In eigener Sache...
Bitte haben Sie Verständnis, die nachfolgenden Informationen und Tipps wurden von mir als Privatperson in meiner Freizeit gewissenhaft und verantwortungsbewusst zusammengetragen, erstellt und überprüft. Sie basieren überwiegend auf eigenen Erfahrungen mit dem Produkt, bzw. den Produkten und oder geben auch mal die zusammengefasste Meinung vieler weiter. Meine Rezensionen können grundlegend falsch, teilweise fehlerhaft, unvollständig, unzutreffend, unlogisch, unprofessionell, unbeabsichtigt voreingenommen, sowie absolut korrekt und zutreffend sein. Besonders das Nachvollziehen jeglicher Tipps und Anleitungen liegt in der alleinigen Verantwortung des geneigten Lesers, er hat sich vorher an geeigneter Stelle (...fachkundige Personen) über deren Ausführbarkeit und Gefahrlosigkeit für Mensch und Tier zu erkundigen, ich kann dies nicht garantieren. Vorrangig geht es mir in meinen Rezensionen darum, die Verbreitung wirklich schlechter Produkte zu verhindern, meine Mitmenschen vor Fehlkäufen zu bewahren, positive Eigenschaften von scheinbar schlechten Produkten hervorzuheben, oder gar über weit verbreitete Fehlinformationen aufzuklären. Alle nachfolgenden Aussagen sollen und dürfen ausdrücklich "nicht" als Expertenmeinung verstanden werden, bitte stellen Sie sie in Frage und vergleichen alle Fakten mit den hoffentlich reichlich vorhandenen Aussagen meiner Mitrezensenten, bevor es zu einer abschliessenden Kaufentscheidung kommt...
Ein gutes Produkt mit vielen Namen...
Vermutlicher Ursprung.: La Crosse Technology* Alpha Power Battery Charger BC700 / BC900 / BC9009
*Bedienungsanleitung als PDF herunterladbar bei.: La Crosse Technology Ltd (...Bitte selbst "kugeln".)
Weitere Namen.: Technoline BC900 / BC700, ELV Akku-Ladecenter BC900, AccuPower IQ-228, Akku-Doktor BC700, usw.
Ich habe dieses Ladegerät (...baugleich unter folgender Deklaration.: La Crosse Technology / Modell.: BC-RS900 / Version.: v11-(2005-07) ;während einer Urlaubs-Einkaufs-Bummel-Tour (Schweden 2006-03) entdeckt und dort erstanden. Neben der mehrsprachigen Bedienungsanleitung und Kurzanleitung gehörte zum Ladegerät eine Transporttasche, jeweils 4 Micro(AAA)-700mAh-Akkus, 4 Mignon(AA)-1400mAh-Akkus und ebenfalls jeweils 4 Kunststoff-Adapter für Baby und Mono-Zellen. Für umgerechnet ca. fünfzig Murmeln empfand ich die Ausstattung des Laders damals als Schnäppchen und habe es bis heute nicht bedauert. Die erweiterte Programmwahl fiel mir anfänglich etwas schwer, aber beim Einlegen eines Akkus startet ohne weiteres Zutun immer der Einzelschacht-überwachte Ladevorgang mit vordefinierten und vergleichsweise harmlosen (ca. 200mA) Standardströmen. Wer also etwas mehr wünscht, wie z.B. Schnell-Ladung oder einen Kapazitätstest, der benötigt dafür vermutlich hin und wieder einen erneuten Blick in die Bedienungsanleitung. Einzigartig ist für mich, damals wie heute, die absolut intelligente und schonende Akkubehandlung in allen Betriebsarten. Kein Akku wurde bisher durch das Ladegerät zerstört, die Akku-Erwärmung gegen Ladeende liegt weit unter der Grenze des Schmerzempfindens (Fingerkuppen-Test). Akkus erwärmen sich gegen Ladeende zunehmend, hohe Ladeströme fördern diese schädliche Erwärmung und können die Anzahl möglicher Ladezyklen deutlich verringern, auch ist bei unpräziser Ladeende-Erkennung ein dauerhafter Kapazitätsverlust, sowie die sofortige Zerstörung des Akkus möglich. Einziger Wehrmutstropfen ist, wie oft erwähnt, die schwache Erkennung von tiefentladenen Akkus. Fazit.: Für mich immer noch ein Lader der Oberliga...
Besonderheiten.:
Das LCD-Display informiert auf einen Blick überdurchschnittlich gut über den aktuellen Vorgang aller Ladeschächte, die aktuelle Ladespannung und der gewählte Ladestrom werden kontinuierlich angezeigt, die bisher entnommene oder zugeführte Kapazität kann abgerufen werden, die bisher benötigte Zeit der gewählten Aktion kann abgerufen werden,
Einzelschachtüberwachung, Gleichzeitiges Laden von AA und AAA, Mischbetrieb mit NiCd und NiMH, Ladeendeerkennung mittels Minus Delta (-dv), Temperaturüberwachung (...es sind nur zwei Sensoren verbaut, deshalb ist eine präzise Einzelüberwachung vermutlich nur möglich, wenn maximal zwei Akkus gleichzeitig ín den beiden äußeren oder inneren Schächten geladen werden. Neuere Geräte könnten mit vier Temperatursensoren ausgestattet sein.) paarweise.
