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Teleny und Der Priester und der Meßnerknabe
 
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Teleny und Der Priester und der Meßnerknabe [Taschenbuch]

Oscar Wilde , Wulf Teichmann
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (21 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 176 Seiten
  • Verlag: rororo; Auflage: 17 (7. Juni 1984)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499153769
  • ISBN-13: 978-3499153761
  • Größe und/oder Gewicht: 19,4 x 11,6 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (21 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 250.880 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

"Teleny", der im Jahre von Oscar Wildes großem Prozeß wegen "Verführung der Jugend" anonym erschienene homoerotische Roman, ist von allen Herausgebern der Werke Wildes verschämt übergangen worden. Heute wertet ihn die Literaturwissenschaft als wichtigen Gegenpol zu dem lustfeindlichen Idealismus der neoklassizistischen und neoromantischen Liebeslyrik des Fin de siècle, als ein die zynische Doppelmoral des viktorianischen Zeitalters entlarvendes Werk: Die Liebe von Camille und Teleny zerbricht an gesellschaftlichen Repressalien, so wie es Romeo und Julia in elisabethanischer Zeit und schließlich dem Autor selbst ergangen ist.

Über den Autor

Oscar Wilde, geb. 1854 in Dublin, studierte erst am Trinity College in Dublin, dann in Oxford, wo er sich mehr und mehr einem Ästhetizismus zuwandte, den er nicht nur in der Kunst, sondern auch im Leben zum Maß aller Dinge machte. 1884 heiratete er in London; zwei Söhne wurden geboren. In den folgenden Jahren entfremdete er sich zunehmend von seiner Frau und wurde sich wohl seiner homoerotischen Neigungen deutlicher bewusst. Gleichzeitig nahm sein Ruhm stetig zu; in rascher Folge entstanden Essays, sein einziger Roman 'Das Bildnis des Dorian Gray', die Märchen, Erzählungen und mehrere Theaterstücke. 1895 wurde er wegen seiner Liebesbeziehung zum jungen Lord Alfred Douglas in einen Prozess mit dessen Vater verwickelt, der ihm zum Verhängnis wurde: Wilde wurde zu Zwangsarbeit verurteilt und war nun gesellschaftlich, aber auch künstlerisch erledigt. 1897 aus seiner Einzelzelle entlassen, floh er nach Frankreich, unternahm noch einige Reisen und starb 1900 resigniert in Paris.ris.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Helga König #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Taschenbuch
" Dann gibt es noch die magnetische Hand, die eine geheime Affinität zu deiner eigenen zu haben scheint; schon ihre einfache Berührung erregt dein ganzes Nervensystem und erfüllt dich durch Wonne." ( Wilde)

" Ein Kuss ist etwas mehr als der erstbeste sinnliche Kontakt zweier Körper, es ist der Hauch zweier verliebter Seelen" ( Wilde)

Der vorliegende Liebesroman " Teleny" erschien 1893, ein Jahr bevor man Oscar Wilde wegen homosexueller Vergehen den Prozess machte und ihn zu zwei Jahren Zuchthaus verurteilte.
Im lustfeindlichen , doppelmoraligen, spätvictorianischen England jener Tage galt dieser Text als skandalös und wurde auch noch später lange Zeit von den Herausgebern der Werke Oscar Wildes übergangen.

Wilde beschreibt in diesem Roman die innige Liebesbeziehung des französischen Dandy Camille und des ungarischen Pianisten Teleny.
Die beiden Protagonisten sind Anfang zwanzig. Camille ist sexuell noch gänzlich unerfahren, Teleny , wie sich herausstellen wird, bisexuell.
Camille verliebt sich während eines Konzertes in Teleny, der ihn unerwartet während eines nächtlichen Spaziergangs küsst und ihn auf diese Weise sexuell entflammt. Camille kann nur noch an den Pianisten denken, sehnt sich nach seiner Nähe, verbietet sich allerdings zunächst gedanklich sexuelle Begehrlichkeiten . Dennoch begreift der junge Mann jetzt, weshalb er Frauen gegenüber bislang keine wirklichen erotischen Ambitionen hegen konnte. Trotz dieser Erkenntnis unternimmt er geradezu verzweifelte Versuche sich lustvoll die Sexualität mit dem weiblichen Geschlecht zu erschließen, aber es gelingt ihm nicht, denn seine Gedanken sind stets bei Teleny.
Durch seine starke Zuneigung hellsichtig geworden, sieht er diesen beim Liebesspiel mit einer schönen Frau und stirbt beim Anblick der ausführlich beschriebenen Handlungen tausend Tode.
Als Camille dann noch feststellen muss, dass Teleny eine Affäre mit einem anderen Künstler hat, den Camille von Kindesbeinen an kennt, entschließt es sich Selbstmord zu begehen, wird jedoch von Teleny daran gehindert.
Der Pianist gesteht dem Dandy seine leidenschaftliche Liebe, bekundet, dass er während sexueller Handlungen mit Dritten nur an ihn gedacht habe. Durch dieses ehrlich gemeinte Geständnis bewirkt er, dass die beidseitige Liebe alsbald ihren Ausdruck in einer sie beide vollkommen erfüllenden Sexualität findet, die trotz häufiger Kopulationen sogleich immer wieder neues gegenseitiges Begehren hervorruft.
Obgleich die beiden ganz offensichtlich verrückt aufeinander sind und voneinander nicht lassen können, führt ihre Romanze zu einem tragischen Ende, weil die Zeit für ihre homoerotische Beziehung mit enormer Gefühlstiefe wohl noch nicht reif war.

