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Teflon, Post-it und Viagra: Große Entdeckungen durch kleine Zufälle: Grobetae Entdeckungen Durch Kleine Zufalle
 
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Teflon, Post-it und Viagra: Große Entdeckungen durch kleine Zufälle: Grobetae Entdeckungen Durch Kleine Zufalle [Taschenbuch]

Martin Schneider
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 229 Seiten
  • Verlag: Wiley-VCH Verlag GmbH & Co. KGaA; Auflage: 1. Auflage (7. Juni 2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3527298738
  • ISBN-13: 978-3527298730
  • Größe und/oder Gewicht: 23,6 x 15,7 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 652.821 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Martin Schneider
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Produktbeschreibungen

Wissenschaft-Online

"Der Zufall begünstigt nur einen vorbereiteten Geist". Dieses Zitat von Louis Pasteur verbindet als roter Faden in Martin Schneiders Buch die Entdeckungsgeschichten so unterschiedlicher Stoffe wie die im Buchtitel genannten "Teflon, Post-it und Viagra". Nicht nur in der Chemie, Physik und Medizin sind viele bahnbrechende Entdeckungen dem Zufall zu verdanken, alle Naturwissenschaften leben geradezu essentiell von experimentellen Zu- und Unfällen, unerwarteten Reaktionen und ähnlichem. Aber ohne viel Fleiß und Ausdauer im Vorfeld und nach einer Entdeckung sowie das geschulte Auge des Forschers für Unerwartetes würden alle Zufälle nicht zu verwertbaren Ergebnissen führen. Dies wird im vorliegenden Band dem Leser besonders deutlich vor Augen geführt.

Die verschiedenen Geschichten berühmter Forschungsergebnisse, bei denen der Zufall seine Hand im Spiel hatte, sind überaus fesselnd und auch für Laien anschaulich geschildert. Jeder Fund wird in einen größeren Zusammenhang gestellt, die Vorgeschichte bzw. Vorarbeiten geschildert, oft verknüpft mit der Lebens- und Forschungsgeschichte des Entdeckers. Auch der oft noch lange Weg bis zur Produktionsreife und Markteinführung mit all den Hindernissen, die bis dahin auftreten, findet Erwähnung. Die Sammlung enthält dabei bunt durcheinandergewürfelt Beispiele aus den verschiedensten Bereichen der Naturwissenschaften, von der Erfindung des Porzellans bis zu aktuelleren Themen wie Fullerenen und Viagra oder der Entdeckung des für Magengeschwüre verantwortlichen Helicobacter. Dank des immer wieder zitierten Pasteur-Zitats und der Verdeutlichung der hinter allen Entdeckungen steckenden Gemeinsamkeiten wirkt die Zusammenstellung aber nicht willkürlich oder chaotisch. Über die Auswahl der Themen ließe sich immer streiten - sind doch an allen Entdeckungen Zufälle in irgendeiner Form mehr oder weniger stark beteiligt.

Als Epilog schließt sich ein Kapitel an, das ein Rezept für Entdeckungen sucht und zu dem wenig überraschenden Ergebnis kommt, dass sowohl Grundlagen- als auch angewandte Forschung kombiniert mit Ausdauer und viel Arbeit nötig sind, um voranzukommen. Der Zufall alleine hilft nicht immer weiter...

Rezensent: Dr. Verena Seitz

Pressestimmen

"... Martin Schneider hat viele Details zusammengetragen und er versteht es, sie in eine spannende, lebendige Sprache zu kleiden. Man meint förmlich, im entscheidenden Moment dabei gewesen zu sein." International Journal of Research

"... Martin Schneider hat viele Details zusammengetragen und er versteht es, sie in eine spannende, lebendige Sprache zu kleiden. Man meint förmlich, im entscheidenden Moment dabei gewesen zu sein."
dpa
 
"Ein spannendes Buch, das zeigt, dass zum erfolgreichen Forschen immer auch ein Quäntchen Glück gehört."
Kultur und Technik
 
"Fazit: Kein Lehrbuch, sondern zur Abwechslung mal etwas Anschauliches und Unterhalsames aus der Welt der Chemie."
Die chemische Keule
 
"Diese Geschichten rund um die Zufälle in der Forschung, vom bekannten Wissenschaftsjournalisten Martin Schneider lebendig und nuancenreich erzählt, garantierne jede Menge Lesespaß."
FUB
 
"Das Buch ist ein echtes Lesevergnügen - auch für Nicht-Wissenschaftler!"
life + science
 
