Mit dieser Platte haben Tefla und Jaleel noch einmal eindrücklich unter Beweis gestellt, zu was deutscher Rap fähig ist. Ihnen gelingt es in jedem Song durch ihre langsamen Flows und tiefgründigen Texte eine eigen Atmosphäre zu schaffen. Um das Album zu hören, benötigt man allerdings ein wenig Zeit und Ruhe, man kann es so richtig in einem wirken lassen. Die Themen sind meist persönlicher Natur, die Beiden verarbeiten Ihre Vergangenheit ihren Werdegang als Rapmusiker im Titelsong, Zukunftssorgen betreffend Rapmusik und Weltpolitik bedrückt sie in "Wo führt das hin". In "Zugabe" sprechen sie über Ihre Live-Erfahrungen, die sie zuletzt am Splash sammeln konnten und wiedermal die Ehre der alten Garde in Bühnenperfomance aufs Podest hob, ein wirklich gelungener Auftritt. Motivierende Parolen findet man auf "Hinterm Regen", dieser Song ist über einem melancholisch hoffnugsvollen Pianobeat gerappt. Dieser Beat erinnert an den Tefla Jaleel Klassiker "Was will ich mehr" aus dem letzen Album, der hier auch nochmal als Track aufgeführt ist. Erwähnenswert bleibt noch die melacholische Balade mit Manuellsen "Meine Gegend",auch hier verarbeiten sie ihre Jugenderlebnisse und die damit verbundenen Lokalitäten in Chemnitz.
Dieses Album lohnt sich zu kaufen für jeden, der Deutschrap mag, der unter die Haut geht. Nicht lohnen wird es sich wenn man auf der Suche nach leichtem Entertainment ist, dieses Album lohnt sich nur wenn man bereit ist sich darüber Gedanken zu machen.