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Tee mit Buddha: Mein Jahr in einem japanischen Kloster
 
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Tee mit Buddha: Mein Jahr in einem japanischen Kloster [Gebundene Ausgabe]

Michaela Vieser
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (38 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 304 Seiten
  • Verlag: Pendo; Auflage: 2 (April 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3866122101
  • ISBN-13: 978-3866122109
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 13,4 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (38 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 496.068 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Michaela Vieser
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Eine besondere Begegnung mit der gelebten Spiritualität Japans, realistisch, mit Sinn, Details und einer gehörigen Portion Ironie erzählt.« Globetrotter

Kurzbeschreibung

Eigentlich wollte Michaela Vieser in Tokio studieren, stattdessen landet sie in einem buddhistischen Kloster im Süden des Landes. Als erste westliche Person darf sie an der Spiritualität und Tradition dieses Klosters teilhaben. Sie singt und betet mit den Mönchen, wird in die Geheimnisse der Teezeremonie, des Schwertkampfs und der Kalligrafie eingeweiht. Sei es der Bergasket oder der Karaoke singende Zen-Mönch - die Begegnung mit faszinierenden Menschen offenbart ihr das Land hinter dem Lächeln. Eine emotionale Reise zur gelebten Spiritualität Japans, realistisch, mit Sinn für Details und einer gehörigen Portion Selbstironie erzählt.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen Oberflächlich und unreflektiert, 7. Mai 2009
Von 
Buchhalterin - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Tee mit Buddha: Mein Jahr in einem japanischen Kloster (Gebundene Ausgabe)
Für mich persönlich war das Buch ein Reinfall. Ich hatte mich ebenso etwas anderes davon erwartet wie Michaela sich (anfangs) von 'ihrem' Kloster etwas erwartet hatte. Nicht wie von ihr favorisiert und vorgestellt ein lauschiges Örtchen auf einem einsamen Berg, sondern ein modern eingerichtetes Haus nebst Tempel mitten in der Stadt an einer belebten Straße erwartete sie in Japan. In diesem Kloster wollte die Japanologiestudentin ihr Auslandssemester verbringen, nicht wie üblich an einer japanishen Uni. Diesen Entschluss fand ich mutig und begrüßenswert. Auch die beworbene 'Reise zu sich selbst' und das Blafasel von spiritueller Erleuchtung war mir durchaus sympathsich, und so hab ich mich denn auch ziemlich gefreut, als ich davon ein Rezensionsexemplar bekam.

Ich kam beim Lesen aber nicht wirklich rein in diese Geschichte. Um es ganz offen zu sagen: Ich finde das Buch sterbenslangweilig. Die Schilderungen fand ich zwar flüssig zu lesen, aber so unpersönlich und irgendiwe 'kalt'. Eventuell spiegelt sich darin die japanische Reserviertheit wider. Ich weiß es nicht, aber ich hatte an keiner Stelle der 200 gelesenen Seiten (von knapp 300) den Eindruck, dass die Autorin etwas von sich und ihren Gefühlen preisgibt oder gar preisgeben wollte. Nach diesen 200 Seiten hatte das Buch bei mir verloren, ich hatte schlicht kein Interesse mehr daran, zu erfahren, mit wem Michaela Tee trinkt und was sie dabei besprechen und wie ihr Schwertkampfkurs ausging.

Kapitelweise wird geschildert, welchen Menschen sie im Kloster begegnete und was sie mit diesen machte bzw von ihnen lernte: Ikebana, Kendo, Kalligraphie oder Teezeremonien. An sich interessante Themen, aber so wie es hier geschildert wird, kam mir das alles komplett nutzlos vor, und ich habe mich von Seite zu Seite gegähnt. Es wurde fast nur berichtet (das aber sehr oberflächlich) und wenig reflektiert, so das das Ganze für mich wneig Nutzen hatte.

Den Aufbau des Buches finde ich wenig geschickt: Durch die kapitelweise Vorstellung einzelner Personen und deren Tätigkeiten verschwinden diese danach meist sofort wieder in der Versenkung, so richtig warm werde ich mit keinem ' auch mit Michaela selbst nicht. Viele Rezensenten loben gerade diesen Aufbau, aber ich bin damit nicht gut zurecht gekommen, ich hätte einen chronologischen Aufbau besser gefunden.

