Ich habe diese große Packung gekauft, weil ich ein Spielzeug mit vielen konstruktiven Variationsmöglichkeiten haben wollte.
Leider war ich völlig enttäuscht davon.
Die Steine sind NICHT einheitlich groß, die Dachziegel zerbrechen beim kleinsten Hauch, der Mörtel haftet nicht an den Steinen.
Hat das Kind allerdings schon einiges an Erfahrungswerten, kann ein Teifoc-Bausatz durchaus eine Herrausforderung sein.
Mehr dazu:
Der Mörtel:
... ist "nichts weiter" als ziemlich grober Sand mit einem leimartigen Bindemittel versetzt, das in Verbindung mit Wasser klebrig wird. Auserdem riecht er etwas unangenehm, was aber noch ertragbar ist. Er ist viel zu grob um die kleinen Steine wirkich gut miteinander verbinden zu können.
Er haftet schlecht an den Steinen, klebt dafür umso besser an den Fingern. Er ist dadurch hoher Frustrationsfaktor, da es schon einiges an Können bedarf ihn überhaupt erstmal auf die Steine zu bekommen.
Meine persönliche Meinung ist, dass man ihn am besten durch einen gekauften Fliesenkleber oder ähnliches feines Material ersetzt. Dann ist er allerdings nichtmehr wasserlöslich. Vieleicht gibt es im Baumarkt bessere Alternativen?
Die Steine:
Unterschiedlich hohe Steine erschweren das Mauern erheblich, besonders wenn man versetzt bauen will.
Allerdings sind sie sonst sehr stabiel und den "echten" Ziegelsteinen sehr ähnlich. Daher wollte ich sie im Kindergarten und Grundschulbereich benutzen, um den Hausbau zu erklähren. Dafür sind sie sehr gut geeignet, aber nur, wenn man ein fertiges Modell zeigen möchte.
Die Türen und Fenster:
Sind aus billigstem, teilweise sogar verzogenem Plastik. Sie sind meiner Meinung nach sehr unansehnlich und in meinem Set waren ein Fenster und die Tür sogar so schief, dass ich sie vor dem Einbau zuerst gerade biegen musste.
Die Anleitung:
... ist ein Witz. Selbst ich, als Baustein-Erfahrene Pädagogin hatte so meine liebe Not diese s.g. "Pläne" erst einmal zu
verstehen.
Zu jedem Hausmodell sind 3 bis 4 Bilder abgedruckt, bei denen das erste den Grundriss zeigt, das 2. eine etwas schwierigere Stelle und das letzte das fertige Haus von alles Seiten. Mann muss selbst erraten, welche Steine man für was verwenden muss, dass die Fenster in 2 Richtungen eingebaut werden können, wie man ein stabieles Dach bauen kann etc.
Wie das Dach gebaut werden soll, ist nirgends erklährt. Eine praktikable Bauweise ist meiner Meinung nach wirklich sehr schwer zu erraten.
Selbst bauen:
... erfordert sehr viel konstruktives "Know-How", besonders im Dachbereich. Das gesammte Haus sollte vorher aufgebaut werden, schon allein um sicher zu gehen dass man am Ende auch ein Dach drauf bauen kann. Dies ist in seiner Größe und Form enorm eingeschrenkt und beschränkt dadurch die Variationen der Grundrisses ebenfalls sehr stark.
Entweder man baut wirklich nur nach Anleitung oder gibt dem Kind sehr viel Hilfestellung bei der Konstruktion, was meiner Meinung nach aber nicht Sinn und Zweck eines solchen Bausatzes sein sollte.
In der "Ausengestaltung" lässt sich dafür schon einiges mehr an Variationen bauen, besonders was Zäune, Bänke, Brunnen oder ähnliches anbelangt.
Fazit:
Meiner Meinung nach sollte dieser Bausatz nicht gekauft werden, es sei den das Kind hat schon sehr viel Erfahrung im Häuserbauen sammeln können. (Lego zählt hier absolut garnichts!) Auserdem sollte man bereit sein, das Model mit dem Kind zusammen zu bauen und einiges an Geduld mitbringen.
Als pädagogisches Spielzeug ist es nicht zu empfehlen, weil sehr viel geholfen werden muss und das Kind allein warscheinlich nicht auf Lösungsmöglichkeiten kommt.
Hat das Kind allerdings schon einiges an Erfahrungswerten, kann ein Teifoc-Bausatz durchaus eine schöne, abwechslungsreiche Herrausforderung sein.