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Zu Beginn des Buches unterscheidet er geschichtlich drei verschiedene Kulturen: die Werkzeugkultur, die Technokratie und das Technopol, wobei er im Technopol den gegenwärtigen Stand Amerikas sieht.
Das interessante an der Gegenüberstellung dieser Kulturen sei, dass in der Werkzeugkultur und der Technokratie die Technik noch Zweckcharakter hatte und der herrschenden Ideologie untergeordnet war; anders im Technopol, wo Technologien selbst Ideologiecharakter haben, dem sich alles andere unterzuordnen habe.
Das Technopol, also "die Unterwerfung aller Formen des kulturelen Lebens unter die Vorherrschaft und Technologie" (S.61) manifestiere sich in nahezu allen Lebensbereichen. Exemplarisch geht Postman auf die Medizinische Technologie ein, deren positiven Effekte im Hinblick auf die Behandlung von früher unbehandelbaren Erkrankungen nicht zu leugnen seien. Postman geht aber weiter in seinen Überlegungen und stellt sich die Frage, ob es positiv ist, mit Hilfe von Technologien Krankheiten zu heilen, die früher -durch gesundheitsförderndes Verhalten und Geduld- von selbst heilten.
Desweiteren geht er neben der Computertechnologie (die dem Menschen oft dazu diene, die eigene Verantwortung in die Hände der Technologie abzugeben) auch auf unsichtbare Technologien ein.
Spätestens hier wird klar, dass mit dem Begriff des Technopols nicht nur Technik an sich gemeint ist, sondern alle Prozesse, die Technologiecharakter haben, indem sie fälschlicherweise der Annahme unterliegen, alles sei berechenbar und objektivierbar.
Als Beispiele für diese "unsichtbaren Technologien" führt Postman Statistik (Der Statistiker, der bei dem Versuch ertrinkt, ein durchschnittlich 1,20m tiefes Gewässer zu durchwaten), Management, Notengebung, IQ-Messung und Meinungsforschung an.
Am Ende versucht Postman, Lösungsvorschläge für das von ihm beschriebene Problem anzubieten. Dabei stellt er sich insbesondere die Frage, was sich in Bildung und Erziehung (education) an Schulen ändern muss.
Das Buch ist eine sehr tiefgründige Analyse dessen, wie sich das Verhältnis von Individuum und Technologien verändert hat. Wenngleich Postman dazu neigt, zu übertreiben und zuzuspitzen, und wenn auch einige Ansichten mehr als fraglich sind (z.B. die Ansicht, Sozialwissenschaft sei keine Wissenschaft im eigentlichen Sinne), hat Postman hier ein Buch geschrieben, dass unendlich viele Dankanregungen gibt.
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