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4.0 von 5 Sternen
Spannende Geschichte einer tapferen Frau, 7. August 2003
Anne Bronte, (leider!!) stets die letztgenannte der talentierten Bronte-Schwestern, hat mit diesem Roman auf Probleme aufmerksam gemacht, die in einem Buch zu beschreiben für ihre Zeit eher untypisch waren. Der heutige Leser oder die heutige Leserin wird aber feststellen, dass sie mit ihren Schilderungen ihrer Zeit voraus war, und dass sie sich nicht vor ihren Schwestern Charlotte und Emily Bronte zu verstecken braucht!
Ihre Heldin, die hübsche Helen, kommt gemeinsam mit ihrem Sohn als unbekannte Schönheit in eine kleine englische Ortschaft und zieht in die alten Gemäuer der Wildfell Hall ein. Da sie über ihre Vergangenheit nichts verraten möchte, sondern nur vorgibt, Witwe zu sein, zieht sie bald den Klatsch und Tratsch der Ortschaft auf sich - nur einer, der junge Gilbert Markham, empfindet Sympathie und bald auch Liebe für sie, die sie nicht erwidern darf; sie gibt ihm ihr Tagebuch zu lesen. Anhand eben dieses Tagebuchs erfahren wir sodann die Vorgeschichte der Helen Huntington - einer Frau, die genaue Vorstellungen von ihrem zukünftigen Ehemann hatte, und sich auch gestattete, diese Vorstellungen zu äußern. In dem charmanten Arthur Huntington glaubte sie, ihre große Liebe gefunden zu haben, doch er entpuppte sich als vergnügungssüchtiger Trinker, und machte Helen das Leben zur Hölle.... und das bis zu ihrer verzweifelten Flucht mit ihrem Sohn, die sie nach Wildfell Hall brachte.
Dieses Buch ist vielleicht kein vollendetes Meisterwerk, verdient es aber, gelesen zu werden! Wer die anderen Bücher der Geschwister Bronte genossen hat, wird auch dieses Buch sehr schätzen, obwohl die Thematik eine andere, wenn auch ganz und gar nicht unaktuell, ist. Es ist spannend zu lesen, tiefsinnig, ausdrucksstark, mit einem schönen, vielleicht etwas zu langem Ende - alles in allem ein wirklich gutes Buch!
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
First Feminist Novel, 29. Dezember 2001
Von Ein Kunde
Die Protagonistin Helen Huntigdon in Anne Brontes The Tenant of Wildfell Hall ist ein frühes viktorianisches Beispiel einer Frau, die sich gegen ihren trunksüchtigen, tyrannischen Ehemann auflehnt.
Nach langen Entschuldigungen und Zweifeln flieht sie schließlich mit ihrem kleinen Sohn und baut sich als Künstlerin eine unabhängige Existenz auf. Obwohl sie das wahre Gesicht ihres Mannes bereits eine Woche nach der Hochzeit erkennt, steht sie zu ihrem Fehler, ihn zu heiraten und den Konsequenzen.
Schonungslos analysiert die Figur Helen ihr Schicksal, mit einem erstaunlich modern wirkenden Gefühl für Gerechtigkeit und Gleichberechtigung in der Ehe und Partnerschaft: "[...] [it] proves that you don't think it necessary to love your wife; you are satisfied if she can keep your house, and take care of your child.".
Ein Nachteil dieser Penguin-Ausgabe ist, dass am Anfang des Buches fast zwei Seiten fehlen; dieser fehlende Brief stellt allerdings eine wichtige Rahmenerzählung dar!
Dennoch sind die Penguin-Ausgaben ein sehr kostengünstiger Weg, das Werk der weniger berühmten Bronte-Schwester kennenzulernen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Strong woman courted by weaklings, 2. September 2002
Lying down with a nasty summer flu,I took up reading Brontes novel about a young, flighty woman who is changed to a serious, mighty lady of mysterious bearing (though actually the story clears all of her mysteries). It was absolutely exciting how Helen tries to escape the snares of her husband - a viler man has probably never been drawn in literature. Yet, not one man in her surroundings equals the emancipated heroine. Even her lover is a weakling in the end, stammering and stuttering and never being able to stand up for himself. It is her, eventually, who proposes! What a modern novel (and what a disappointing world of men)! Probably, the weaklings' image is because Anne Bronte tried to avoid an overly black-and-white panorama; as yet, a female protagonist not meeting her equal in the end isn't very emancipated - but still very romantic, thus dumb. And probably running for the next trap: The one of constantly mothering her should-be-partner...
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