Als Gegenbild zu dieser wahren Liebe, in der Seele, Geist und Körper heftigst zueinander streben, beschreibt der Autor für die victorianische Zeit geradezu schonungslos sexuelle Handlungen zwischen Prostituierten im Bordell, ebensolche während einer Orgie unter Homosexuellen, desweiteren beschreibt er detailliert sexuelle Handlungen zwischen Mann und Frau, bei denen die Liebe nicht beidseitig vorhanden ist. Er thematisiert sogar Vergewaltigung, um die Abgründe von sexuellem Tun aufzuzeigen, das aus reinem Triebverhalten hervorgehen kann.
Ziel dieser Beleuchtungen , die vordergründig den Anschein erwecken, als habe Wilde beabsichtigt ein pornographisches Werk zu Papier zu bringen, ist meines Erachtens darzustellen, worin sich sexuelle Handlung, die nicht Ausdruck einer innigen Seelenbeziehung ist, von solcher unterscheidet, die auf gegenseitiger , inniger Liebe beruht.

Solch eine leidenschaftliche Liebe, gleichgültig ob zwischen gleich- oder gegengeschlechtlichen Menschen kann sich für Wilde nur in jungen Jahren ereignen:

" There ist a love that is to last,
When the hot days of youth are past"

Ein empfehlenswerter, aufklärerischer, inhaltlich sehr mutiger Roman!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Helga König #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
" Ein Kuss ist etwas mehr als der erstbeste sinnliche Kontakt zweier Körper, es ist der Hauch zweier verliebter Seelen" ( Wilde)

Der vorliegende Liebesroman " Teleny" erschien 1893, ein Jahr bevor man Oscar Wilde wegen homosexueller Vergehen den Prozess machte und ihn zu zwei Jahren Zuchthaus verurteilte.
Im lustfeindlichen , doppelmoraligen, spätvictorianischen England jener Tage galt dieser Text als skandalös und wurde auch noch später lange Zeit von den Herausgebern der Werke Oscar Wildes übergangen.

Wilde beschreibt in diesem Roman die innige Liebesbeziehung des französischen Dandy Camille und des ungarischen Pianisten Teleny.
Die beiden Protagonisten sind Anfang zwanzig. Camille ist sexuell noch gänzlich unerfahren, Teleny , wie sich herausstellen wird, bisexuell.
Camille verliebt sich während eines Konzertes in Teleny, der ihn unerwartet während eines nächtlichen Spaziergangs küsst und ihn auf diese Weise sexuell entflammt. Camille kann nur noch an den Pianisten denken, sehnt sich nach seiner Nähe, verbietet sich allerdings zunächst gedanklich sexuelle Begehrlichkeiten . Dennoch begreift der junge Mann jetzt, weshalb er Frauen gegenüber bislang keine wirklichen erotischen Ambitionen hegen konnte. Trotz dieser Erkenntnis unternimmt er geradezu verzweifelte Versuche sich lustvoll die Sexualität mit dem weiblichen Geschlecht zu erschließen, aber es gelingt ihm nicht, denn seine Gedanken sind stets bei Teleny.
Durch seine starke Zuneigung hellsichtig geworden, sieht er diesen beim Liebesspiel mit einer schönen Frau und stirbt beim Anblick der ausführlich beschriebenen Handlungen tausend Tode.
Als Camille dann noch feststellen muss, dass Teleny eine Affäre mit einem anderen Künstler hat, den Camille von Kindesbeinen an kennt, entschließt es sich Selbstmord zu begehen, wird jedoch von Teleny daran gehindert.
Der Pianist gesteht dem Dandy seine leidenschaftliche Liebe, bekundet, dass er während sexueller Handlungen mit Dritten nur an ihn gedacht habe. Durch dieses ehrlich gemeinte Geständnis bewirkt er, dass die beidseitige Liebe alsbald ihren Ausdruck in einer sie beide vollkommen erfüllenden Sexualität findet, die trotz häufiger Kopulationen sogleich immer wieder neues gegenseitiges Begehren hervorruft.
Obgleich die beiden ganz offensichtlich verrückt aufeinander sind und voneinander nicht lassen können, führt ihre Romanze zu einem tragischen Ende, weil die Zeit für ihre homoerotische Beziehung mit enormer Gefühlstiefe wohl noch nicht reif war.

