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Tellergericht: Die Deutschen und das Essen
 
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Tellergericht: Die Deutschen und das Essen [Gebundene Ausgabe]

Ullrich Fichtner
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 240 Seiten
  • Verlag: Deutsche Verlags-Anstalt; Auflage: 3 (4. März 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3421055866
  • ISBN-13: 978-3421055866
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 14 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 186.215 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Ullrich Fichtner
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Wir alle haben gutes Essen verdient – schöner, würdevoller, gesünder, besser als bisher. Denn es gibt, gar nicht so weit weg, ein gutes Leben, das durch den Magen geht und nicht auf den Magen schlägt. Ein Buch für alle, die gerne Essen gehen oder selbst kochen.

Hunger am Mittag. In die »Nordsee«. Draußen tobt die Stadt, drinnen riecht es nach Fett. Ist Zeit genug für einen Teller Meerestraum oder doch wieder nur das Fischbrötchen? Das Handy klingelt, der Mantel ist zu warm, es ist kein Platz frei und die weiße Creme um den Fisch tropft aus dem pappen Brötchen. Mahlzeit!
Wir essen eilig, was uns zwischen die Finger kommt, auf der Straße oder auf dem Stehempfang. Anstatt wirklich zu kochen, schauen wir Fernsehköchen beim Zaubern zu – und stehen verloren zwischen Mikrowelle und Meisterherd. Diät- und Rinderwahn untergraben eine vernünftige Beziehung zum Essen.

Ullrich Fichtner, für seine Reportagen mehrfach ausgezeichnet, richtet seinen Blick auf unsere Eßkultur, daß man Lust auf Veränderung verspürt. Zwischen Drehbüchern der Food-Designer und Omas Rezeptkladden, Schlacht- und Biohöfen läßt er den Leser staunend in Reagenzgläser, Körbe und Töpfe blicken. Tellergericht ist ein Bericht über kulinarischen Analphabetismus und zugleich ein Lesebuch für Liebhaber des Essens.

Klappentext

Trotz gelegentliche Ausflüge ins Philosophische hat Ulrich Fichtner ein praktisches, ein journalistisches Buch geschrieben. Er sammelt Fakten und Eindrücke, die er in essayistischer Form interpretiert. Alles mit bewundernswerter sprachlicher Brillanz und sehr viel Witz.
Mainpost

Dieses Buch verdirbt einem den Appetit. Doch es will verschlungen werden bis zu letzten Zeile.
Westdeutsche Allgemeine Zeitung

