C++ Template Metaprogramming bietet einen recht guten Einstieg für das Benutzen der MPL, der Metaprogramming Library, die Bestandteil der Boost-Bibliotheken ist: es füllt einige der Lücken auf, die in der Originaldokumentation fehlen. Leider nur einige. Ich hätte mir gewünscht, mehr direkt über die Innereien der Bibliothek zu erfahren. So bleibt einem nichts weiter übrig, als in die Quellcodes zu steigen, was dann dazu führt, dass man sich die Präprozessor-Bibliothek der Boost-Suite gleich mit reinziehen kann. Das letzte Drittel des Buches dreht sich dann um den dominierenden Anwendungsfall der Metaprogrammierung: das Schreiben neuer Sprachen innerhalb von C++.
Fazit: ob Sie viel von dem Buch haben, hängt stark von Ihrem Vorwissen ab. Ich würde empfehlen, als Einstieg zunächst "Generative Programming" (Czarnecki,Eisenecker) zur Hand zu nehmen. Grundlegende Kenntnisse der funktionalen Programmierung und des Lamda-Kalküls sind ebenfalls angeraten. Und natürlich sollten Sie mehr als nur Durchschnittskenntnisse in C++ mitbringen.
Wenn als das auf Sie zutrifft, werden Sie mit mir vielleicht als Hauptmangel des Buchs festhalten: es ist zu kurz, deshalb nur vier Punkte.