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Tee mit dem Teufel
 
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Tee mit dem Teufel [Gebundene Ausgabe]

Reinhard Erös
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 272 Seiten
  • Verlag: Hoffmann & Campe; Auflage: 8. Aufl. (2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3455018017
  • ISBN-13: 978-3455018011
  • Größe und/oder Gewicht: 21,5 x 13,4 x 2,9 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 34.470 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Reinhard Erös
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Produktbeschreibungen

Perlentaucher.de


Buchnotiz zu : Frankfurter Rundschau, 05.08.2002
Einen Einblick in die weniger bekannten "Randnotizen" über die Situation in Pakistan und Afghanistan hat Gottfried Oy bei der Lektüre des Buchs erhalten. Der Autor lebte Ende der achtziger Jahre für drei Jahre im pakistanischen Peshawar, um die Arbeit des Deutschen Afghanistan Komitees zu koordinieren. Zehn Jahre später kehrte er noch einmal zurück, im Augenblick richtet er für die Kinderhilfe Afghanistan in Jalalabad eine Mädchenschule ein, berichtet Oy. Seine Erfahrungen und Erlebnisse aus erster Hand findet der Rezensent "zum Teil sehr anekdotenhaft erzählt". Immer wieder gehe es dabei um den richtigen Umgang mit den Einheimischen, der natürlich nach anderen Regeln als in Europa funktioniere. Aber auch Persönliches ist zu lesen: "Beängstigend und beeindruckend zugleich" findet Oy die "Schilderung des eigenen physischen und psychischen Zusammenbruchs aufgrund der mehr als schrecklichen Kriegserlebnisse". Ein Insiderreport über eine Region, die nicht zur Ruhe komme.

© Perlentaucher Medien GmbH

Kurzbeschreibung

Vor 15 Jahren brach der Bundeswehrarzt Reinhard Erös auf, um den Kriegsopfern in Afghanistan zu helfen. Er, der das Land seit Jahren kennt, gründete Bildungseinrichtungen für Mädchen und Frauen und sorgt bis heute für das Überleben der Flüchtlinge.

Er ist Soldat und Arzt, aber Erös will nicht schießen, sondern heilen. Es sind keine verklärenden Erzählungen aus 1001 Nacht, wenn der Bayer mit dem dunklen Schnurrbart von seinen Erlebnissen in Afghanistan berichtet. Erfahrung mit Land und Leuten besitzt er wie kaum ein anderer: Bereits 1987 ließ er sich vom Dienst freistellen, um mit seiner Frau und vier Kindern im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet zu leben. Ein Kind starb dabei. Unter permanenter Bedrohung und in der Illegalität betreute er über 10 000 Menschen. Selbst den Taliban rang er Respekt ab, weil er im Krieg gegen die Sowjetunion unter Lebensgefahr die Zivilbevölkerung ärztlich versorgte. Zeitungen nannten ihn den "bayerischen Albert Schweitzer". Aber Erös will von derartiger "Heiligsprechung" nichts wissen. Drei Jahre später kehrte er selbst als "Verwundeter" zurück - traumatisiert von den erlebten Brutalitäten in Afghanistan. Dennoch ließ er sich nicht beirren und gründete Schulen für 1000 Flüchtlingsmädchen, in denen ausschließlich Frauen als Lehrer arbeiten. Er schildert die Entwicklung von der Emanzipation der Afghaninnen in den siebziger Jahren bis zu den schrecklichen Szenen heute. Die Liebe zur afghanischen Kultur wird durch einen reichen Fotoschatz illustriert.