Mögliche Optionen.:
- Änderung des vorgegebenen Ladestroms - (Vorgabe ca. 200mA)
- Laden mit anschliessender Erhaltungsladung.
- Kapazitätstest - (Laden, Entladen, Laden und Ausgabe der entnehmbaren Kapazität in mAh)
- Auffrischen - (Wiederholtes Laden und Entladen bis die maximal entnehmbare Kapazität nicht mehr nennenswert ansteigt)
- Entladen - (Einmaliges Entladen und Laden zur Linderung des möglichen Memory Effekts)
Folgende Merkmale sind ein Indiz auf Produkte, die Meiner Rezension entsprechen.:
Das Gehäusedesign ist bei allen Modellen gleich, Unterschiede sind bei Farbgebung und Zubehör auszumachen. Die mitgelieferten Schaltnetzteile unterscheiden sich bezüglich ihrer Leistungsabgabe. Auch enthalten die Ladegeräte bezogen auf die Produktionszeiträume unterschiedlich aktuelle FirmWare-Versionen. Dem vermutlich erfundenen Produktnamen folgen oft die Bezeichnungen.: BC700 und BC900.
BC700 - SchaltNetzTeil.: 3V 2.8A / LadeStröme.: 200mA x 4, 500mA x 4, 700mA x 4
BC900 - SchaltNetzTeil.: 3V 4.0A / LadeStröme.: 200mA x 4, 500mA x 4, 700mA x 4, 1000mA x 4, 1500mA x 2, 1800mA x 2
Tiefentladenen Akku ohne zusätzlichen "dummen" Lader regenerieren.:
Hier ein kleiner Tipp (...auch für LAIEN völlig RISIKO-FREI...) zum Thema Tiefentladung.:
Viele Rezensionen zu diesem Rundzellen-Ladegerät beinhalten den Kritikpunkt, das tiefentladene Akkus nicht erkannt werden und somit nicht geladen werden können.
Um einen tiefentladenen Akku salopp gesagt "wiederzubeleben" bedarf es aber nur sehr wenig Zeit-/ und Material-/ /-Aufwand. In nur drei Schritten und weniger als einer Minute können Sie einen tiefentladenen Akku wiederbeleben und anschließend mit dem Ladegerät ganz normal laden.
Sie benötigen eine elektrisch leitfähige Metalloberfläche, einen teilgeladenen oder vollen Akku gleicher Bauart und Größe, eine elektrisch leitfähige Büroklammer oder ähnliches, sowie den tiefentladenen Akku.
1.) Nehmen Sie die beiden Rundzellen, die teilgeladene, sowie die tiefentladene und halten Sie sie mit einer Hand eng beieinander so das man von oben auf die beiden Minus-Pole (-) (-) sehen kann.
2.) Die Plus-Pole (+) (+) der beiden Rundzellen drücken und halten sie gleichzeitig mit sanften Druck auf der ebenen Metalloberfläche.
3.) Nehmen Sie nun die Büroklammer und verbinden sie sie mit den Minus-Polen (->-<-) der Rundzellen durch sanftes Auflegen für circa zehn Sekunden. Unmittelbar nach dieser Prozedur legen Sie den Akku in einen Schacht Ihres Ladegerätes und warten auf den Beginn des Ladevorgangs.
War der Akku für einen sehr langen Zeitraum tiefentladen, die beschriebene Prozedur brachte keinen Erfolg, der Akku wurde also wieder nicht vom Ladegerät erkannt und das Laden konnte nicht erfolgen, so können Sie es ruhig noch zwei bis dreimal probieren, erst dann ist der Akku als unbrauchbar anzusehen und sollte Umweltgerecht entsorgt werden.
Hintergrund.:
Bei einem tiefentladenen Akku des Typs AA oder AAA liegt die Zellenspannung deutlich unter einem Volt oder gar bereits im negativen Bereich (Minuspol wird zum Pluspol und umgekehrt). Manche intelligente Ladegeräte halten einen entladenen Akku mit extrem niedriger Zellenspannung für defekt oder erkennen ihn gar nicht erst. Durch die vorrangehend beschriebene Prozedur wird dem vermeintlich defekten Akku kurzzeitig ein sehr hoher Ladestrom mit sehr geringer Spannung zugeführt. War der Akku nur wenige Tage oder Stunden tiefentladen, dann wird er "wiederbelebt" und seine Zellenspannung steigt an, mit großer Wahrscheinlichkeit wird er vom Ladegerät erkannt und normal geladen. Ein Auffrischungszyklus sollte dem ehemals tiefentladenen Akku mehr entnehmbare Kapazität entlocken.