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Telemach.
 
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Telemach. [Broschiert]

Michael Köhlmeier
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Produktinformation

  • Broschiert: 484 Seiten
  • Verlag: Piper (1998)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492226744
  • ISBN-13: 978-3492226745
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 736.815 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Michael Köhlmeier
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Mit der Odyssee begann vor 2800 Jahren die Geschichte der europäischen Literatur. Michael Köhlmeier hat sich des gewaltigen Stoffes angenommen und liefert eine faszinierende, in die Gegenwart transferierte Neuerzählung. Odysseus ist seit langem verschollen, immer unverfrorener werben Freier um die Gunst seiner Frau, der schönen Penelope. Telemach, der Sohn, registriert verzweifelt das Geschehen, er fürchtet um sein Erbe und um die Ehre seiner Mutter. Da taucht Pallas Athene in Gestalt eines alten und etwas schrulligen Mentors auf und schickt Telemach auf die Suche nach dem Vater. Und wie ehedem begleiten die Götter seinen Weg.

Autorenportrait

Michael Köhlmeier, geboren 1949, wuchs in Hohenems/Vorarlberg auf, wo er auch heute lebt. Für sein Werk wurde der österreichische Bestsellerautor unter anderem mit dem Man s-Sperber-Preis, dem Anton-Wildgans-Preis und dem Grimmelshausen-Preis ausgezeichnet. Zuletzt erschien von ihm der Roman "Geh mit mir" sowie die "Geschichten von der Bibel" (zwei Bände) und die neu erzählte Passionsgeschichte "Der Menschensohn".

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
Format:Taschenbuch
Endlich wieder einmal ein Buch mit dem "Wow-Effekt". Sowohl inhaltlich als auch sprachlich unglaublich ausgefeilt. Beeindruckend, wie es dem Autor gelingt, gleichzeitig so nah am Original - Homers Odyssee - zu bleiben und doch die Geschichte in unsere Gegenwart zu übertragen. Während man sich die ausgesprochen poetische Sprache auf der Zunge zergehen lässt, und mit Vergnügen den skurillen Gedankensprüngen des Autors folgt, lernt man ganz nebenbei auch noch die Personen der Odyssee und ihre Geschicke kennen.
Ein ganz tolles Lese-ERlebnis. Aller-aller-wärmste Empfehlung von mir.
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10 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
"Im Jeep zu Menelaos" 15. Oktober 1999
Von Ein Kunde
Format:Broschiert
Wer hätte das gedacht, ein ein Roman der griechischen Mythologie, der den Leser durch seine Aktualität fasziniert und durch seine Spannung in den Bann zieht. Wer glaubt, die griechische Mythologie sei 'kalter Kaffee' wird hier eines besseren belehrt. Schnell wird deutlich, dass der Roman nicht die Geschichte aus einem anderen Jahrhundert, sondern aus unserer Zeit erzählt. So verwundert es am Anfang schon, dass Auto und Telefon existieren, was aber auch zur Folge hat, dass uns der Roman die weit zurückliegende griech. Mythologie näher bringt. So erscheint uns die Antagonistin, Pallas Athene nicht weit abgehoben, sondern eher als eine Figur mit menschl. Charakterzügen, auch wenn sie natürlich Fähigkeiten besitzt, die nur Göttern vorbehalten sind. Mit Leichtigkeit dringt sie in Personen ein und wechselt ihre Gestalt, um ihre Aufgabe zu erfüllen: aus dem gleichgültigen Telemach einen Krieger zu machen. Sie will Telemach dazu bringen, seinen Vater, Odysseus, zu finden, damit die Belagerung des Hauses, wo er alleine mit seiner Mutter Penelope lebt, endlich aufhört. Denn hier sind jeden Tag die Freier versammelt, die eigentlich nur noch darauf warten, dass Penelope ihrem Mann nicht mehr nachtrauert und sich mit einem von ihnen vermählt. An dieser Stelle wird uns die griech. Mythologie wieder bewußt und dieses ist auch der Ausgangspunkt des Romans. So erlebt der Leser mit, wie es Pallas Athene schafft, oder auch anfangs nicht schafft, den schüchternen Telemach vom Charakter her zu verändern. Doch ab der Mitte des Buches beginnt der eigentliche Lesespaß. Die Szenen werden kürzer, die Handlung wird mehr, ohne dass an Details dabei eingebüßt wird. Denn dadurch besticht der Roman. Man wird mitgerissen und befindet sich selber in dieser Welt als Beobachter. Spannung wie in einem Krimi und immer die Frage, ob er es schaffen wird, und wie es weitergeht, treiben den Leser voran, so dass man mit Wehmut feststellt, wie schnell der Roman dann doch dem Ende zugeht. Ein weiterer Aspekt ist das lehrreiche Moment, das in dem Buch steckt. Brutale Bilder und Allegorien verweisen auf den zweiten Weltkrieg und rufen Schrecken und Entsetzen ins Gedächtnis. Die Frage "Wozu das alles?" muß sich der Leser allerdings selber stellen. Es ist die Aufforderung des Autors, sich mit der Politik und vor allem der Geschichte auseinanderzusetzen, um so für die Zukunft gewissenhaft zu handeln und einstige Fehler nie wieder zuzulassen. Köhlmeier schafft es, Charaktäre, die ganz plötlich eingeführt werden auch genauso schnell und unaufällig wieder verschwinden zu lassen. Und so wird am Ende deutlich, dass all die vielen verschiedenen Figuren im Prinzip nur Statisten waren. Es ist der Roman von Pallas Athene und Telemach, der am Ende alleine dasteht.

Ein bemerkenswerter, unheimlich spannender Roman, der nachdenklich und Lust auf mehr macht und für den es sich lohnt, ein bisschen Zeit zu investieren.

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