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
33 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
"Tee mit dem Teufel" 12. Mai 2002
Format:Gebundene Ausgabe
Ein packendes Buch. Hier schreibt einer, der sich nicht nur auskennt, hier schreibt auch jemand, der mit Herz und Seele bei der Sache ist.
Das Thema Afghanistan ist seit dem 11. September höchst aktuell. Es wäre leicht, effekthascherisch über das Thema zu schreiben. Aber was steckt hinter den Schlagzeilen, hinter den Berichten der TV-Korrespondenten, die mit Windeseile über das Sujet hinweg huschen?
Der Autor dieses Buches, der 54-jährige Oberstarzt der Bundeswehr, Dr. Reinhard Erös, kennt Afghanistan genau. Und, was noch wichtiger ist: Er liebt Land und Leute. Das spürt man beim Lesen des Buches. Hier schreibt einer, dem die Schicksale der Menschen nicht egal sind, jemand, der sich nicht hinter Statistiken verschanzt oder oberflächlich seine Lexikalbildung loslässt. Hier schreibt ein Mann, der drei Jahre, von 1987 bis 1990, in Afghanistan gewesen ist, der weiß, wie grausam der Krieg der Mudschahedin gegen die Sowjets gewesen ist und der die "Warlords" genau kennt, die nach dem sowjetischen Abzug das Heft des Handelns an sich gerissen haben. Und einer, der weiß, wie teuflisch das Regime der Taliban ("Steinzei-Islam") gewesen ist. Reinhard Erös schildert eindringlich seine eigenen, traumatisierenden Erlebnisse als Arzt im Krieg. Und er berichtet freimütig davon, wie begrenzt menschliches Helfen-Wollen bleibt in einer Welt, die durch den Krieg verroht ist.
Gleichwohl wirft - um im Bild zu bleiben - Reinhard Erös die Flinte nicht ins Korn; er zieht stattdessen ein Resümee aus dem Erlebten und beschließt, den vom Krieg geschädigten Menschen zu helfen - ohne Kompromisse und mit all seiner Kraft. Gemeinsam mit seiner Frau Annette gründet er in Peshawar, einer Stadt im pakistanischen Grenzgebiet zu Afghanistan, eine Schule. Ein Lichtblick für das geschundene Land. Ein Silberstreif am Horizont. Das Projekt, über das Reinhard Erös in seinem Buch ausführlich berichtet, gedeiht. Es verdient nicht nur Anerkennung, sondern Bewunderung!
"Tee mit dem Teufel" ist die packende Geschichte eines Mannes und seiner Familie, die Risiko und Torturen auf sich nehmen, um anderen Menschen zu helfen. Nein, es handelt sich nicht um das Fabulieren über den Orient, wie wir es von Karl May kennen, obwohl das Buch ähnlich spannend geschrieben ist wie dessen Kara Ben Nemsi-Erzählungen; es handelt sich um reale Begebenheiten aus einem Land in unserer Zeit. Ein Buch, das den Leser fesselt, das in wenigen Stunden "verschlungen" wird.
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21 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Er ist gewiss keiner der Stillen im Lande, der Bundeswehrarzt Dr. Reinhard Erös, der sich gemeinsam mit seiner Frau Annette in Pakistan und Afghanistan in einer Weise engagiert, die so ungewöhnlich, beispielhaft und erfolgreich ist, dass alle wichtigen deutschen Medien schon ausführlich darüber berichteten. Unlängst kürte ihn das Bayerische Fernsehen zum "Bayern des Jahres", die Süddeutsche Zeitung bezeichnete ihn als "Albert Schweitzer der Afghanen", und der Spiegel nannte ihn einen "bayerischen Urtyp, der sich im Reich der Paschtunen fast schon so sicher wie ein afghanischer Stammesfürst bewegt."

Kein noch so sorgfältig recherchierter Medienbericht vermag aber zu vermitteln, was dem Autorenpaar Reinhard und Annette Erös mit seinem Erstlingswerk auf Anhieb gelang: ein authentischer, packend geschriebener, lebensvoller Bericht über die 15jährige Arbeit an der vordersten Frontlinie der Humanitas, dem die Leser nur mit angehaltenem Atem und nicht nachlassender Spannung und Anteilnahme folgen können. Ein Buch, das unter die Haut geht: Ob nun unterkühlt und distanziert über eigene Gefahren, Entbehrungen und seelische Bedrängnisse berichtet wird oder mit umso heißerem Herzen über liebenswerte, tapfere und würdevolle Weggefährten, über menschliches Leid und menschliche Größe, über Freuden und Hoffnungen, über Entsagungen, Armut, Schmerz und Verzweiflung, über atemberaubende Landschaften und die Geschichte eines der großen Abenteuer im Namen der Menschlichkeit. Diese Geschichte gipfelt darin, dass die von Familie Erös geschaffenen Bildungeinrichtungen heute zu den Prestigeobjekten Afghanistans gehören, dass Hunderttausende von kranken und verletzten Menschen während des Bürgerkrieges in provisorischen Höhlenkliniken unter Lebensgefahr behandelt und versorgt werden konnten und dass man in dem Land am Hindukush Reinhard Erös längst den "deutschen Afghanen" nennt - das höchste Lob, das sich dieser vorbildliche Arzt jemals hat vorstellen können, das er sich aber durch sein Lebenswerk wahrhaftig verdient hat.

