Nach dem durchschnittlichen Jubiläumslivealbum meldet sich Michael Schenker mit einem neuen Studiowerk zurück. Zu seiner neuen Stammbesetzung gehören jetzt Pete Way (UFO) am Bass, Hermann Rarebell (Ex-SCORPIONS)am Schlagzeug, MAD MAX / CASANOVA Sänger Michael Voss und Alltime Keyboarder / Rythmusgitarrist Wayne Findlay.
Daneben hat Mr.Schenker jede Menge an prominenten Gästen geladen wie Bruder Rudolf Schenker (SCORPIONS)an der Rythmusgitarre, die Schlagzeuger Simon Phillips (u.a. TOTO, MICK JAGGER, THE WHO, MSG), Carmen Appice (KING COBRA, VANILLA FUDGE, ROD STEWART), Chris Slade (AC/DC), Brian Tichy (WHITESNAKE, BILLY IDOL, OZZY OSBOURNE). Dazu gesellen sich die Bassisten Chris Glen (MSG), Neil Murray (WHITESNAKE, BLACK SABBATH, GARY MOORE, COMPANY OF SNAKES, MSG), Elliot Rubinson (DEAN GUITAR Gründer), sowie die Keyboarder Paul Raymond (UFO) und Don Airey (DEEP PURPLE, WHITESNAKE, GARY MOORE, RAINBOW, VOODOO HILL, OZZY OSBOURNE, COMPANY OF SNAKES, JETHRO TULL, JUDAS PRIEST, SAXON, SINNER, LIVING LOUD)
2 Gastsänger muß ich auch noch erwähnen: Robin Mcauley (MSG) und Dougie White (RAINBOW, CORNERSTONE, DEMONS EYE)
Die vielen prominenten Gäste steigern natürlich die Erwartungshaltung an die neue CD Temple Of Rock, die diese aber nicht vollständig erfüllen kann:
Es gibt es einige durchschnittliche, eher langweilige Songs wie "Hanging On", "With You","Storming In", "Fallen Angel". Michael Schenker sei es verziehen - das man nach soviel Scheiben und vielen guten Songs auch mal nicht so prickelndes abliefert - ist wohl rein menschlich! An der Gitarre jedoch zeigt Michael allemal jedem Jungspundgitarristen, das er immer noch ein absoluter Ausnahmegitarrist ist. Die Leistung von Hauptsänger Michael Voss ist durchwegs okay - zu einem absoluten Ausnahmesänger reicht es nicht. Doch genug gemeckert. Temple Of Rock hat durchaus ihre Reize:
Da wäre das epische Stück "Before The Devil Knows You`re Dead" mit Dougie White am Gesang - hier zeigt sich deutlich was alles möglich wäre wenn Mr. Schenker sich öfters mit einem richtigen Ausnahmesänger zusammentun würde - schade das Dougie White nur ein Stück eingesungen hat.Der Ohrwurm "How Long" gibt es es gleich in 2 Versionen auf der Scheibe. In der 3 Generations Guitar Battle Version von "How Long" hört man neben Michael Schenker auch noch Michael Amott (CARCASS, SPIRITUAL BEGGARS, ARCH ENEMY) und Leslie West (MOUNTAIN) an der Sologitarre. Das fetzige "The End Of An Era" mit Hammond Orgel Solo von Don Airey und das sehr heavy ausgefallene "Miss Claustrophobia" machen Lust auf mehr. Das erhält man dann mit der einfach gehaltenen, aber gut in das Ohr gehenden Nummer "Saturday Night" oder "Lover`s Synfonie" mit Robin McAuley am Gesang.Hier werden Erinnerungen an die McAuley / Schenker Group wach. Interessant auch die angefunkte Nummer "Scene Of Crime". Die Bonusnummer "Remember" auf der Limited Editon rockt voll - einfacher aber richtig guter Hardrock - macht nur noch Spaß die Nummer! Dazu muß man noch eine saubere klare Produktion erwähnen.
Fazit: "Temple Of Rock" ist kein überdurchschnittliches Album von Michael Schenker geworden, bietet aber wieder einige Stücke auf, die mächtig Spaß machen - für Schenker Fans natürlich essentiell, Neueinsteigern würde ich eher "The Michael Schenker Story Live" oder seine ersten 3 Studioalben empfehlen.