Zuerst einmal war ich skeptisch, vor allem wegen dem Titel und der Umschlagsgestaltung. Don't judge a book by its cover trifft hier allerdings 100% zu.
Francesca Lia Block führt uns nach Kalifornien zu der 11jährigen Barbie Markowitz, oder besser Marks, die von ihrer Mutter, einer ehemaligen Schönheitskönigen, zum Model gemacht werden soll. Was Barbie aber nicht möchte, höchstens ihrer Mutter zuliebe. Barbie ist trotz ihrer Schönheit ein wirklich unglückliches Mädchen und ihre einzige Freundin und Gefährtin ist, im Ernst, eine kleine grüne Fee.
Im zweiten Teil des Buches, fünf Jahre sind vergangen, ist Barbie sehr dünn, raucht viel und ist erfolgreich als Model, doch die kleine Fee Mab ist immer noch ihre Ratgeberin und Gefährtin. Auf einer Party trifft Barbie Todd, einen sexy/geheimnisvollen Schauspieler (für den ganz deutlich Johnny Depp Model stand, nicht nur wegen der Namenstattoos) und die beiden verlieben sich in einander. Todds Mitbewohner Griffin, ein androgyner engelsgleicher Junge und Barbie kennen sich bereits aus dem ersten Teil des Buches und teilen ein schmerzhaftes Geheimnis. Nach einem Streit flieht Barbie mit Mab nach New York, doch Todd und Griffin folgen ihr....
Obwohl dieses Buch nur 160 Seiten fasst, so ist es doch randvoll. Themen wie sexueller Missbrauch, Magersucht, zerfallende Familien, Homosexualität, Depressionen, Selbstfindung, Selbstverwirklichung und große Leidenschaft werden angeschnitten, angedeutet oder bloß gestreift wie der Flügelschlag einer Elfe, aber gerade dadurch gehen sie dem Leser tief unter die Haut. Francesca Blocks Stil ist minimalistisch und dennoch poetisch und eindringlich. Es wird nicht das letzte Buch sein, das ich von ihr lesen werde.