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Ulrich Peltzer
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 480 Seiten
  • Verlag: rororo; Auflage: 2 (1. August 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499248441
  • ISBN-13: 978-3499248443
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 11 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (17 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 156.043 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Ulrich Peltzer
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Ein packender Gegenwartsroman und eine präzise erzählte Liebesgeschichte" (Der Spiegel)

Kurzbeschreibung

«Eine der besten Liebesgeschichten, die in den letzten Jahren auf Deutsch geschrieben wurden.» SÜDDEUTSCHE ZEITUNG Christian, ein junger Journalist aus Berlin, hält sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser. Er ist bindungslos, rastlos und eigentlich auch perspektivlos. Bis er auf seinen Streifzügen durch die Großstadt Nele kennenlernt. Die rebellische Studentin organisiert politische Protestaktionen und ist von einer Wut getrieben, die Christian fasziniert. Sie kämpft gegen den Überwachungsstaat, gegen eine zügellose Globalisierung, gegen den Kapitalismus. Trotz aller Unterschiede und äußeren Widrigkeiten werden die beiden ein Liebespaar. Doch die Konflikte spitzen sich zu. Und Christian muss sich entscheiden: Will er kämpfen oder resignieren, Teil der Lösung sein oder Teil des Problems? «Ein packender Gegenwartsroman und eine präzise erzählte Liebesgeschichte.» DER SPIEGEL

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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Teil der Lösung

