Produktinformation
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Project Zero ist ein Adventure im Stil von Resident Evil, Silent Hill oder Alone In The Dark, das heißt Sie sehen den Spielcharakter aus vorher festgelegten Kameraperspektiven, die dank einem sehr hübschen 3-D-Engine dynamisch wechseln. Wie in einem guten Film schwebt die Kamera manchmal direkt hinter dem Kopf der Protagonistin, zoomt und rotiert bei ihren Bewegungen oder zeigt das Geschehen von der Position eines möglichen Gegners aus, um für Atmosphäre und Spannung zu sorgen.
Und das ist zugleich die größte Stärke von Project Zero: Wenn Sie langsam durch das dunkle, zerfallene Anwesen schleichen und Ihre Taschenlampe plötzlich eine sich langsam öffnende Tür anleuchtet, Mikus Atem lauter wird und Sie ihren schneller werdenden Herzschlag gar durch die Vibration des Gamepads spüren, steigt die Spannung ins Unermessliche. Und wenn der Raum dahinter dann noch leer ist, Sie langsam durchatmen und plötzlich hinter Ihnen ein Geist erscheint, dann wird klar, dass die Macher von Dead Or Alive ein absolutes Topspiel abgeliefert haben.
Wichtigstes spielerisches Element und zugleich die größte Innovation von Project Zero ist aber die Fotokamera, durch die Sie die Spielwelt aus der Ich-Perspektive sehen. Während einige Geheimgänge oder Schriften erst auf einem Foto zu sehen sind, dient die Kamera vor allem als einzige Waffe gegen angreifende Geister. Die Häufigkeit dieser Kämpfe ist jedoch deutlich geringer als bei einem Ego-Shooter, was die Spannung erhöht und auch Action-Muffeln eine Chance gibt.
Fazit: Project Zero ist ein Toptitel, über den sich noch viel sagen ließe. Innovativ, technisch makellos und vor allem unglaublich spannend ist er für Genre- und Horror-Fans zweifelsohne ein Pflichtkauf. --Patrick Streppel
Pro:
Die Atmosphäre des Spiels ist Klasse. Als grosser "Resident Evil"-Fan war ich sofort begeistert (Wortspiel durchaus beabsichtigt). Man kann wohl mit Fug und Recht sagen, dass sie noch einen Tick düsterer ist - ähnlich der von "Silent Hill". Wobei die Grafik mich nicht vollkommen überzeugt. Die Protagonisten sind gut gemacht, die schwarz/weiss gehaltenen Flashbacks haben ein ganz eigenes Flair und bereichern das Geschehen, doch die Umgebung - einerseits toll animiert (streift mal die Seile im ersten Flur beim Vorbeigehen) fallen die groben und teilweise unscharfen Texturen an Wänden und Gegenständen doch immer wieder unangenehm auf. Durch den Sucher der Kamera wirkt alles etwas grobkörnig und farblos. Alte Kamera schön und gut - aber bei einer Spiegelreflex-Kamera sieht man nur durch Glas, nicht auf ein Display mit schlechter Auflösung - das hätte bei der Engine der PS2 besser werden können. Nach einiger Zeit gewöhnt man sich jedoch an die triste Umgebung und in helleren Räumen haben sich die Programmierer dann doch mehr Mühe gegeben. Es wirkt eben alles ein bisschen wie in einem älteren Film.
Dafür ist Sound-technisch eine Menge geboten. Was in "Silent Hill" das metallische Klopfen und Schleifen war ist in "Projekt Zero" das An-und Abschwellen der Klagelaute verlorener Seelen. Wenn man etwas Englisch versteht kann man hier sogar nicht nur während direkter Kontakte zu Geistern Hinweise erhalten. Wer noch etwas mehr aus dem Spiel herausholen möchte, der sollte es nur nachts in einem völlig dunklem Zimmer spielen und den Sound hochdrehen - Gruselgarantie!
Die meisten Türsiegel sind einfach durch aufmerksame "Kameraführung" zu durchbrechen, später muss man andere Siegel an Türen wie Tresor-Räder oder Setz-Spiele öffnen, was etwas Kominationsgabe erfordert. Ich habe das Spiel noch nicht durch, aber die Rätsel haben mich bisher nicht lange aufhalten können. Die Geister hingegen werden immer knackiger: Schneller, beweglicher und zäher nutzen sie immer öfter auch die Fähigkeit durch Wände zu schlüpfen oder an völlig anderen Stellen neu zu erscheinen. Zwar ist die Steuerung sehr gut geraten, nur wird Miku bei Positionswechseln selbst bei durchgedrückter Luftaste kaum neue Geschwindigkeitsrekorde aufstellen. Doch gerade diese Dinge machen das Spiel komischerweise richtig gut. Es hängt nämlich viel davon ab, wie lange man den Geist im Sucher (und die Nerven) behält, bevor man knipst. Die Kamera lässt sich nämlich rasend schnell verbessern, wenn es gelingt zu warten bis der Sucher goldgelb wird. So ein Schuß saugt oft über tausend Punkte und der Blitz kann Geister sofort vertreiben. Übung macht den Meister!
Wie schon so oft zeigt sich hier mal wieder, dass ein Spiel nicht unbedingt durch grafische Höchstleistungen glänzen muss, um tolle Atmosphäre und spannende Unterhaltung zu schaffen. Wer "Alone in the Dark", etc., mochte, der sollte zugreifen.
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