Das Buch fasst erstmals die zwei grundlegenden Aspekte der prozessorientierten Optimierung von Technischer Dokumentation zusammen:
- das Übersetzungsmanagement, einschließlich des Themas, wie man Inhalte übersetzungsgerecht aufbereitet (ca. 220 Seiten)
- das Inhaltsmanagement, besser bekannt als Contentmanagement, (ca. 180 Seiten)
Diese gleichartige Aufteilung macht vielleicht bereits deutlich, dass das Thema Sprache, in engeren Sinne kontrollierte Sprache, genau so umfassend anzugehen ist, wie das Thema Contentmanagement.
Akribisch durchleuten die Autoren zu beiden Themenbereichen alle wichtigen Schlüsselbegriffe und versehen die Erkenntnise soweit aus Umfragen der tekom (Fachverband für technische Kommunikation) bekannt mit quantitativen Bewertungen. Auch sparen die beiden Autoren nicht mit Screenshots der bekannten Werkzeuge zum jeweiligen Themenbereich.
Das Buch ist in dieser Art bisher einzigartig und ist zur Zeit die wichtigste (deutsche) Referenz für die genannten Themen.
Kleine Kritik:
- Die Screenshots sind oft viel zu klein
- Bei der wissenschaftlich akribischen Gliederung der Schlüsselbegriffe in Unterbegriffe (Beispiel Metadaten-Taxonomie) vermisst der Praktiker bewertende Äußerungen wie "gut für folgenden Zweck" oder "nicht unbedingt relevant für Anforderung xy" und mehr anschauliche Beispiele.
Das Buch ist kein Kompakt-Leitfaden zur Einführung eines Redaktionssystems mit einem Überblick über alle Systeme und deren Funktionen, sondern versteht sich als Lehrbuch der Themen kontrollierte Sprache und Content-Management. Das ist auch gut so: Nichts veraltet so schnell wie ein Systemüberblick. Für diejenigen, die neben der hier präsentierten "anspruchsvollen Lehrkost" auch kompakte Übersichten suchen, seien noch ergänzend folgende Veröffentlichungen empfohlen: Leitfaden "Einführung eines Redaktionssystems für die Technische Dokumentation" vom VDMA-Verlag (2010) und die Studie zu Contentmanagement-Systemen für die technische Dokumentation (2005/2008) von der tekom.