Von der 'Reise zu sich selbst' kann ich überhaupt nichts erkennen, die ganzen Phrasen wie 'werde ein guter Mensch' wirken auf mich kalenderblattmäßig und abgedroschen. An einigen Stellen schreibt Frau Vieser zwar, was sie von diesem oder jenem für ihr persönliches Leben gelernt hat, aber ich fand das alles nicht weltbewegend, und bei mir kam es auch recht halbherzig an. Obwohl diese Frau Japanologie studiert hat und auch nach ihrem Klosteraufenthalt nochmal für längere Zeit in Japan lebte, hinterließ das Buch bei mir nie der Eindruck, dass sie wirkliche Begeisterung für das Land, seine Bewohner und deren Kultur hegt.

Das Spirituelle kam für mich auch zu kurz, es wurde nur selten etwas hinterfragt. Das mag aber auch wieder an meiner Erwartung liegen. Ich habe letztes Jahr Was in zwei Koffer passt von Veronika Peters gelesen, die selbst für mehrere Jahre als Nonne ineinem christlichen Kloster lebte. Das Buch fand ich hochinteressant, da ständig hinterfragt wird, was der Glaube für den Einzelnen bedeutet und was Menschen sich davon versprechen, im Kloster zu leben. So in etwa hatte ich mir auch Tee mit Buddha vorgestellt, nur geht dieses Buch in eine ganz andere Richtung. Es wird statt dessen episodenhaft über einzelne 'Elemente' (kann man das so sagen?) des Zen und des Buddhismus berichtet, was ich prinzipiell schon interesant finde, aber durch die kurze kapitelweise Darstellung fügte sich das für mich nicht zu einem schlüssigen Ganzen.

Unterm Strich leider ein für mich recht enttäuschendes Buch.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen In 365 Tagen zu sich selbst, 20. Februar 2011
Von 
marielan - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Kloster, das klingt für uns Europäer, die in einer christlichen Tradition aufgewachsen sind, eher nach Abgeschiedenheit, dicken Mauern und eingeschworener Gemeinschaft, nach Armut, Keuschheit und Gehorsam. Übertragen auf Asien bleibt dennoch die Vorstellung einer einsam gelegenen Enklave, umgeben von Natur und andachtsvoller Stille, und Mönchen in gelben und orangefarbenen Gewändern in beständiger Meditation.

So ist Michaela Vieser zunächst enttäuscht, liegt doch IHR Kloster in einem städtischen Gebiet an einer belebten Straße. Auch von den bekannten zierlichen Häusern und Tempeln mit den geschwungenen Pagodendächern entdeckt sie zunächst nichts, statt dessen Apartment-Häuser, Büros, eine Großküche. Doch sie wird freundlich empfangen und spürt, dass man sich auf ihren Besuch vorbereitet hat. Vieser hat zwar japanisch gelernt, dennoch kämpft sie mit Verständigungsschwierigkeiten, die aber im Laufe der Zeit besser werden. In der Klosteranlage leben vorwiegend Familien (man darf also heiraten), und sie erteilt einmal in der Woche Englischunterricht für Kinder.

Das Problem, einen autobiografischen Bericht, in dem es vor allem um spirituelle Erfahrungen geht, nicht zur Nabelschau zu machen, hat die Autorin gut gelöst: Nach den Ankunftsszenen erzählt sie nicht chronologisch, sondern stellt jeweils eine Person, mit der sie etwas Besonderes verbindet, in den Mittelpunkt eines Kapitels. So erfährt der Leser, dass Ikebana mehr ist als Blumenstecken, Kalligrafie mehr als Schönschreiben und Kendo, der japanische Schwertkampf, nichts zu tun hat mit dem Säbelklirren europäischer Ritter. Sowohl diese speziellen japanischen Künste als auch die alltäglichen Arbeiten des Kochens, Gärtnern und Putzens und besonders die Gebets- und Meditationsstunden haben ein gemeinsames Ziel: Den Menschen in sein Inneres zu führen, ihm auf den Weg zu helfen, der für sein Leben gut ist, damit er mit sich selbst und seinen Mitmenschen in Einklang und Zufriedenheit lebt.

