Ich habe den Release des Spiels eigentlich kaum ersehnt, weil mich erste Berichterstattungen nicht wirklich überzeugen und meine Neugier wecken konnten. Als schließlich die Singleplayer-Demo herauskam, wollte ich es dennoch unbedingt mal testen. Diese gefiel mir so gut, dass ich mir die Vollversion bestellt habe. Zeitlich soll Specforce vor dem Vorgänger Chrome angesiedelt sein; allerdings ist diese Tatsache ziemlich belanglos. Letztlich geht es darum, dass Logan (vom Spieler gesteuert) einer Spezialeinheit, der Specforce, angeschlossen ist, die dem Unternehmen LoreGen auf die Schliche gekommen ist. Dieses Unternehmen scheint Drogen zu produzieren, was natürlich nicht sein darf. Kurzum landen Logan und sein Mitstreiter Pointer (CPU gesteuert) auf dem Planeten und wollen die Zustände auskundschaften und dabei wollen noch einige Sprengsätze gelegt werden. Aufgrund eines Angriffs auf die Raumstation sitzen schließlich Logan und Pointer auf dem Planeten fest.
Man merkt: Einen Originalitätsbonus versprüht die Story nicht, dennoch sorgen die guten Dialoge unter den Charakteren dafür, dass die Spannung erhalten bleibt.
Das Spiel selber lässt sich als taktisch angehauchter Egoshooter wohl am besten beschreiben. Letztlich muss man gegen die verdammt gut zielende KI oft Deckung suchen, die Implantate wie Zeitverlangsamung, Energieschild und weiteres geschickt einsetzen, will man nicht immer den Ladebildschirm zu sehen bekommen. DIe Synchronisation ist gut, auch die Soundkulisse wie die Schussgeräusche und die Umgebungssound in Wäldern etc. stimmt. Ebenfalls weiß die Grafik zu gefallen. Allerdings kann sie mit Engines wie von Far Cry und Half-Life 2 nicht mithalten. Dennoch erzeugt sie stimmige weitläufige Landschaften. Einige mag es jedoch stören, dass die Landschaften nicht gerade vor farblicher Abwechselung strotzen; entweder ist die gesamte Umgebungsgrafik braun oder grün oder leicht gemischt. Mich hat das wiederum wenig gestört; eher verleiht das dem Spiel einen ganz eigenen Grafikstil. Für Einsteiger sei wiederum vom Kauf abgeraten. Die KI trifft außerordentlich und fast schon unrealistisch gut (spiele auf dem 2. von 3 Schwierigkeitsgraden), so dass ungeübte Spieler schon mal frustriert werden können. Fortgeschrittenen kann ich nur raten, dem Spiel eine Chance zu geben. AUch der Mutliplayerteil ist recht oderntlich und weist gut designte Karten auf. Allerdings gibts zur Kritik: Lediglich die Spielmodi DM, TDM, CTF und TD (Flaggen einnehmen). Das hat man schon mal gesehen, aber die mit Rakten bestückten Walker entschädigen diese leichte Einfallslosigkeit. Zweiter Punkt: Internetserver gibts wenige, auf denen auch noch wenig los ist. Dennoch macht Specforce auch im Multiplayer Spaß.
Fazit:
Specforce reizt durch seine herausfordernden Schusswechsel mit der fordernden KI. Da man vorsichtig vorgeht, dauern die Missionen einige Zeit. Die genial designten Missionen tragen ebenfalls zur gelungenen Unterhaltung bei. Für den Preis bekommt man defintiv ein sehr gelungenes Spiel, auch wenn manche Magazine etwas anderes sagen wollen. VIel Spiel fürs Geld, daher: Zuschlagen!