DE:BUG
Hey endlich mal wieder Musik, die handgemacht ist !!! und für´s gute Gewissen ein wenig Elektronik oben drauf. Sehr lyrisch. Und ehrlich, irgendwie. Gut gemeint, aber leider auch nicht mehr! Tel Aviv - laut Eigenwerbung ein Konzeptalbum - nur: die vorgeblich musikalische Reise hat in Wirklichkeit nie begonnen und endet jäh im Fricklertum. Hier handelt es sich eher um ein Album für all die Spexleser, denen elektronische Sounds schon immer etwas suspekt waren, und die daheim auch gerne mal den ""Rolling Stone"" lesen... Alternative Schülerkrautelektrorock im Landhausstil. Abgestandene Postgermangrungetracks taugen mittlerweile besser als Soundtrack für den Tatort und hätten eigentlich nicht einmal den Proberaum von Selig verlassen dürfen! Dem Verweis auf DJ Hell als Endstation der musikalischen Kaffeefahrt in München ( Track 12 ""lost in Munich"") kann nur ein fundamentales Mißverständnis zugrunde liegen, vielleicht liegts einfach an der gemeinsamen Label-FamilieSup-up/Disko B? Tel Aviv, das ideale Programm für´s nächste Straßenfest, Cel Aviv...
© DE:BUG - Zeitschrift fr elektronische Lebensaspekte.
Das Label über die CD
FSKF.S.K. sorgten in ihrer 18-jährigen Bandgeschichte immer wieder für musikalische Überraschungen, sie sind immer noch die nicht-englische Band mit den meisten Peel-Sessions und durften erst unlängst wieder ihre neuen Stücke in der Londoner Queen Elisabeth Hall live präsentieren. Nach Ausflügen in die Welten zwischen No Wave und Country haben F.S.K. in den letzten Jahren zunehmend ihre Begeisterung für elektronische Musik und deren repetitive Soundstrukturen entdeckt. Was sie auf ihrer auf Disko B erschienen EP "4 Instrumentals" bereits angedeutet hatten, formulieren sie jetzt auf Albumlänge konsequent aus. F.S.K. nehmen Abschied von dem für sie bislang typischen Song-Format und verteilen die Rollen von Text und Musik neu. Die musikalische Reise beginnt in Frankfurts domestizierter Innenstadt ("Taunus Anlage") und führt über den Odenwald (auch Schauplatz von Meineckes neuem Roman "Tomboy") und den Strand von Tel Aviv (das wunderschöne Cover) zurück nach München ("Lost in Munich"). Unterwegs blättern F.S.K. im Jazz-Lexikon und treffen unter anderem auf Jacques Rivette und Peki D'Oslo (Amanda Lear). Mit "Tel Aviv" ist es F.S.K. dann auch einmal mehr gelungen, ohne Anbiederung - und diesmal auch gänzlich unironisch und unstrategisch - dem derzeitigen state of the art ihre eigene Note hinzuzufügen. Die CD erscheint mit vier Bonustracks (Instrumentals). Eine Tournee folgt im Januar.