Songqualität: gut bis herausragend, Kauffaktor: naja.
Soundgarden ist natürlich eine Supergroup, über deren Qualitäten wenig berichtet werden muss. Wegbereiter des Grunge, Legenden; gerade Chris Cornell als Shouter, der in einer völlig eigenen Liga singt (zwischenzeitig leider allerdings viel von seinem Volumen verloren hat!), und Matt Cameron, ein unglaublich begnadeter Drummer (zu hören etwa in "Jesus Christ Pose") sprechen auch einzeln für sich. Gemeinsam hat die Gruppe Meisterwerke der härteren Art geschaffen, die durchwegs hier versammelt sind: Alleine vom Jahrhundertwerk "Superunknown", einer der großartigsten Platten der letzten Jahrzehnte, sind eine Handvoll Titel versammelt.
Neues findet sich wenig.
"Black Rain" ist natürlich gewohnt solide, wenngleich sicher nicht innovative Kost, aber auch nicht "neu": übrig geblieben von den Sessions zu "Badmotorfinger", passt dieser Song eindeutig in dieser "Psychedelic"-artige Phase der Band. Gepaart mit einigen Liveversionen und neu abgemischten Klassikern will das Werk wohl Kasse machen.
Kaufempfehlung? Geschmacksfrage. Von mir keine.
Allenfalls leichter Einstieg in das Banduniversum; für Fans entbehrlich. Die bislang unbekannten Tunes, erst recht die Liveversionen, kann man sich auch gratis über youtube besorgen.
Drei von fünf für herausragende, jedoch großteils bekannte Kost.