"Wie hier auf knapp 300 Seiten eine Übersicht unserer kulinarischen Gegenwart ausgebreitet wird, das hat es in dieser Gründlichkeit und Klugheit bisher nicht gegeben. Ein aufklärerisches Buch. Gehört unter jede Serviette."
Wolfram Siebeck, Die Zeit -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Broschiert
Das Kapitel über die Volksfest-Gastronomie "Winzerschinken, China-Pfanne und Weihnachtsgefühle" ist schonungslos, aber klug und nicht ohne Verständnis. Außerdem hat sich der Autor gut informiert: er weiß viel zur Tradition der Märkte, kennt die Studie "Wirtschaftsfaktor Volksfest" von Wirtschaftsministerium und Deutschem Schaustellerbund, kann Vergleiche zum Ausland ziehen und berichtet von volksfest-kulinarischen Refugien, natürlich in Süddeutschland. Also kein Vergleich zum hasserfüllten Weihnachtsmarkt-Bashing in Max Goldts "Vom Zauber des seitlich dran Vorbeigehens"
Einen großen Sympathiepunkt hat Gourmet Fichtner bei mir schon mal gewonnen, dass er dem Thema Volksfestgastronomie überhaupt so ein umfangreiches Kapitel widmet. Bei allem gourmet-technischen Elend lässt er auch ein paar positive und hoffnungsvolle Aspekte aufscheinen: da ist der Abglanz der alten Märkte, weil am "offenen Feuer" die Lebensmittel immer noch (wenn auch oft nur scheinbar) selbst zubereitet werden. Es gibt übrigens noch zahlreiche Schausteller mit hohem Qualitätsanspruch, z.B. gelernte Metzger und Konditoren! Also NOCH keine Chance für McDonalds auf den Kirmesplätzen! Und dann: die langsame Rückkehr der Provinzialität und Heimatverbundenheit, die den Deutschen gründlich ausgeredet wurde, auch im kulinarischen Sinn; weiterhin die Abkehr von Massenkonsum und schlechter Qualität.
Sein Schlußsatz: "Denn es entsteht... durch Überlieferung und kollektive Erfahrung eine Form von Wissen, die wissenschaftlich kaum aufzuschlüsseln ist und die sich am Ende schlicht: Kultur nennt. Sie zu feiern und hochleben zu lassen, bei Volksfesten, die den Namen wieder verdienen, wäre ein schöner Vorsatz."
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Helga König #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Unwissenheit, Inkompetenz, Bequemlichkeit, Desinteresse und Kulturverlust haben die Mehrzahl der Deutschen zu kulinarischen Analphabeten werden lassen. So jedenfalls sieht es der Autor dieses informationsreichen, hervorragenden Buches.
Wie aus zahlreichen Studien hervorgeht, wissen die Menschen wenig über den Nährwert und die inhaltlichen Substanzen von Nahrungsmitteln. Sie sind unaufgeklärt hinsichtlich der Aufzucht der Tiere, der Pflanz- und Erntemethoden des Getreides, Obstes und Gemüses und wissen kaum etwas über die industriellen Herstellungsverfahren der Lebensmittel. Weil sie im Laufe vergangener Jahrzehnte einschlägige Kochtechniken verlernt haben, ernähren sich die Deutschen immer häufiger von Fast-Food. Der Einzug der Mikrowelle in die Küche ist nicht folgenlos geblieben!
Ullrich Fichtner konstatiert, dass 70% aller Familien in Deutschland es nur noch zu einer gemeinsamen Mahlzeit in der Woche schaffen und pro Kopf in diesem Lande 90 Pizzen jährlich verspeist werden. Das Elend der Esskultur verrät, so der Autor, möglicherweise viel über den Zustand der Gesellschaft. Der kleine Kreis von Personen, der sich hierzulande mit verfeinertem Essen und damit auch mit Genuss befasst, findet ein feindliches Umfeld vor, dessen Ursache in einer verlogenen Neiddebatte, hervorgerufen durch protestantisch-strengen Biedersinn, zu suchen ist. Debatten dieser Art sind den genussfreudigen Franzosen fremd. Der Autor muss dies wissen, schließlich lebt er mit seiner Familie in Paris.
Fichtner unterstreicht, dass die vielen Kochsendungen im Fernsehen nicht als Indiz für ein vermehrtes Kochinteresse zu werten ist, sondern, dass durch sie eigentlich nur eine emotionale Lücke geschlossen wird. Es geht offenbar um die Befriedigung der Sehnsucht nach einer heileren Welt.
Wenn Essen der Kitt ist, der eine Gesellschaft zusammenhält, dann sollte man aufgrund der von Ullrich Fichtner aufgezeigten Entwicklung schleunigst Konsequenzen ziehen. Noch scheint es nicht zu spät zu sein.....!
Ein wirklich empfehlenswertes Buch!
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Sehr langatmig! 4. Juni 2007
Format:Broschiert|Von Amazon bestätigter Kauf
Ich habe dieses Buch in der Erwartung gekauft, ein paar neue Infos zu bekommen. Wenn man sich schon länger mit dem Thema befasst, wird einem vieles schon bekannt sein.

Der Autor hat alles an Informationen zusammen gesammelt und in einem netten Stil niedergeschrieben.

Zu Ende habe ich das Buch leider nicht gelesen, weil es mir irgendwann sehr langatmig wurde. Alles was in diesem Buch steht, bestätigt leider erneut, dass unsere Gesellschaft in einem starken Wandel ist. Die Menschen sind (teilweise selbst verschuldet) Opfer der großen Industrien. Es ist sehr wohl richtig, dass die Menschen leider verlernt haben selber zu kochen, geschweige denn ihr Essen selber zu beschaffen oder anzubauen.

Für Leute die sich mit dem Thema noch nicht so stark auseinander gesetzt haben oder Menschen, denen es nichts ausmacht die gleichen Dinge immer und immer wieder zu lesen, ist dieses Buch sehr gut geeignet. Mir wurde es nur irgendwann zu langweilig. Wenn es auch ein gut geschriebenes Buch ist!
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Überbewertet
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