"...eine vielseitige, gut verständliche, sehr empfehlenswerte Lektüre..."
Praxis der Naturwissenschaften - Chemie in der Schule
 
"Die Geschichten rund um Zufälle in der Forschung, von Schneider lebendig und nuancenreich erzählt, garantieren auch wissenschaftlichen Laien jede Menge Lesespaß."
Forschung Frankfurt
 
"Die verschiedenen Geschichten berühmter Forschungsergebnisse, bei denen der Zufall seine Hand im Spiel hatte, sind überaus fesselnd und auch für Laien anschaulich geschildert."
Wissenschaft-Online
 
"Ein Genuss zum Lesen - und für den aktiven Forscher ein Hoffnungsschein, dass es irgend einmal klappen muss."
Laborscope
 
"...amüsant und lebendig."
hi!tech
 
"...kurz, prägnant und unterhaltsam..."
Bild der Wissenschaft
 
"Eine Empfehlung für die Ferienlektüre."
Bioworld
 
"Ein lesenswertes Buch."
Stuttgarter Zeitung
 
"...spannende und detailreiche Geschichte dieser zufälligen Entdeckungen..."
Die Welt
 
"Die Reise durch drei Jahrhunderte Entdeckungsgeschichte garantiert jede Menge Lesespaß." TOP team
 
"Originell, unterhaltsam, bildend." literaturtest.de
 

 


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Spannende Wissenschaft 1. Januar 2010
Format:Taschenbuch
Martin Schneiders Buch ist sehr informativ und motivierend.
Die Geschichten über die Erfindungen von Teflon, Post.it und Co. sind sehr spannend geschrieben.
Sie zeigen, dass Erfindungen nicht immer planbar sind und dass sehr oft der Zufall im Spiel ist. Allerdings führt der Zufall nur zu neuen Erfindungen wenn er auf einen "wohlvorbereiteten Geist" trifft. Die Lektüre ist jedem der sich für Technik und die Geschichte des modernen Lebens interessiert sehr zu empfehlen.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Readit
Format:Taschenbuch
Fast jeder von uns benutzt Teflon-Pfannen, hat schon mal einen Post-it Zettel an den Küchenschrank geklebt oder eine zerrissene Buchseite mit Tesa-Film repariert, aber kaum jemand weiß, wie und durch welche Zufälle diese Dinge erfunden wurden. Oder wussten Sie, dass das Tesa-Film eigentlich ein verunglücktes Heftpflaster ist? Der Wissenschaftsjournalist Martin Schneider hat in seinem Buch 23 solcher Zufälle aus 3 Jahrhunderten Erfindungsgeschichte beschrieben. Er weist nach, dass nicht nur der Zufall eine Rolle spielte, sondern dass sowohl die Rahmenbedingungen stimmen mussten als auch den Nebensächlichkeiten eine gewisse Aufmerksamkeit gewidmet werden musste. Da in den Labors oft nach völlig anderen Dingen geforscht wurden, gerieten diese Zufallsergebnisse in Vergessenheit und lagerten in den Archiven, bis sich jemand daran erinnerte und eine Idee hatte, wofür man dieses Produkt gebrauchen könnte, wie dies z.B. beim Post-it Zettel war. Manchmal war es einfach eine im Brutschrank vergessene Bakterienkultur wie bei der Entdeckung des Penicillins oder des Helicobacter Pylori, das für die Entstehung von Magengeschwüren verantwortlich ist.
Schneider schreibt gut verständlich, lebendig und mit Liebe zum Detail, durchaus spannend, und auch Laien können nachvollziehen, wie manche Dinge zustande gekommen sind. Auch für Schülerkurzreferate ist dieses Buch zu nutzen.
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Format:Taschenbuch
Getrieben von der wirren Idee, überall sparen zu müssen, wird Wissenschaft heute mehr und mehr auf die Themen eingeschränkt, die Politiker für bedeutsam halten. Dadurch wird Wissenschaft zur Produktentwicklung auf dem Niveau der Privatwirtschaft degradiert, wo nur die Dinge begonnen werden, die in wenigen Monaten in bare Münze umgesetzt werden können.