Ulrich Peltzer: Teil der Lösung

Die filmskriptartige Gestaltung mit ihrem vor allem am Anfang des Romans etwas atemlosen Szenen- und Personenwechsel macht das Zurechtfinden in Peltzers Roman zunächst schwierig. Je weiter man liest, desto klarer werden jedoch des Autors Absichten und Motive und desto plausibler wird das Romangeschehen.
Der Roman bietet ein überzeugendes Bild der Lebens-, Denk- und Liebesweise westlich sozialisierter moderner junger Männer und Frauen, die bei Erscheinen des Romans im Jahre 2007 zwischen 25 und 45 Jahre alt waren. Aus Peltzers Sicht spielt für diese Generation der Ost-West Konflikt keine Rolle mehr. Berlin als der wichtigste der Spielorte trägt längst keine, auch keine ideologischen Spuren einstiger Teilung. Prenzlauer Berg ist dem aus der westlichen Provinz stammenden Protagonisten Christian Eich ebenso vertraut wie Kreuzberg seiner Freundin Nele Fridrich, die aus einem Dorf in Mecklenburg-Vorpommern kommt.
Für Peltzers Personage sind die rebellischen endsechziger und siebziger Jahre von historischer Relevanz, nicht die "sanfte Revolution" in der DDR von 1989. Zu den Irritationen dieser post-68'er Generation gehören die Zunahme staatlicher Überwachung in den vergangenen 20 Jahren, der Abbau sozialer Leistungen, die berufliche Unsicherheit und Perspektivelosigkeit selbst gebildeter und qualifizierter junger Leute. Auf die Vereinzelung des Individuums zeigt der Autor eine ganze Bandbreite von Reaktionen, die von Karrierismus und Ellbogenmentalität bis zu Gleichgültigkeit gegenüber Freunden in Not und Verzweiflung reicht, die den im Stich Gelassenen bis in den Selbstmord treiben kann.
Es ist aber auch eine Zeit, in der sich erste Zeichen neuer Aufmüpfigkeit und die Hoffnung bemerkbar macht, es könnte gelingen, neue Formen des Zusammenlebens in der Gesellschaft zu entwickeln. Die zunächst spontane und verworrene Opposition gegen gesellschaftliche Zustände, die vielen jungen Leuten immer weniger erträglich scheinen, wird ernsthafter.Die ostdeutsche Nele ist in die Aktivitäten einer solchen Gruppe junger Leute involviert und erweist sich nicht nur als mutig, entschlossen und verschwiegen, sondern auch als der Gewaltlosigkeit verschrieben und zu realistischem Denken fähig.
Die Liebesgeschichte, die sich zwischen Christian und Nele anbahnt, unterscheidet sich von der klassischen Romangestaltung solcher Beziehungen in vielfältiger Hinsicht: Das Paar gehört dem gleichen intellektuellen Milieu an und lernt sich über gemeinsame Kontakte kennen -der wissenschaftliche Betreuer von Neles Magisterarbeit ist Christians langjähriger Freund Jakob Schüssler - Sie verlieben sich, wobei Nele die Initiative ergreift, während der mehr als zehn Jahre ältere und auch in sexuellen Beziehungen erfahrenere Christian eher schüchtern und abhängig von ihrer Führung erscheint. Nele bestimmt selbstbewusst und unabhängig den Verlauf, den die Beziehung nimmt. Sie ist es, die Christian auf seine mentale, emotionale und politische Eignung als ihr Partner prüft, während er sie in jeder Hinsicht anerkennt und keine Fragen zu stellen wagt. Nele fühlt sich Christian gegenüber zu keiner Rechenschaft über ihre politischen Aktivitäten verpflichtet, während er ihr über sein halb konspiratives Vorhaben berichtet, einen Teilnehmer an den Aktivitäten der italienischen Roten Brigaden in Paris zu interviewen. In Paris entschließt sich Nele, bei Christian zu bleiben und nicht mit einer Zufallsbekanntschaft die Stadt zu verlassen und nach Berlin zurückzukehren. Ob die Beziehung halten wird, bleibt unbestimmt. Mit diesem Anticlimax bricht der Roman ebenso abrupt ab, wie er mit dem Vorfall im Sony Center begann.
Die jungen Menschen in Peltzers Roman mit ihrer selbstverständlichen Mobilität und Anpassungsfähigkeit, aber auch ihrer Kritikfähigkeit und ihrem rebellischen Geist können so nur im heutigen Berlin zu Hause sein, nur dort spiegelt sich in ihrer lakonischen Sprache die Lebensweise und der Habitus der Menschen in dieser Stadt wider; nur in der Liebe wird ihre Sprache allmählich weicher und ausdrucksstärker. Die Protagonisten und ihre Freunde, Bekannten und Kollegen prägen die Atmosphäre dieser Stadt wie sie selbst von Berlin mit seinen unzähligen Gaststätten, Imbissen, Kneipen, Vernissagen und Lesungen, seinen Parks, Schwimmbädern, Partys und Events geprägt werden.
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26 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Thomas Reuter TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Ich gestehe, ich habe das Buch ab S. 200 nicht mehr weiter gelesen. Es war nichts mehr zu erwarten. Kein Konflikt zeichnet sich ab, keine einzige überzeugende Figur, keine Handlung. Aber ein Anspruch ... Menschenskinder, da hat sich aber jemand verhoben. Also das Problem mit dem Peltzer ist nicht, dass er nicht schreiben kann. Das hat eigentlich alles so einen richtig schönen Fluss, da könnte man sich fast fest lesen. Nur leider hat er überhaupt nichts zu sagen.
Der Roman spielt im Großstadtmilieu. Die Figuren sind entweder an der Universität angesiedelt oder in einer festgefahrenen Jugendlichkeit oder in einem undefinierbaren Rebellentum, das sich gegen eine undefinierbare Staatskontrolle zur Wehr setzt, indem es Fahrkartenautomaten zerstört und ähnlichen Unsinn treibt. So jetten die Protagonisten durch das zumeist nächtliche Berlin, hängen auf Parties ab, wo sie sich bei stetig steigendem Alkoholpegel unterhalten wie im germanistischen Oberseminar. Der vorherrschende Jargon in diesem Roman ist einfach unerträglich, Da wird Lacanisiert und Foucauisiert bis die Schwarte kracht. Edgar Allen Poe, William Gaddis, immer wieder Kleist, Jean Paul, Valery.... Das ganze Verzeichnis der Stichwortgeber rauf und runter. Vermutlich erscheint Peltzers Roman bald schon in den Vorlesungsverzeichnissen der germanistischen Institute und wird dort erneut wiedergekäut: Ein selbstreferentielles System ohne Entkommen.
So plustern die Protagonisten sich auf mit ihren rettenden Theorien und reden blanken Unsinn. Letzlich ist es ein politischer Schundroman. Vielleicht hat Peltzer damit ja ein neues Genre eröffnet. Aber auch dafür lohnt es sich nicht, ihn zu lesen. Man lese doch besser ein gutes Buch.

