Liebesgedichte des 1925 in Nicaragua geborenen Ernesto Cardenal; nachdem er sich für die sandinistische Revolutionsregierung als Kulturminister engagierte, suspendierte die katholische Kirche den Jesuiten und Dichter von seinem Prieseramt.
Bibliophil und zweisprachig versammelt der vorliegende Band Gedicht Cardenals, in denen er seine Liebe zum Ausdruck bringt - eine Liebe zur Schöpfung, aber auch zu einem konkreten Du. Kraftvoll, kantig, bildreich - bisweilen drastisch - ist Cardenals Sprache, die auch politisch gefärbt ist und die Signatur der Entstehungszeit der Gedichte trägt.
Diesen Kontext erschließt der Essay von Luce López-Baralt, der Cardenal Werk noch einmal aus einer mystischen Perspektive erschließt.
Ein schön gestaltetes Buch - voller kraftvoller Poesie.
"Du bist näher bei mir als ich selbst. Darum scheinst du mir so fern."