Dieses Buch zeigt, dass Wissenschaft ganz anders funktioniert und dass viele herausragende Erfindungen eben nicht durch intensive Entwicklung allgemein bekannter Ansätze entstanden sind. Vielmehr haben Entwicklungen häufig unvorhergesehene Wendungen genommen. Damit stellt sich die Frage, was dann noch das Verdienst der Forscher ist, wenn wir die besten Erfindungen ohnehin dem Zufall verdanken. Auch darauf geht der Autor des Buches ein: Ein guter Forscher ist derjenige, der aufmerksam genug ist, den Zufall zu entdecken und sich zunutze zu machen. Ein schlechter Forscher hingegen verwirft ein fehlgeschlagenes Experiment, und fragt sich nicht, warum es fehlgeschlagen ist. Nicht wenige Forscher verbiegen sogar die experimentellen Ergebnisse, um sie in ihre Theorien einzupassen.

Was wir aus diesem Buch lernen sollten, ist, dass es wenig Sinn hat, den Zufall zu bekämpfen. Wenn man nur vorhersehbare Sachen beginnt und nur vorhersehbare Ergebnisse zulässt, werden nur vorhersehbare Ergebnisse herauskommen. Revolutionäre Erkenntnisse sind von vorneherein ausgeschlossen. Revolutionäre Ergebnisse sind eher etwas für die viel geschmähte Grundlagenforschung (versinnbildlicht etwa im "Elfenbeinturm"). Es fällt uns schwer, dem Zufall zu vertrauen, nicht zu wissen, was bei einer Forschungsarbeit herauskommen wird. Die Erfahrung lehrt aber, dass etwas herauskommen wird.

Diese Einsicht ist nicht nur für die Wissenschaft interessant. Auch in der Privatwirtschaft steht man regelmäßig Zufällen gegenüber. Das sind meistens unerfreuliche Dinge, wie Lieferschwierigkeiten von Zulieferern, sich ändernde Projektanforderungen, Weggang von Mitarbeitern usw. Mit den Zufällen in der Wissenschaft haben sie gemein, dass man sie schwer beeinflussen kann. Einkalkulieren kann man sie aber sehr wohl, wie beispielsweise das Buch "Bärentango" erläutert.

Auch wenn es in "Teflon, PostIt, Viagra" nicht direkt angesprochen wird, so liefert das Werk doch einen wichtigen Beitrag zur Patentdebatte. Große Unternehmen wie Microsoft, SAP und Siemens versuchen seit langem im Schulterschluss mit Patentanwälten, Patente auf alles und jedes nach amerikanischem Vorbild in Europa zu legalisieren. Sie behaupten offiziell, dass durch Patente Innovationen geschützt werden und dadurch Innovationen gefördert werden. Nun kann sich jeder Tüftler seine Chancen dafür ausrechnen, dass er sein Patent erfolgreich gegen den Ideenklau durch eine große Firmen verteidigen kann, welche jährlich mehrere tausend Patente erteilt bekommt, von denen der Hobbybastler oder Kleinunternehmer garantiert eines verletzt oder wenigstens irgendwie berührt. Das ist keine theoretische Schwarzmalerei sondern wird von der Geschichte untermauert. In dem besprochenen Buch kommt jede Kombination von {Patent, kein Patent} und {gerechte Entlohnung, keine gerechte Entlohnung} vor, und zeigt damit, dass das Instrument "Patent" keine angemessene Entschädigung für die Forschungsarbeit sichert. Es hat daher sein Ziel verfehlt und dies schon seit mehr als hundert Jahren.

Nicht zuletzt räumt das Buch mit einigen häufig wiederholten Irrtümern auf. Teflon zum Beispiel stammt nicht aus der Raumfahrt, sondern ist ein verunglücktes Experiment der Kühlmittelforschung für Kühlschränke. (Dieses Experiment wurde übrigens zur Umgehung eines Patentes auf ein Kühlmittel begonnen.) Von dort kam es zum Atombombenbau und erst später in die Küche. Die Geschichte mit der Raumfahrt ist für unser Gewissen natürlich verträglicher. Zweites prominentes Beispiel ist die Entdeckung des Porzellans in Europa. Die häufig zu hörende Erklärung besagt, dass Böttcher das Porzellan entdeckt hat, als er versuchte aus Blei Gold herzustellen. In dem Buch wird erklärt, wieso Alchemisten immer wieder versucht haben, auf diese Weise zu Gold zu kommen. (So dumm war die Idee nämlich gar nicht.) Außerdem wird klargestellt, dass Porzellan kein Nebenprodukt der Bleiexperimente war, sondern einer eigenen Entwicklungsschiene entsprang.

Zufälle in der Mathematik kommen in diesem Buch leider nicht vor. Für die wechselvolle Geschichte mathematischer Entwicklungen ist man besser mit Simon Singh beraten.
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