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"Hunger Strike" und "Say Hello 2 Heaven" verbinden Glam und Grunge besser als alles andere im Repertoire von Love Bone, während "Wooden Jesus" weniger den Zeigefinger erhebt als sonstige Werke von Pearl Jam. Die meisten Songs handeln von Verlust und Abhängigkeit, aber es ist faszinierende Musik für düstere Tage. --Charles R. Cross
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Der Grunge erlebte eine seiner künstlerisch wertvollsten und gleichzeitig tieftraurigsten Stunden auf diesem 1991 erschienenen Album. Soundgarden-Sänger Chris Cornell komponierte mit tatkräftiger Hilfe der Pearl Jam-Mitglieder Stone Gossard (g.) und Jeff Ament (b.) zehn melancholische Alternative-Rock-Stücke, die man dem kurz zuvor an einer Überdosis gestorbenen Sänger Andy Wood widmete. Wood hatte mit seiner Band Mother Love Bone, der auch Gossard und Ament angehörten, wertvolle Pionierarbeit für den Grunge geleistet, war jedoch an seiner Vorliebe für ausschweifende Parties zu Grunde gegangen. Temple Of The Dog, auf dem neben den Komponisten der zweite Pearl Jam-Gitarrist Mike McCready, Soundgarden-Drummer Matt Cameron und Pearl Jam-Fronter Eddie Vedder zu hören sind, enthält ausschließlich unter die Haut gehende, extrem emotionale Retrorock-Stücke, von denen das von Cornell und Vedder im Duett gesungene "Hunger Strike" am tiefsten in die Seele hinabtaucht. Abgesehen von den ersten beiden Alice In Chains-Alben, dem Soundgarden-Überflieger Badmotorfinger und Nirvanas Nevermind, hat die Seattle-Community nie eine bessere Scheibe zu Stande gebracht. --Michael Rensen
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Fast alle Songs sind wunderschöne Balladen oder ausdrucksstarke Midtempo-Songs, bei denen nicht der kommerzielle Erfolgsdruck die Kreativität und Echtheit der Songs unterdrückt. Stattdessen konzentriert man sich rein auf die Musik, strebt nach Perfektion, lässt die Musik aber fließen, lässt sie sich selbst entfalten und ausweiten. Die Band ist zwar ziemlich zusammengewürfelt (so kennt man Chris Cornell eigentlich als rabiaten apokalyptischen Antiheldentenor von Soundgarden und Matt Cameron als dessen rhythmisch-genialen Chef-Beserker und Jeff Ament sowie Stone Gossard als entspannt-melodische Hintergrundrocker von Mother Love Bone und später Pearl Jam) aber es passt eigentlich alles - alle harmonieren derart wunderbar, als ob sie schon seit 10 Jahren in dieser Formation spielen würden.
Dazu kommt noch eines der wundervollsten Duetts aller Zeiten - bei Hunger Strike geben sich Chris Cornell und Ed Vedder die Ehre und geben einem ohnehin schon grandiosen Song mit berührendem Text den letzten Schliff. Als Hörer wird man Zeuge einer einzigartigen, nie dagewesenen Mischung aus Kraft und Melancholik.
Ich sage nur: Danke Chris, danke Matt, danke Stone, danke Jeff, danke Mike und danke Ed!
Zu den Songs dieses Albums könnte man ein eigenes Buch schreiben, aber ich will es bei einem Überblick belassen: Der bereits zitierte Über-Opener "Say Hello 2 Heaven" ist der perfekte Einstieg; eine absolute Meisterleistung in Sachen Songwriting und Gesang, zudem einer der beiden Songs, die den Ursprung von Temple of the Dog bildeten. Der andere folgt gleich danach: "Reach Down", ein über zehn Minuten langer Blues-Hardrock-Jam, textlich ebenfalls direkt Bezug auf Andy Wood nehmend. "Hunger Strike" wurde dann zum Aushängeschild des Albums, wobei die Tatsache, dass der damals noch unbekannte Eddie Vedder die zweite Stimme sang, für den zweiten Höhenflug der Platte in der Zeit nach der Nirvana-Explosion sicherlich eine nicht ganz unbedeutende Rolle spielte. "Pushin' Forward Back" geht dann erstmals frontal ab - hier zeigt Cornell, von welcher Band er eigentlich kommt. Dennoch fragiler und weniger Sabbath-sludgy als das Soundgarden-Material aus der Zeit um 1990. "Call Me a Dog" und "Times of Trouble" (letzteres von Pearl Jam als "Footsteps" in akustischer Form überarbeitet) sind dann zwei der Vorzeige-Blueser, und in ihrer Intensität und Schönheit sicherlich ebenfalls unerreicht. "Wooden Jesus" ist für mich einer der besten Songs aller Zeiten, obwohl das bei dieser Platte sicher eine schwierige Aussage ist, aber er ist schlicht und einfach zeitlos. "Your Savior" geht wieder in die Richtung von "Pushin'...", knackiger, voll abgehender Rock mit Botschaft. "Four Walled World" ist dann noch einmal ultraschwerer Blues, während mit "All Night Thing" ein sanfter Ausklang folgt.
Fazit: Diese Platte kann man nur schwer beschreiben. Aber wenn man in irgendeiner Form auf gute Musik steht, sollte man sie besitzen. Und was das Heulen von gestandenen Männern zu "Temple of the Dog" angeht, so kann ich mich meinem Vorrezensenten nur anschließen.
wer schon von nirvana, peral jam, soundgarden, alice in chains und den stone temple pilots begeistert war, wird dieses album lieben und deshalb 8 punkte
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