...so rockig hätte ich "Ten Stones" nicht erwartet. Obwohl: Im Hinblick auf die fulminanten und powervollen Liveauftritte von Wovenhand auch irgendwo nachvollziehbar. Dominierten auf dem Vorgängeralbum "Mosaic" noch düstere, beklemmende und wabernde Orgel-/Tastensounds, sind diese nun weitestgehend in den Hintergrund gerückt worden. Stattdessen übernimmt das für Wovenhand-Verhältnisse sogar teilweise relativ erdig klingende Gitarrenspiel das Edwardssche Sounduniversum. So wurde nicht versucht, einen lauwarmen Aufguss der exzellenten Vorgängeralben aufzubrühen, nein, den Hörer erwartet ein mit veränderten und erweiterten Zutaten versehenen Düsterheits-cocktail. Und dies allein rechne ich der Band schon hoch an. Nichtsdestotrotz, alles bleibt unverkennbar Wovenhand. Einfach beeindruckend, wie es DEE immer wieder schafft, seine "Predigten" im Gewand atmosphärisch einzigartiger Soundcollagen zu verpacken und, im Hinblick auf sein auch schon langes musikalisches Wirken, immer noch im Stande ist, Knallersongs wie das treibende "Beautiful Axe" oder "Not One Stone" mal eben locker aus der Hüfte zu schießen. Hut ab.