Nach 30 Jahren als Texter in diversen Werbeagenturen und über 10 Jahren als Leiter des Text-Colleges kann ich es aus hundertfacher eigener Erfahrung bestätigen: Genau so, wie James Webb Young es beschreibt, läuft das ab, das mit dem Finden von Ideen. Es ist wohl auch kein Zufall, dass Bill Bernbach ein Vorwort geschrieben hat. Und in einer späteren Auflage auch noch Keith Reinhard, der einst Ober-Kreative der Werbeagenturkette DDB. Und es ist auch kein Zufall, dass man in zahlreichen neueren Büchern über Kreativität erstaunlich ähnliche Theorien findet - mal mit und mal ohne Quellenangabe.
Ich stimme nicht allem zu, was JWY schreibt. Zum Beispiel bin in nicht einverstanden mit seiner (von Pareto übernommenen) Einteilung der Menschen in zwei Gruppen, nämlich Konservative und Kreative. Aber die vier Stufen der Ideenfindung waren 1965, als das Buch erschien, schon genau so auf dem Punkt wie heute.
Ein Pflichtbuch für Werbeleute, aber nicht nur für die, sondern für alle, die auf der Suche nach Ideen sind.