Als Gegenbild zu dieser wahren Liebe, in der Seele, Geist und Körper heftigst zueinander streben, beschreibt der Autor für die victorianische Zeit geradezu schonungslos sexuelle Handlungen zwischen Prostituierten im Bordell, ebensolche während einer Orgie unter Homosexuellen, desweiteren beschreibt er detailliert sexuelle Handlungen zwischen Mann und Frau, bei denen die Liebe nicht beidseitig vorhanden ist. Er thematisiert sogar Vergewaltigung, um die Abgründe von sexuellem Tun aufzuzeigen, das aus reinem Triebverhalten hervorgehen kann.
Ziel dieser Beleuchtungen , die vordergründig den Anschein erwecken, als habe Wilde beabsichtigt ein pornographisches Werk zu Papier zu bringen, ist meines Erachtens darzustellen, worin sich sexuelle Handlung, die nicht Ausdruck einer innigen Seelenbeziehung ist, von solcher unterscheidet, die auf gegenseitiger , inniger Liebe beruht.

Solch eine leidenschaftliche Liebe, gleichgültig ob zwischen gleich- oder gegengeschlechtlichen Menschen kann sich für Wilde nur in jungen Jahren ereignen:

" There ist a love that is to last,
When the hot days of youth are past"
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Magisch 20. Februar 2007
Von DennisR
Format:Taschenbuch
Also ich möchte meinen vielen Vorschreibern deutlich wiedersprechen. Also mich zieht dieses Buch einfach magisch an, und ich habe es schon 10 mal mindestens gelesen. Es ist halt kein Buch für Verklemmte oder Kinder. Es wird hier in anderen Rezensionen oft über ekelhafte Pornotexte geschrieben. Dem kann ich gar nicht folgen. Sicherlich gibt es Stellen, die nicht gerade lecker sind, aber irgendwie ins Gesamt-Feeling des Buches passen. Nämlich der Liebe zwischen 2 Männern - Männern die sich finden müssen, Erfahrungen sammeln, enttäuscht werden und eines möchte ich BETONEN: in diesem Buch steckt so viel Gefühl, man muss nur zwischen den Zeilen lesen und sich auf das Buch einlassen. Ein Buch soll ja auch Anstoss zum Nachdenken geben und dies tut es mit Sicherheit auch nach dem 10t-maligem Lesen!!!!
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Die neuesten Kundenrezensionen
Ist dieser Roman wirklich von Wilde?
Es heißt ja, dass an diesem Roman mehrere Personen und nicht nur Wilde alleine beteiligt gewesen sein sollten. Lesen Sie weiter...
Vor 12 Monaten von Bücher-Liebhaberin veröffentlicht
Oscar Wilde ist wahrscheinlich NICHT der Autor
Ich bin seit vielen Jahren ein großer Fan von Oscar Wilde und besitze alle seine Werke und möchte behaupten, dass ich mich mittlerweile mit dem irischen Autor ein wenig... Lesen Sie weiter...
Vor 18 Monaten von Thelxinoe veröffentlicht
Schockiert, bäh, bäh, mach dich kundig ???!!!
Hallo !

Ist das der wirkliche Oscar Wilde oder das, was, wir nicht mögen, weil wir das bevorzugen, was er schreiben durfte. Lesen Sie weiter...
Vor 22 Monaten von W. Köhnen veröffentlicht
Nichts für sanfte Gemüter
In diesem Buch trifft man den anderen Oscar Wilde. Was in all seinen anderen Texten nur sanft angedeutet wird, wird hier gnadelos offen und ausführlich beschrieben. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 18. Februar 2010 von Jana
Ist dieser Roman wirklich von Wilde?
Es heißt ja, dass an diesem Roman mehrere Personen und nicht nur Wilde alleine beteiligt gewesen sein sollten. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 8. Januar 2010 von Bücher-Liebhaberin
Gemischte Gefühle
Durch andere Rezensionen hier bin ich auf dieses Buch aufmerksam geworden, muss aber sagen, dass ich nicht ganz so gefesselt war... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 20. März 2009 von Schlumpf
"Mein Leser, Heuchler du, - mein Bruder, - meinesgleichen!"...
"Die Bücher, die die Welt unmoralisch nennt, sind
solche, die der Welt ihre eigene Schande zeigen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 2. Februar 2009 von kpoac
"Mein Leser, Heuchler du, - mein Bruder, - meinesgleichen!"...
"Die Bücher, die die Welt unmoralisch nennt, sind
solche, die der Welt ihre eigene Schande zeigen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 1. August 2007 von kpoac
Heftig, stark und nicht ganz jugendfrei
Hu, hm, pffff - schwierig zu rezensieren. Es ist bestimmt ein 16+ Buch, zumindest würde ich es nicht frei an einer Schule verteilen ... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 2. Dezember 2006 von Polemos
Für das, was es sein soll, gar nicht so schlecht
Zu allererst: Dem Verlag sollte man in dieser Bewertung Null Punkte geben - denn er hat sich jedes Vor- oder Nachwort schlichtweg gespart und einfach (wohl aufgrund der... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 20. Juli 2006 von ilmaba
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