Dies ist mein erster Backautomat und ich bin überwiegend zufrieden.
Die Anleitung ist recht gut verständlich und die einzelnen Phasen der neun Backprogramme und ihre Dauer sind ausführlich dokumentiert und erklärt.
Es gibt mehrere einfache Backrezepte aber leider keines für Schwarzbrot. Es gibt zwar ein Programm für Vollkornbrot, aber das ist nur für Weizenvollkornmehl geeignet. Wer Roggen- Dinkel- oder anderes Vollkornmehl verwenden möchte, kann durchaus das Vollkornprogramm nutzen, muss aber Natursauerteig hinzugeben, damit der Teig aufgeht. Leider fehlt dieser Hinweis im Handbuch.
Hierbei sei noch erwähnt, dass immer Weizenmehl gemeint ist, wenn in den Rezepten von "Mehl" die Rede ist. Auch "Vollkornmehl" ist immer Weizenvollkornmehl. Das geht aus der Beschreibung nicht eindeutig hervor. Alle Rezepte aus der Anleitung basieren auf Trockenhefe, es ist allerdings auch erklärt, wie man diese durch "gewöhnliche" Hefe ersetzen kann.
Am besten gelungen ist mir zu Anfang das französische Brot. Wichtig ist auf jeden Fall, dass die Zutaten erwärmt sind und nicht direkt aus dem Kühlschrank kommen, ansonsten geht das Brot nicht auf und ist sehr kompakt. Außerdem sollte man sich beim Einfüllen der Zutaten unbedingt an die Reihenfolge, die in der Anleitung erklärt ist, halten.
Auch sollte man nicht gleich beim ersten Backversuch mit den Rezepten experimentieren, sondern zunächst einmal ein Grundrezept ausprobieren, um ein Gefühl für die Handhabung zu bekommen.
Mit dem beiliegenden Messlöffel und Messbecher (der bei mir aus mysteriösen Gründen einen tiefen Riss hatte) lassen sich die meisten Zutaten gut abmessen. Leider fehlt dem Messbecher eine Skala für das Gewicht von Mehl. Deswegen braucht man zusätzlich eine Waage oder eben einen Messbecher, der diese Einteilung hat.
Trotz Beschichtung bleibt gerne mal ein wenig Mehl in den Ecken liegen. Das wird etwas besser, wenn man die Backform ein wenig mit Öl einfettet. Außerdem gibt es eine Backphase, in der empfindliche Zutaten, die durch zu starkes Kneten beschädigt würden, hinzugegeben werden können. Diese wird durch einen Piepton angekündigt und häufig sind bis dahin auch alle Zutaten gut vermischt. Sie kann auch genutzt werden, um die Reste der Zutaten aus den Ecken zu bekommen und die Konsistenz des Teiges zu überprüfen. Dabei sollte man allerdings einen weichen(!) Kunststoff- oder Holzlöffel verwenden denn die Beschichtung ist auch das Sorgenkind. Diese scheint überaus empfindlich zu sein, denn nachdem ich ein Brot mit Sonnenblumenkernen gebacken hatte konnte ich diverse Kratzer in der Form "bewundern". Da es alles andere als förderlich für die Gesundheit ist, Teile der Beschichtung zu verspeisen, gibt es erstmal einen dicken Punktabzug und die Form wird demnächst umgetauscht.
Von der Bedienung her bin ich mit der Maschine sehr zufrieden. Man füllt einfach die Backform in der richtigen Reihenfolge mit den Zutaten, was ca 15 Minuten dauert, und wenn man alles richtig gemacht hat, hat man nach 3,5 Stunden ein lecker duftendes frisches Brot.
Nach dem Backvorgang entnimmt man die Backform am besten mit Handschuhen (Vorsicht heiß!) und das Brot rutscht fast von allein aus der Form wenn man diese umdreht. Der Knethaken bleibt dabei meist in der Backform zurück.
Insgesamt bin ich also recht zufrieden, wenn die Probleme mit der Beschichtung nicht wären. Mal abwarten, wie sich die neue Form nach dem Umtausch bewährt. Vielleicht hab ich ja nur ein "Montagsmodell" erwischt.