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36 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Eine Platte wie eine Morgenandacht, 31. Oktober 2001
Manchmal findet man den Zugang zu einer Platte erst über Umwege. Vielleicht führt ein mißglücktes Cover oder einfach die falsche Stimmung die Fantasie auf den Irrweg. So ging es mir mit dieser Platte, die ich beim ersten und zweiten Hören enttäuschend fand. Dann legte ich sie eines ganz frühen Morgens auf, als ich nicht mehr schlafen konnte, und ich war begeistert. Seitdem ist sie fast meine Lieblings-CD von LC. Sharon Robinson hat genau die richtigen Melodien für Leonards sensible Texte gefunden, und auch die Synthesizer-Produktion stört mich nicht mehr. Man muß nur etwas Geduld mit der Platte haben. Mag man darüber streiten, wie religiös die Lieder von Mr. Cohen sind, auf jeden Fall sind diese "Ten new songs" so besinnlich und zugleich beschwörend, wie man es sonst nirgends findet. Möge er uns noch lange erhalten bleiben!
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27 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Die Weisheit des Alters, 15. Oktober 2001
Von Ein Kunde
Erst Cash mit seinen fast 70 und nun der jüdische Kanadier mit Hang zu Buddha und christlichen Metaphern - mittlerweile ja auch schon 67. Angst vorm Altern sollte da niemand mehr haben, wenn sich wahres Genie wirklich erst jenseits der 30 zeigt. Und da Cohen in einer lebenslangen Midlife-Crisis zu stecken scheint, kann es daran auch nicht liegen. Er ist einfach grandios. Und nicht mehr der Balladen-Nietzsche, als der er oft gesehen wurde. Versöhnlich, warmherzig, nachdenklich, poetisch. Der Löwe brüllt nicht mehr, er knurrt, damit man ihn besser hören kann. Die eintönige Musik untermalt nichts - sie trägt. Es scheint, als hätte Cohen auf seinem Berg seine Mitte gefunden - und er trifft damit mitten ins Herz. Bleibt nur zu hoffen, daß es auch noch Menschen gibt, die bereit sind, ihm zuzuhören. Es lohnt sich - nicht nur für "beautiful losers".
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25 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Eine Stimme wie ein Glas mit gutem alten Whisky!, 16. März 2002
Von Ein Kunde
Bis vor gut einem dreiviertel Jahr kannte ich diesen Namen überhaupt nicht. Irgendwann sah ich das Video "In My Secret Life" aus seinem Album "Ten New Songs". Diese rauchige Stimme, die mich an ein gutes Glas Whisky erinnert, ging seit der ersten Minute in mir durch und durch. Seit meinem ersten Augenblicken mit diesem wunderbaren akustischem Genuss blieb mir dieses Erlebnis tief in meinen Gehörgängen haften. Seitdem kann ich nicht mehr aufhören seine Lieder zu hören. Dabei ist Leonard Cohen alles andere als ein Newcomer in der Musikbranche. Leonard Cohens Musik basiert auf viellerlei Stimmungen. Ein Gemisch aus Gefühlen, Melancholie, Voraussagungen, einer Spur Pessimismus, Abstraktion aber auch wieder jeder Menge Liebe. Diese Kombination liegt wahrscheinlich an seinen jahrelangen ZEN Studien in einem Kloster in der Nähe von Los Angeles. Der bekanntester Titel aus diesem Album dürfte da wohl "In My secret Life sein". Schon in diesem ersten Lied seines Albums geht diese rauchige Stimme tief in die Herzen seiner Zuhörer. Ein kribbeln geht durch den ganzen Körper. Begleitet von einem Hintergrundchor regt dieses Lied zum Träumen an und zur Suche nach den Geheimnissen des eigenen Lebens. "A Thousend Kisses Deep" geht dabei genauso tief. Mit einem gewissen Grad an Melancholie schiebt auch dieser Titel sich wahnsinnig unter die Haut. "That Don't Make It Junk" hat dagegen eine gewisse Schwere und erinnert etwas an Blues. "Here It Is" ist etwas beschwingter wird aber wiederum durch die Whyskiestimme gedämpft. Es handelt sich bei Leonard Cohen wirklich um ein ergreifendes sonderbares Klangerlebnis. "Love Itself", "By The Rivers Dark", "Alexandra Leaving, " You Have Loved Enough", "Boogie Street" und "The Land Of Plenty" sind weitere sechs Titel die einem eine Art Glücksgefühl verschaffen einem aber auf Grund Ihrer innigen Stimmung auch gleich wieder ein paar Tränen in die Augen zaubern! Cohen verkörpert die Dichtung in Ihrer reinsten Form. Er selbst hat einmal gesagt: "Die reinste Form ist die Unreine"! Meine Hochachtung vor diesem Poeten der Moderne und eine Empfehlung an alle die ihn nicht kennen, aber Musik mit Herz und Gefühl mögen!!!
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