Michaels Vieser betrachtet sich und ihre Kämpfe mit den Fettnäpfchen, die bei jedem Schritt lauern, mit Humor, Augenzwinkern und gelegentlich mit einer Portion Koketterie nach dem Motto: Seht her, ich bin die etwas tollpatschige Europärerin, aber sehr ihr auch, wie lernfähig ich bin?

Was mir auch gefällt: Dass ihr jede Art von Missionierungseifer fehlt. Die Erfahrungen, die sie gemacht hat und die für ihr weiteres Leben prägend waren, hat sie für sich selbst gemacht. Sie hat nicht den Ehrgeiz, jeden Leser zum Buddhisten machen zu wollen.

Sprachlich liest sich das Buch leicht, etwa wie ein guter Reise- oder Erlebnisroman, dessen Lerneffekt nicht zu unterschätzen ist. (Man erfährt Wesentliches über Japan und seine Kultur - nicht nur die des Buddhismus - , und es setzt sich im Kopf einfach besser fest, wenn jemand über sein Erleben erzählt, als wenn man ein Sachbuch studiert.) Über gelegentliche Tautologie kann man weglesen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Nicht ganz überzeugend, 14. Juli 2010
Rezension bezieht sich auf: Tee mit Buddha: Mein Jahr in einem japanischen Kloster (Gebundene Ausgabe)
Michaela Vieser ist Japanologiestudentin in England. Wie fast alle Studenten steht bei ihr auch bald ein Auslandsjahr in Japan an. Doch im Gegensatz zu ihren Kommilitonen entscheidet sie sich nicht für ein Auslandssemester an einer japanischen Uni, sondern für einen Klosteraufenthalt. Sie glaubt, dadurch mehr über Land und Leute zu erfahren als im Unialltag. Und so macht sie sich eines Tages auf die große Reise.

Am Ziel angekommen, ist sie zunächst enttäuscht, denn das Kloster hat so gar nichts mit den Klöstern in ihrer Vorstellungen zu tun. Es liegt nicht einsam auf einem Berg und auch nicht in einem Bambushain, sondern mitten in der Stadt. Und sie schläft auch nicht in einer typisch japanischen kargen Klosterzelle, sondern teilt sich eine kleine Wohnung mit einer Schülerin in einem Hochhaus - mit Popstarspostern an der Wand und beheizbarer Toilette.

Doch schon bald gewöhnt sie sich an die Umstände, nimmt an Andachten teil, rezitiert Sutren, meditiert, wird in die Geheimnisse der Teezeremonie eingeweiht, versucht sich an Ikebana, im Kendo und der Kalligrafie. Auch einen Zen Meister lernt sie kennen, der sie in die Geheimnisse des Zen einführt, ein buddhistischer Zweig, der ihr mehr zu liegen scheint als die Religion "ihres" Jodo-Shinshu Klosters. Kapitelweise erzählt Vieser von den Menschen, die ihr während dieses Jahres im Kloster begegnen und einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen.

Amüsiert kann der Leser all ihre Fettnäpfchen verfolgen, die wohl nicht ausbleiben, wenn sich ein Westler ins Abenteuer Japan stürzt. Ab und an ertappte ich mich aber bei der Frage, wieso sie als Japanologiestudentin so wenig Ahnung hat von den Sitten in einem Kloster..

Alles in allem ein sehr kurzweiliges und unterhaltsames Buch. Jedoch kann Vieser ihre spirituelle Reise nicht wirklich vermitteln. Zu oft klingen ihre Sprüche wie solche, die man in diversen Kalendern liest. Wenn man sich noch nicht wirklich mit dem Thema Japan, Buddhismus, Zen etc. auseinandergesetzt hat, dann ist dies ein netter Einstieg. Kennt man sich jedoch schon ein wenig aus, dann wirkt dieses Buch recht schnell oberflächlich. Trotz allem eine nette Unterhaltung, daher drei Sterne.
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