Thomas Reuter
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ambivalent 13. Mai 2009
Format:Gebundene Ausgabe
Ein überwältigendes Echo der professionellen Kritik begleitete die Erscheinung dieses Buches. Rezensenten von der Rundschau bis zur FAZ waren sich in seltener Einigkeit sicher: Dies ist einer der besten deutschsprachigen Romane der letzten Jahre! Aber wie so oft: Als Amateurleser" stehe ich dem Buch sehr ambivalent gegenüber. Die ersten 150 Seiten ziehen sich, trotz hervorragender Prosa und stellenweiser innovativer Erzählperspektive, wie Kaugummi, langweilen oft nur, da eine wirkliche Handlung nicht erkennbar wird. Daher verlieren sich die durchaus erkennbaren politischen Ambitionen des Autors in der aufkommenden Langeweile beim Lesen. Das ändert sich schlagartig mit dem Beginn der Liebesbeziehung zwischen dem Protagonisten Christian und Nele, die wunderbar unprätentiös und doch auch anrührend erzählt wird, sodass sich der Kampf durch den ersten Teil des Buches am Ende (fast) noch lohnt
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Stillstand
Den Roman "Teil der Lösung" und die Tatsache, dass es ein solcher Erfolg wurde, finde ich sehr beispielhaft für die derzeitige Literaturszene in Deutschland. Lesen Sie weiter...
Vor 16 Monaten von ferdi79 veröffentlicht
Eher Teil des Problems
Ein bisschen unpolitsch verbalmoralische Linke, ein bisschen Berlin und Berliner Studentenszene, ein bisschen reichshauptstädisch alternative Kneipenszene, ein bisschen... Lesen Sie weiter...
Vor 20 Monaten von Harald Reutershahn veröffentlicht
Hochambitioniertes romanprojekt über den urbanen Terrorismus - so...
LINKSSEIN ALS QUASI-ONTOLOGISCHE KATEGORIE (LUDWIG WITZANI)
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Veröffentlicht am 27. November 2009 von Rheinischer Lesekreis
Schaut der Wirklichkeit ins Gesicht
Ein wichtiges Buch. Es erzählt ohne Klischees und in einer präzisen Sprache von einer Welt, die vielen verwirrend vorkommt, unübersichtlich und schnell - der... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 24. September 2008 von Suhrcamp
Zeitverschwendung
Eigentlich fällt es mir sehr schwer, ein Buch nicht auszulesen, auch wenn es mich nicht begeistert. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 29. Juli 2008 von F. Busse
nominierung für den bücherpreis
das großartigste buch, dass ich seit langem gelesen habe. der einstieg ist zugegebenermaßen etwas sperrig, aber wer durchhält wird reich belohnt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 13. März 2008 von caw
Eine fesselnde Komplottstory
Der Titel von Ulrich Pelzers bewegendem Roman "Teil der Lösung" verweist auf etwas Epochales, denn er ist allgemein bekannt als Teil eines Zitats das Holger Meins... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 7. März 2008 von Carl-heinrich Bock
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In den vorangegangenen Rezensionen ist eigentlich schon alles gesagt worden über das Buch. Warum aber ist es so enttäuschend? Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 3. März 2008 von Thomas Petersen
Ein ärgerliches, schwammiges und doofes Buch
Ich lasse den Autoren sprechen:

1. "Ist vielleicht ein wenig mehr Präzision möglich? Wir wären dankbar." (Gebundene Ausgabe, Seite 71)

2. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 10. Februar 2008 von Matthias
Ungekonnt
Kann nur jedem empfehlen, die Kritiken von Ludwigwitzani und Outoftheway zu lesen, sie beschreiben intelligent und präzise, was dieser Roman tut bzw. nicht tut. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 25. Januar 2008 von Zwillinge
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