Ganz nebenbei erfahren die Leser dieses ungewöhnlichen Buches viel über den geschichtlichen und politischen Hintergrund einer Region, die erneut zur Drehscheibe der Weltpolitik wurde und bis zum heutigen Tage die Schlagzeilen beherrscht. Auf jeder Seite dieses Buches ist zu spüren, das es von einem der besten europäischen Kenner Afghanistans geschrieben wurde, der viele Großen dieses Landes zu seinen Freunden zählt.

Was lässt sich Besseres über "Tee mit dem Teufel" sagen als dies: In zwei Tagen und einer Nacht dazwischen habe ich das Buch ausgelesen, nein: "verschlungen". Und am Ende bleibt der Wunsch, dass eine ständig wachsende Lesergemeinde hinter jeder Zeile dieses Berichtes ebenfalls entdecken möge, was Erich Kästner in seinem berühmten Reim so fasste: "Es gibt nichts Gutes, außer man tut es."

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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Bei der Lektüre des Buches konnte ich mehr über die menschlichen Hintergründe des Konfliktes zwischen der 'westlichen' und der afghanischen Welt erfahren. Kaum jemand kommt näher an die Menschen heran als ein Arzt - da geht es um Leben oder Tod. Reinhard Erös beschreibt einige seiner Begegnungen in den Kriesengebieten, wie Indien, Pakistan oder Afghanistan in einer sehr anschaulichen Weise.

Ob sein "Lehrjahr" bei Mutter Teresa in Kalkutta, der Umzug von München nach Peschawar oder sein Einsatz in einer Höhlenklinik bei Tora Bora - Reinhard Erös berichtet über seine Erlebnisse gefühlvoll menschlich und äußerst spannend.

Die Aktualität und der Informationsgehalt, die das Buch auszeichnen, gehen weit über die Berichterstattung der Medien hinaus. Berührend von der ersten bis zur letzten Seite.

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Die neuesten Kundenrezensionen
Gute Beschreibung der eigentlichen Situation in Afghanistan, mit guten...
Man kann seit so vielen Jahren Berichte ueber Afghanistan lesen, hoeren und auch sehen, aber kein einziger hat mir so einen tiefen Einblick in die "realen" und seit ueber 20 Jahren... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Kordula veröffentlicht
Das Buch sollte Pflichtlektüre jeder Schule sein!
"Tee trinken mit dem Teufel", wenn Sie das Buch gelesen haben, wissen Sie mehr über das Land Afghanistan, seine Menschen, was Krieg wirklich heißt, als nach allen... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 13. Januar 2010 von Burkard Monika
Unbedingt lesen!
Ein sehr sehr spannendes und informatives Buch, daß man nicht gerne aus der Hand legt. Jeder sollte es lesen, um über die Situation in Afghanistan mitreden zu... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 3. Januar 2010 von Brigitte Kuhnke
"Tee mit dem Teufel" -absolut lesenswert
Ein Buch das man binnen 2 Tagen lesen kannnt. Ich würde es mit den Worten interessant, sachlich aber auch zugleich persönlich beschreiben. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 26. Dezember 2009 von E. Rasovsky jun
Tee trinkt man aus anderen Gründen - egal, ob er schmeckt oder...
Dr. Reinhard Erös beschreibt das Land Afghanistan aus seiner Sicht als Arzt mit Herz, Seele und klarem Verstand. Er erzählt nicht einfach ÜBER irgendetwas. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 10. Oktober 2007 von Franziska Scharl
Auch ganz alleine kann man was bewegen.
Mit klaren Worten, die mir ein scharfes Bild von Afghanistan vermittelt haben, vermag Reinhard Erös Schreckliches und Schönes zu verbinden. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 9. August 2006 von Johanna Sonnleitner
Christ sein, zeigt sich im Tun und nicht im Reden.
Keine herkömmliche Kriegsberichtserstattung nach Peter Scholl-L..
Ein offenes, ehrliches und an vielen Stellen sehr zur Nachdenken anregendes Buch, dem ich eine hohe... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 22. Juni 2002 von "geroes"
Ein Held u n s e r e r Zeit
Leider hatte ich bislang noch nicht die Gelegenheit, Oberstarzt Dr. Erös kennen zu lernen und ich bedaure das sehr. Lesen Sie weiter...
Am 26. April 2002 veröffentlicht
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Diskussion Antworten Jüngster Beitrag
Moin Moin ...suche Literatur AUS Afghanistan 0 03.08.2008
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