interessante Facetten ein, z. B. weiblichen Backgroundgesang und Streicher ("Meant To Be").
Alles in allem ist "Tenth Dimension" ein sehr gutes Album, das hoffentlich dazu beiträgt, daß Metal wieder aufersteht, ebenso wie das im Frühjahr erscheinende Iron Maiden Live-Album vom Auftritt der Mannen um Bruce Dickinson und Steve Harris bei "Rock in Rio 3" auf der tollen "Brave New World"-Tour 2001.
Ach ja, und soll noch einer behaupten, daß Blaze Bayley nicht singen könnte... er hat mittlerweile hinreichend bewiesen, daß er es kann.
5 Sterne!