Dirty Harry würde sagen: montieren, anvisieren, abdrücken - Treffer!
... aber Spaß beiseite. Die Basis läßt sich mit dem vormontierten Doppelklebeband mit einem Handgriff auf dem Teleskop montieren. Das Telrad einrasten und mit den Schrauben fixieren. Nach dem Einschalten der Einheit werden 3 Zielkreise auf eine Glasplatte projeziert, durch welche man auf den Nachthimmel schaut. Somit erfolgt eine optische Projektion der Zielkreise auf den Himmel. Die Feinausrichtung erfolgt mittels 3 Stellschrauben am Telrad, wie man es von den normalen Suchfernrohren auch kennt. Die Ausrichtung habe ich am Tage durchgeführt, indem ich zur Justage den Schornstein eines entfernten Kraftwerkes benutzt habe. Der Vorteil ist, das Ziel bewegt sich nicht (keine Erdrotation zum Ziel) und bei ca. 7 KM Distanz kann man von einer parallelen Ausrichtung beider Systeme ausgehen. Der erste Versuch am Nachthimmel war ein Volltreffer. Jupiter im Telrad anvisiert und bei einem 20mm Objektiv den Planeten fast genau in der Mitte im Gesichtsfeld angetroffen. Besser geht es nun wirklich nicht.
Die einzige Kritik, die ich machen muss trifft mich: Warum habe ich mir das Telrad nicht schon vor 10 Jahren gekauft?!?!
Für ein geniales Gerät zum fairen Preis: Fünf Sterne.